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Folge der Air-Berlin-Pleite : Die Lufthansa fliegt nun mit Jumbos von Frankfurt nach Berlin

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Ein Jumbo der Lufthansa startet auf dem Frankfurter Flughafen. Bild: Helmut Fricke

Deutschlands größte Fluglinie stellt sich durch die Pleite von Air Berlin auf mehr Passagiere ein, die von Frankfurt in die Hauptstadt fliegen wollen. Ab heute sind deswegen teils größere Maschinen im Einsatz.

          Ab diesem Mittwoch ist es soweit: Die Lufthansa setzt für die Verbindung zwischen den Flughäfen Frankfurt/Main und Berlin-Tegel teilweise Jumbojets ein. Grund sei die Einstellung des Flugbetriebs von Air Berlin .

          „Wir rechnen mit einer sehr hohen Nachfrage auf dieser Strecke im November. Mit den bisherigen Flugzeugkapazitäten wäre es nicht zu bewältigen, sagte ein Sprecher. In den Großraum-Flugzeugen können weit mehr als 400 Passagieren mitfliegen – allerdings nicht auf den Flügen zwischen Frankfurt und Berlin.

          Die Lufthansa-Tochtergesellschaft Eurowings will zwar Jets aus der Flotte von Air Berlin übernehmen. Allerdings stehen diese noch nicht zur Verfügung.

          Als Jumbojets werden Flugzeuge vom Typ Boeing 747 bezeichnet. Die Maschinen besitzen zwei Passagierdecks und galten bei ihrer Entwicklung in den sechziger Jahren als größte Flugzeuge der Welt. Sie werden überwiegend im Transatlantik- und internationalen Fernflugverkehr eingesetzt. Der Einsatz der Jumbojets zwischen Berlin-Tegel und Frankfurt/Main ist nach Angaben der Lufthansa zunächst nur bis zum 30. November vorgesehen, kann aber verlängert werden.

          Die Uhrzeiten, zu denen die 747 fliegt, ändern sich von Tag zu Tag. Besonders häufig sollen sie offenbar um 6.45 Uhr, 9.45 Uhr, 15.45 Uhr, 16.45 Uhr und 17.15 Uhr in Frankfurt starten. Nach Anagaben der „Berliner Morgenpost“ werden sie in Frankfurt so betankt, dass der Sprit für Hin- und Rückflug reicht, denn in Berlin reicht die Zeit nicht zum Tanken – nach 50 Minuten muss das Flugzeug schon wieder losfliegen. Aus diesem Grund bleibt auch das Oberdeck der zweistöckigen Flugzeuge geschlossen.

          Am Flughafen Tegel passt der Jumbo-Jet nicht mal an die Fluggastbrücken, deshalb bleibt er auf dem Vorfeld stehen, und die Passagiere werden mit bis zu vier Bussen zum Terminal gebracht.

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