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Die Krise geht weiter Airbus verliert letzten Kunden für A380-Frachter

03.03.2007 ·  Der amerikanische Logistikkonzern UPS hat am Freitag mitgeteilt, er werde seine Bestellung über zehn A380-Frachter so schnell wie möglich stornieren. Damit verliert Airbus seinen letzten Kunden für das Frachtflugzeug.

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Der europäische Flugzeughersteller Airbus hat auch den letzten Kunden für die Frachtversion des neuen Großraumflugzeugs A380 verloren. Der amerikanische Logistikkonzern UPS teilte am Freitag in Atlanta mit, er werde seine Bestellung über zehn A380-F so schnell wie möglich stornieren. UPS wollte die Maschinen auf Routen zwischen den USA und Asien einsetzen.

UPS teilte mit, die Bestellung werde bei Airbus offiziell storniert, sobald dies nach der vergangenen Woche ausgehandelten Einigung möglich sei. Dem Vertrag zufolge sollte die erste A380-F nun erst 2012 statt wie zuletzt vorgesehen 2010 ausgeliefert werden. Doch glaube man nicht mehr, dass Airbus diesen Zeitplan einhalten könne, hieß es. Ursprünglich war als Auslieferungsjahr 2009 geplant.

Airbus „enttäuscht“

Airbus zeigte sich „enttäuscht“. Man respektiere die Entscheidung aber, die im Rahmen der Vereinbarung mit UPS liege, sagte ein Sprecher des Flugzeugherstellers.

Die EADS-Tochter hatte am Donnerstagabend bestätigt, dass alle Arbeiten an der Frachtversion ihres Flaggschiffs bis auf weiteres gestoppt wurden. Die so frei gewordenen Kapazitäten sollen für die Passagierversion der A380 genutzt werden. Das gesamte A380-Programm verzögert sich wegen Problemen beim Start der Fertigung, was den europäischen Flugzeughersteller in eine Krise gestürzt hat, aus der er mit dem heftig umstrittenen „Power8“-Sanierungsplan herauskommen will. Der sieht unter anderem einen Abbau von 10 000 Stellen, davon 3700 in Deutschland vor.

Im November hatte bereits FedEx wegen der Verzögerungen seine zehn Bestellungen für die A380-F zurückgezogen und stattdessen 15 Boeing 777 beim US-Wettbewerber geordert. Die Leasingfirma ILFC wandelte ihre Bestellungen in Aufträge für Passagiermaschinen um.

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Von Heike Göbel

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