13.02.2008 · Dass die IKB in starke Bedrängnis geraten ist, das bewegt mittlerweile nicht nur die Bankenwelt, sondern auch die deutsche Politik. Aber mit was für einer Bank haben wir es bei der IKB überhaupt zu tun? Und wie kam sie in die Schieflage?
Die in Bedrängnis geratene IKB Deutsche Industriebank AG ist auf Finanzierungen für mittelständische Unternehmen spezialisiert. Die Düsseldorfer Bank ist schon seit Jahrzehnten ein enger Partner der staatlichen Förderbank KfW bei der Durchleitung von KfW-Programmen für den Mittelstand. Die KfW ist mit ihrer Beteiligung von 38 Prozent Hauptaktionär des im MDax notierten Instituts. Die Aktie der Bank, die Anfang 2007 noch bei rund 33 Euro notiert hatte, galt unter Börsianern lange Zeit als eine solide Anlage. Seit Beginn der IKB-Krise verlor das Papier 85 Prozent ihres Wertes.
Nach einer Übersicht aus dem Jahr 2006 steht die Mittelstandsbank auf dem 27. Platz der größten deutschen Banken. Im Geschäftsjahr 2006/07 (31. März) belief sich die Bilanzsumme auf gut 52 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss stieg um 7 Prozent auf knapp 180 Millionen Euro und erreichte damit seinen bisherigen Höchststand. Für das laufende Geschäftsjahr 2007/08 hatte der Vorstand im vergangenen Oktober einen Verlust von 700 Millionen Euro prognostiziert. Der Konzern beschäftigt über 1800 Menschen.
Hauptverantwortlich: Der Investmentpool Rhineland Funding
Hauptverantwortlich für die IKB-Krise ist unter anderem der Investmentpool Rhineland Funding. Dieser wird von der IKB beraten. Die Liquiditätslinien stellt die IKB. Laut IKB-Geschäftsbericht belief sich das Investmentportfolio der Rineland Funding Capital Corporation (RFCC) Ende März 2007 auf 12,7 Milliarden Euro. Angepeilt war eine Erhöhung innerhalb von drei Jahren auf 20 Milliarden Euro. Rhineland Funding hat ein Teil seines Kapitals auch in amerikanische Immobilienkredite aus dem Subprime-Bereich, den Hypothekenkrediten mit schwächerer Bonität, investiert. Dieses Risiko hat sich erheblich ausgeweitet, die Zinsaufschläge haben sich in dieser Sparte deutlich erhöht.
Die IKB ist bisher im Ausland in fünf westeuropäischen Ländern und in den Vereinigten Staaten mit Niederlassungen und Töchtern vertreten. Ende Juni kündigte der Vorstand Büroeröffnungen in Russland an. Die IKB wurde 1924 in Berlin als Bank für deutsche Industrie-Obligationen von Unternehmern für Unternehmer gegründet. 1938 erfolgte die Umbenennung in Deutsche Industriebank. 1974 fusionierte sie mit der 1949 in Düsseldorf gegründeten Industriekreditbank.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.728,19 | −0,15% |
| FAZ-INDEX | 1.500,83 | −0,21% |
| TecDAX | 773,85 | −0,19% |
| MDAX | 10.253,60 | −0,35% |
| SDAX | 5.023,80 | +0,24% |
| REX | 421,66 | −0,02% |
| Eurostoxx 50 | 2.488,29 | −0,13% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 80,26 | −0,27% |
| Dow Jones | 12.878,30 | +0,03% |
| Nasdaq 100 | 2.575,24 | +0,22% |
| S&P500 | 1.350,50 | −0,09% |
| Nikkei225 | 9.052,07 | +0,59% |
| EUR/USD | 1,3125 | 0,00% |
| Rohöl Brent Crude | 118,17 $ | +0,32% |
| Gold | 1.722,00 $ | +0,61% |
| Bund Future | 138,53 € | +0,15% |