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Deutsche Wohnen will GSW übernehmen : Immobilienbranche steht vor einer Großfusion

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Auch das Unesco-Weltkulturerbe „Weiße Stadt“ in Berlin-Reinickendorf gehört zum Bestand der Deutsche Wohnen. Bild: Deutsche Wohnen

Ein Großer der deutschen Immobilienbranche will einen anderen schlucken. Damit entstünde ein Unternehmen mit mehr als 100.000 Wohnungen allein in Berlin und die zweitgrößte deutsche Wohnimmobiliengesellschaft.

          Die Deutsche Wohnen AG will den Konkurrenten GSW Immobilien übernehmen. Vorstand und Aufsichtsrat hätten ein entsprechenden Umtauschangebot an die GSW-Aktionäre beschlossen, teilte Deutsche Wohnen am Dienstag mit. Kommt das Geschäft zustande, entstünde nach Börsenwert und Zahl der Wohnungen die zweitgrößte private Wohnimmobiliengesellschaft in Deutschland. Zusammen besäßen GSW und Deutsche Wohnen 150.000 Wohnungen, gut zwei Drittel davon in Berlin. Der Marktführer Deutsche Annington hat rund 180.000 Wohnungen im Portfolio.

          Die Deutsche Wohnen will die Übernahme mit einer Kapitalerhöhung finanzieren, über die die Aktionäre Ende September entscheiden sollen. Für 20 Aktien der GSW Immobilien AG bietet Deutsche Wohnen 51 eigene neu auszugebende Papiere. Deutsche Wohnen gab den Wert des Portfolios nach einem Zusammenschluss mit etwa 8,5 Milliarden Euro an. Die GSW wollte das Übernahmeangebot zunächst nicht kommentieren. Ein Unternehmenssprecher kündigte aber eine Stellungnahme im Laufe des Tages an.

          Bild: DPA

          Deutsche Wohnen erwartet nach der Übernahme Einsparmöglichkeiten in Höhe von rund 25 Millionen Euro pro Jahr. Auch die Ertragskraft soll sich  verbessern. Die Übernahme knüpft Deutsche Wohnen an die Bedingung, dass mindestens 75 Prozent der GSW-Aktionäre die Offerte annehmen.

          Das Übernahmeangebot durch Deutsche Wohnen ließ den GSW-Aktienkurs am Vormittag um rund 8 Prozent deutlich steigen. Die Titel von Deutsche Wohnen verloren dagegen 3,3 Prozent. Rund 40 Prozent der eigenen Aktionäre seien auch bei GSW investiert, sagte Deutsche-Wohnen-Chef Michael Zahn in einer Telefonkonferenz. Bei vollständiger Annahme des Angebots würden die GSW-Aktionäre rund 43 Prozent an der vergrößerten Deutsche Wohnen AG halten.

          Quelle: dpa/Reuters

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