Home
http://www.faz.net/-gqe-7gra3
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 20.08.2013, 08:34 Uhr

Deutsche Wohnen will GSW übernehmen Immobilienbranche steht vor einer Großfusion

Ein Großer der deutschen Immobilienbranche will einen anderen schlucken. Damit entstünde ein Unternehmen mit mehr als 100.000 Wohnungen allein in Berlin und die zweitgrößte deutsche Wohnimmobiliengesellschaft.

© Deutsche Wohnen Auch das Unesco-Weltkulturerbe „Weiße Stadt“ in Berlin-Reinickendorf gehört zum Bestand der Deutsche Wohnen.

Die Deutsche Wohnen AG will den Konkurrenten GSW Immobilien übernehmen. Vorstand und Aufsichtsrat hätten ein entsprechenden Umtauschangebot an die GSW-Aktionäre beschlossen, teilte Deutsche Wohnen am Dienstag mit. Kommt das Geschäft zustande, entstünde nach Börsenwert und Zahl der Wohnungen die zweitgrößte private Wohnimmobiliengesellschaft in Deutschland. Zusammen besäßen GSW und Deutsche Wohnen 150.000 Wohnungen, gut zwei Drittel davon in Berlin. Der Marktführer Deutsche Annington hat rund 180.000 Wohnungen im Portfolio.

Die Deutsche Wohnen will die Übernahme mit einer Kapitalerhöhung finanzieren, über die die Aktionäre Ende September entscheiden sollen. Für 20 Aktien der GSW Immobilien AG bietet Deutsche Wohnen 51 eigene neu auszugebende Papiere. Deutsche Wohnen gab den Wert des Portfolios nach einem Zusammenschluss mit etwa 8,5 Milliarden Euro an. Die GSW wollte das Übernahmeangebot zunächst nicht kommentieren. Ein Unternehmenssprecher kündigte aber eine Stellungnahme im Laufe des Tages an.

Infografik / Die größten Immobilienkonzerne © DPA Vergrößern

Deutsche Wohnen erwartet nach der Übernahme Einsparmöglichkeiten in Höhe von rund 25 Millionen Euro pro Jahr. Auch die Ertragskraft soll sich  verbessern. Die Übernahme knüpft Deutsche Wohnen an die Bedingung, dass mindestens 75 Prozent der GSW-Aktionäre die Offerte annehmen.

Das Übernahmeangebot durch Deutsche Wohnen ließ den GSW-Aktienkurs am Vormittag um rund 8 Prozent deutlich steigen. Die Titel von Deutsche Wohnen verloren dagegen 3,3 Prozent. Rund 40 Prozent der eigenen Aktionäre seien auch bei GSW investiert, sagte Deutsche-Wohnen-Chef Michael Zahn in einer Telefonkonferenz. Bei vollständiger Annahme des Angebots würden die GSW-Aktionäre rund 43 Prozent an der vergrößerten Deutsche Wohnen AG halten.

  GSW IMMOBILIEN AG
Aktueller Kurs -- 
Veränderung -- (--)
52 Wochen Hoch --
52 Wochen Tief --

Mehr zum Thema

Quelle: dpa/Reuters

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Vonovia und Deutsche Wohnen Riesen-Übernahme von Wohnungskonzern gescheitert

Es wäre die größte Übernahme auf dem deutschen Immobilienmarkt geworden. Doch Vonovia scheiterte letztendlich an der Zustimmung seiner Aktionäre. Mehr

10.02.2016, 13:04 Uhr | Wirtschaft
Berlin Algerier sollen Anschlag geplant haben

Die deutschen Sicherheitsbehörden haben möglicherweise einen Anschlag in Berlin vereitelt. In der Bundeshauptstadt sowie in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen durchsuchten am Donnerstag rund 450 Beamte die Wohnungen und Arbeitsstellen von vier mutmaßlichen algerischen Islamisten. Mehr

04.02.2016, 18:05 Uhr | Politik
Norwegischer Staatsfonds Hier spricht der größte Aktionär der Welt

Norwegens Staatsfonds ist in Deutschland an allen Dax-Firmen beteiligt. Ein Gespräch mit Fondschef Yngve Slyngstad über seinen Ärger mit VW, lukrative Immobilien in Berlin – und was er von Immanuel Kant gelernt hat. Mehr Von Sebastian Balzter

07.02.2016, 12:10 Uhr | Finanzen
Rundes Haus, kaum Privatsphäre Ist das das Wohnen der Zukunft?

Auf der Möbelmesse imm cologne zeigt der deutsche Designer Sebastian Herkner sein visionäres Designkonzept Das Haus: Ein rundes Haus, ohne Wände und Ecken, eine Begegnungsstätte und mit wenig Privatsphäre. Sieht so das Wohnen der Zukunft aus? Mehr

22.01.2016, 08:01 Uhr | Stil
Wer in Frankfurt Aktien kauft Die Aktionärs-Hochburg am Rande der Stadt

In Zeiten niedriger Zinsen werden Aktien wichtiger denn je. In Frankfurt sind Sparer der Aktie gegenüber aufgeschlossener als andernorts. Wer glaubt, dies sei besonders im Westend so, irrt aber. Mehr Von Thorsten Winter, Frankfurt

30.01.2016, 17:03 Uhr | Rhein-Main

Renzi auf der Titanic

Von Tobias Piller

Italiens Ministerpräsident Renzi will höhere Schulden machen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Das zeigt vor allem, dass er die Wirtschaftsprobleme seines Landes nur ausschnittsweise versteht. Mehr 2 5


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden

Grafik des Tages Was kostet eigentlich ein Kampfflugzeug?

Amerika leistet sich sehr teure Kampfflugzeuge. Vor allem die Tarnkappentechnologie kostet viel Geld. Mehr 2