Home
http://www.faz.net/-gqi-7gra3
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Deutsche Wohnen will GSW übernehmen Immobilienbranche steht vor einer Großfusion

Ein Großer der deutschen Immobilienbranche will einen anderen schlucken. Damit entstünde ein Unternehmen mit mehr als 100.000 Wohnungen allein in Berlin und die zweitgrößte deutsche Wohnimmobiliengesellschaft.

© Deutsche Wohnen Vergrößern Auch das Unesco-Weltkulturerbe „Weiße Stadt“ in Berlin-Reinickendorf gehört zum Bestand der Deutsche Wohnen.

Die Deutsche Wohnen AG will den Konkurrenten GSW Immobilien übernehmen. Vorstand und Aufsichtsrat hätten ein entsprechenden Umtauschangebot an die GSW-Aktionäre beschlossen, teilte Deutsche Wohnen am Dienstag mit. Kommt das Geschäft zustande, entstünde nach Börsenwert und Zahl der Wohnungen die zweitgrößte private Wohnimmobiliengesellschaft in Deutschland. Zusammen besäßen GSW und Deutsche Wohnen 150.000 Wohnungen, gut zwei Drittel davon in Berlin. Der Marktführer Deutsche Annington hat rund 180.000 Wohnungen im Portfolio.

Die Deutsche Wohnen will die Übernahme mit einer Kapitalerhöhung finanzieren, über die die Aktionäre Ende September entscheiden sollen. Für 20 Aktien der GSW Immobilien AG bietet Deutsche Wohnen 51 eigene neu auszugebende Papiere. Deutsche Wohnen gab den Wert des Portfolios nach einem Zusammenschluss mit etwa 8,5 Milliarden Euro an. Die GSW wollte das Übernahmeangebot zunächst nicht kommentieren. Ein Unternehmenssprecher kündigte aber eine Stellungnahme im Laufe des Tages an.

Infografik / Die größten Immobilienkonzerne

Deutsche Wohnen erwartet nach der Übernahme Einsparmöglichkeiten in Höhe von rund 25 Millionen Euro pro Jahr. Auch die Ertragskraft soll sich  verbessern. Die Übernahme knüpft Deutsche Wohnen an die Bedingung, dass mindestens 75 Prozent der GSW-Aktionäre die Offerte annehmen.

Das Übernahmeangebot durch Deutsche Wohnen ließ den GSW-Aktienkurs am Vormittag um rund 8 Prozent deutlich steigen. Die Titel von Deutsche Wohnen verloren dagegen 3,3 Prozent. Rund 40 Prozent der eigenen Aktionäre seien auch bei GSW investiert, sagte Deutsche-Wohnen-Chef Michael Zahn in einer Telefonkonferenz. Bei vollständiger Annahme des Angebots würden die GSW-Aktionäre rund 43 Prozent an der vergrößerten Deutsche Wohnen AG halten.

  GSW IMMOBILIEN AG
Aktueller Kurs -- 
Veränderung -- (--)
52 Wochen Hoch --
52 Wochen Tief --

Mehr zum Thema

Quelle: dpa/Reuters

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Baugenehmigungen In diesen Großstädten bleiben Wohnungen Mangelware

Die niedrigen Zinsen sorgen derzeit für einen Bauboom in Deutschland. Doch in einigen Großstädten passiert viel zu wenig. Und viele Wohnungen entstehen gerade nicht dort, wo sie am dringendsten benötigt werden. Mehr

18.08.2014, 17:08 Uhr | Finanzen
Termine des Tages Pflege in Deutschland

Der Arbeitgeberverband Pflege e.V. nimmt zur Pflegewirtschaft in Deutschland Stellung, Sixt präsentiert die Ergebnisse für das zweite Quartal und in Lindau findet die Tagung der Preisträger des Nobel-Gedächtnispreises für Wirtschaftswissenschaften statt. Mehr

18.08.2014, 10:46 Uhr | Wirtschaft
Mittelstandsanleihen-Ticker Laurèl leidet unter Russlandkrise

Das Anleihen-Rating der MS Deutschland sinkt auf „B-“, die Deutsche Forfait zeigt einen Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals an. Mehr

01.09.2014, 16:39 Uhr | Finanzen
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 20.08.2013, 08:34 Uhr

Fast wie im Roman

Von Carsten Knop

Smartphones werden zur digitalen Wunderwaffe. Dass wir ihnen viele Daten anvertrauen, macht uns ein mulmiges Gefühl. Aber die Bequemlichkeit siegt. Mehr 5

Umfrage

Nerven Sie geschäftliche Mails im Feierabend?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Viel Geld für Werbung im Internet

Unternehmen investieren stark in Onlinewerbung – so auch Germanwings. Nur der Autobauer Volkswagen und die Auktionsplattform Ebay geben hierzulande mehr dafür aus. Mehr