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Fernverkehr : Die Rabattkarte für den Postbus kommt

Die Fernbusse machen der Deutschen Bahn seit Längerem Konkurrenz. Bild: dpa

Fernbusse und Bahn konkurrieren seit der Marktöffnung um Passagiere im Fernverkehr. Nun imitiert ein Busunternehmen auch noch das Belohnungssystem für Vielfahrer.

          Weil ihr die Fernbusse immer mehr Reisende abjagen, verzichtet die Deutsche Bahn dieses Jahr auf Preiserhöhungen im Fernverkehr. Nach der Anfang Oktober verkündeten guten Nachricht für die Bahnkunden eröffnet nun die Deutsche Post die nächste Runde: Als erster Anbieter wirbt sie mit einer an die „Bahncard“ angelehnten Rabattkarte um Fernbus-Passagiere.

          Helmut  Bünder

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Für 25 Euro im Jahr gibt es auf die Postbus-Tickets einen Nachlass von 25 Prozent. Der gilt auch für Fahrkarten mit Aktions- und Sonderpreisen, nicht aber bei internationalen Fahrten mit Kooperationspartnern. Im Gegensatz zu ihren Pendants bei der Bahn läuft die Rabattkarte für den Postbus nach 12 Monaten automatisch aus, ohne Kündigung und Formalitäten. Der Postbus sei der „klare Qualitätsführer im deutschen Fernbusmarkt“, sagte Joachim Wessels, Geschäftsführer der Bus-Tochtergesellschaft.

          Diesem Anspruch müsse auch sein neues Kundenbindungsprogramm genügen. Das Gegenstück zu der von der Post beanspruchten Qualitätsführerschaft sind allerdings relativ hohe Preise, wie die einschlägigen Vergleichsportale zeigen. So ist die Rabattkarte auch eine Reaktion darauf, dass der Postbus bei besonders preisbewussten Kunden selten die erste Wahl ist. Marktführer mit weitem Abstand vor der Post ist nach den Zahlen des Berliner IGES-Instituts MeinFernbus Flixbus. Gemessen an den angebotenen Fahrplankilometern kam er zum Stichtag 1. Juli auf 71 Prozent Marktanteil, der Postbus auf 12 Prozent.

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