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Donnerstag, 20. Juni 2013
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Deutsche Börse Nyse-Aktionäre segnen Fusion ab

 ·  Der nächste Schritt zum weltgrößten Börsenbetreiber ist getan: Die Aktionäre der New York Stock Exchange haben für die Fusion mit der Deutschen Börse plädiert. Nun ist die deutsche Seite am Zug.

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Deutsche Börse und New York Stock Exchange (Nyse) sind sich einen großen Schritt nähergekommen. Am Donnerstag haben die Aktionäre der amerikanischen Seite für die Fusion zum weltgrößten Börsenbetreiber gestimmt. 96 Prozent der Abstimmenden haben nach einer vorläufigen Auszählung für den Zusammenschluss plädiert oder knapp 66 Prozent aller Nyse-Anteilseigner. Nötig war eine Zustimmung von mindestens 50 Prozent.

Die Nyse hatte eigens eine Hauptversammlung in New York einberufen. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Abstimmungsergebnis“, sagte Nyse-Verwaltungsratschef Jan-Michiel Hessels. Und Konzernchef Duncan Niederauer ergänzte: „Das gibt uns viel Zuversicht.“ Dem geplanten Zusammenschluss waren mehrere erfolglose Anläufe vorausgegangen, zwischenzeitlich hatte auch die amerikanische Technologiebörse Nasdaq das Unterfangen mit einem eigenen Übernahmeangebot torpediert.

Bedenken bei Europas Wettbewerbshütern

Anteilseigner der Deutschen Börse stimmen nur indirekt über die Fusion ab: Sie haben noch bis einschließlich kommender Woche Mittwoch Zeit, ihre Aktien in Papiere der neuen gemeinsamen Holding umzutauschen. Versüßt werden soll ihnen der Umtausch mit einer Sonderdividende von 2,00 Euro je Anteilsschein. Die Frist kann jedoch nochmals um zwei Wochen verlängert werden.

Die amerikanischen Aktionäre erhalten eine Sonderdividende von 1,37 Dollar pro Aktie, wenn der Zusammenschluss durch ist. Allerdings müssen noch Wettbewerbshüter und Aufsichtsbehörden auf beiden Seiten des Atlantiks zustimmen - und sie werfen ein strenges Auge auf die Pläne. Schließlich soll der weltgrößte Börsenkonzern entstehen, führend unter anderem im Derivatehandel. Europas Wettbewerbshüter haben bereits Bedenken signalisiert.

Bis Ende des Jahres wollen Deutsche Börse und Nyse Euronext aber die letzten Hindernisse aus dem Weg geräumt haben und unter dem Dach einer Holding in den Niederlanden verschmolzen sein. Die deutsche Seite wird 60 Prozent am neuen Unternehmen halten, Konzernchef wird jedoch Nyse-Lenker Niederauer.

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