http://www.faz.net/-gqe-8m75t

Deutsche Bank : Wohl keine Einigung über Strafzahlungen

  • Aktualisiert am

Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main Bild: dpa

Beim Treffen mit ranghohen Vertretern der amerikanischen Justiz hat Deutsche-Bank-Chef Cryan angeblich keine Einigung über die Strafzahlungen erzielt. Derweil prüft die Bank weiterhin Schadenersatzansprüche gegen frühere Vorstände.

          Ohne Einigung endete das Spitzengespräch von Deutsche-Bank-Chef John Cryan mit ranghohen Vertretern des amerikanischen Justizministeriums am Freitagabend, berichtet „Bild am Sonntag“. Cryan hatte sich in Washington mit den Topbeamten zu Verhandlungen über die möglichen Milliardenstrafen getroffen, die der Bank wegen ihrer Rolle in der amerikanischen Immobilienkrise und mutmaßlicher Beihilfe zur Geldwäsche im Russlandgeschäft drohen.

          Zuvor hatte es in Medienberichten geheißen, die Bank habe sich wegen der Immobilienkreditgeschäfte auf eine Strafe von 5,4 Milliarden Dollar statt der ursprünglich geforderten 14 Milliarden verständigt, eine Bestätigung für die Einigung gibt es aber nach wie vor nicht. Eine Banksprecherin wollte sich auf Anfrage nicht zum Ergebnis der Gespräche von Cryan mit den amerikanischen Behörden äußern.

          Gespräche auf Regierungsebene

          Nach Informationen der Zeitung prüft die Deutsche Bank weiterhin Schadenersatzansprüche gegen frühere Vorstände, darunter die Ex-Chefs Anshu Jain und Josef Ackermann. Wie aus Bankenkreisen zu hören ist, sei noch nicht absehbar, wann das Untersuchungsergebnis vorliegen wird. Teile der Millionen-Boni von Jain und anderen Ex-Vorständen seien aber nach wie vor eingefroren. Auch hierzu äußerte sich die Bank-Sprecherin nicht.

          Unterdessen wurde ebenfalls bekannt, dass die Strafzahlung gegen die Deutsche Bank nun offenbar auch auf Regierungsebene zum Thema zwischen Berlin und Washington wird. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich auf Berliner Regierungskreise, die diese „diskreten“ Gespräche erstmals bestätigen.

          Die vom amerikanischen Justizministerium angedrohte Strafe in Höhe von 14 Milliarden Dollar würde die von der Deutschen Bank zu diesem Zweck gebildeten Rücklagen deutlich übersteigen. Die Aktie der größten deutschen Bank befindet sich ohnehin auf Talfahrt. Gerüchte über Notfallpläne der Bundesregierung für eine Rettung der Deutschen Bank beschleunigten diese in der vergangenen Woche zusätzlich. Das Finanzministerium dementierte solche Pläne jedoch.

          Quelle: FAZ.NET

          Weitere Themen

          Zurück zum Klimaschutz Video-Seite öffnen

          Rex Tillerson : Zurück zum Klimaschutz

          Die Vereinigten Staaten könnten nach Aussage von Außenminister Rex Tillerson doch im Pariser Klima-Abkommen bleiben. Trump hatte den Ausstieg damit begründet, dass es der US-Wirtschaft schade und die nationale Souveränität beschränke.

          „Maria“ erreicht die Karibik Video-Seite öffnen

          Nächster Monster-Hurrikan? : „Maria“ erreicht die Karibik

          Der Wirbelsturm „Maria“ in der Karibik hat weiter an Kraft gewonnen und wurde vom Nationalen Hurrikan-Zentrum der Vereinigten Staaten auf die höchste Kategorie 5 heraufgestuft. „Maria“ werde zu einem möglicherweise katastrophalen Hurrikan, hieß es weiter. „Maria“ ist in diesem Jahr bereits der vierte starke Hurrikan über dem Atlantik.

          Topmeldungen

          Trumps UN-Rede : Feurige Worte und tödliche Missverständnisse

          Donald Trump hebt die Bedeutung „souveräner Nationalstaaten“ hervor und teilt gegen Nordkorea aus. UN-Generalsekretär Guterres mahnt zur Einigkeit – mit einem Seitenhieb gegen den amerikanischen Präsidenten.
          Polizisten beobachten das Geschehen auf der Wiesn. Auch auf dem diesjährigen Oktoberfest kam es bereits zu sexuellen Übergriffen.

          Anstieg von Sexualstraftaten : Warnungen eines Wahlkämpfers

          Bayerns Innenminister Herrmann rühmt sich mit der hohen Sicherheit in seinem Bundesland. Die Zunahme der Sexualstraftaten – sowohl durch Deutsche als auch Ausländer – ist jedoch alarmierend.
          Mathias Döpfner beim Zeitungskongress in Stuttgart.

          Verleger gegen ARD : Was Döpfner wirklich gesagt hat

          Der Verleger-Präsident Mathias Döpfner hält eine feurige Rede und teilt gegen die Medienpolitik, ARD und ZDF aus. Die ARD-Chefin Wille reagiert wie zu erwarten mit einem Beißreflex. Und produziert „Fake News“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.