17.10.2008 · Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann will in diesem Jahr keinen Bonus bekommen. Er verzichte zugunsten verdienter Mitarbeiter, die das Geld nötiger hätten als er, sagte Ackermann laut einem Medienbericht. Damit wolle er „ein ganz persönliches Zeichen der Solidarität setzen“.
Von Hanno Mußler und Manfred SchäfersDer Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, verzichtet in diesem Jahr auf einen Großteil seines Gehaltes; auf den Teil, der vom Erfolg der Bank abhängt. Die Bank werde außerdem kein Geld aus dem Rettungsfonds des Staates in Anspruch nehmen, sagte Ackermann nach Informationen von Spiegel Online auf einer Führungskräftetagung. „Ich habe dem Aufsichtsrat der Deutschen Bank mitgeteilt, dass ich in diesem schwierigen Jahr auf meinen Bonus verzichte - zugunsten verdienter Mitarbeiter, die das Geld nötiger haben als ich“, sagte Ackermann der Zeitung Bild am Sonntag.
Die übrigen drei Vorstandsmitglieder der Bank hätten sich dem Schritt angeschlossen. Auch die Mitglieder des Aufsichtsrats verzichteten auf den variablen Vergütungsanteil, hieß es am Donnerstag aus der Deutschen Bank. Auf wie viel Geld Ackermann verzichtet, lässt sich nicht sagen, da das Geschäftsjahr noch nicht zu Ende ist und damit der Gewinn der Bank noch nicht feststeht. Im vergangenen Jahr hatte der Vorstand der Deutschen Bank insgesamt 33,2 Millionen Euro erhalten. Lediglich 4,3 Millionen Euro davon waren erfolgsunabhängig. Allerdings macht die Deutsche Bank in diesem Jahr voraussichtlich weniger Gewinn.
Bericht über Bezahlung des Bundes
Unterdessen ist bekannt geworden, dass der Bund seinen Managern ein Vielfaches von dem zahlt, was Bundesfinanzminister Peer Steinbrück bereit ist, Bankmanagern zu zahlen, die Hilfe des Staates in Anspruch nehmen. Bei den börsennotierten Aktiengesellschaften kommen viele Vorstandsmitglieder auf 1,5 oder 2 Millionen Euro. Das ist das Drei- bis Vierfache der Summe, die Steinbrück als Obergrenze für die obersten Bankangestellten genannt hat. Das geht aus einem Bericht des Finanzministeriums vom 15. Oktober an den Haushaltsausschuss hervor.
Der Bericht liefert zwar nur für wenige Gesellschaften individuelle Angaben, aber aufschlussreich sind schon die Kategorien, die Haushaltsstaatssekretär Karl Diller liefert. Danach gibt es in den Beteiligungen des Bundes drei Gruppen. Zur ersten heißt es: „Bei börsennotierten Aktiengesellschaften und anderen Großunternehmen wie der Deutschen Bahn AG bewegt sich die Gesamtvergütung des Vorstands (etwa sechs bis acht Personen) in einem Bereich von 12 bis 16 Millionen Euro im Jahr.“
Zur zweiten zählen mittelgroße Unternehmen (mehr als tausend Beschäftigte, 200 Millionen Euro Umsatz). Dort beliefen sich die Gesamtbezüge der Geschäftsführung aus zwei bis drei Personen auf rund 500.000 Euro bis eine Million Euro. Die dritte Gruppe bilden kleinere Unternehmen. Dort bewegt man sich nach dem Bericht im Bereich von 100 000 bis 500 000 Euro für ebenfalls zwei bis drei Personen.
Ich muss mal laut lachen!
Tim TAusend (Fazdenker)
- 17.10.2008, 09:44 Uhr
Höhnisch und Frech noch immer der Victory Mann, ohne Rückgrat und dazu dumm
rock n roll (waldweit)
- 17.10.2008, 10:17 Uhr
Zeigen Sie Größe Herr Ackermann.
Hans-Werner Bender (DRHWB)
- 17.10.2008, 10:26 Uhr
dass der Bund seinen Managern ein Vielfaches von dem zahlt, ...
Rainald Maaß (dr.maass)
- 17.10.2008, 10:37 Uhr
Beifall klatschen
Rudolf Ortwein (rudi.rotwein)
- 17.10.2008, 11:08 Uhr
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