21.06.2012 · In ihrem ersten gemeinsamen Interview plädieren die neuen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank gegen gemeinsame Anleihen aller Euroländer. Eurobonds würden nicht helfen, die Probleme Europas kurzfristig zu lösen, sagten Jain und Fitschen der F.A.Z. Sie wollen ihre Bank wieder zum voll akzeptierten Partner der Realwirtschaft machen.
Von Gerald Braunberger, Carsten Knop, Holger SteltznerRichtlinien für Lesermeinungen
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Den Deutsche Bank-Bankern ist klar, daß ihr angedachtes
Geschäftsfeld Deutschland durch den politischen Fallout von
Euro-Bonds (wenn die Deutschen realisieren, wie sie verkauft wurden) so
destabilisiert, radikalisiert und vergiftet wäre, daß sich
dort keine vernünftgen Geschäfte mehr machen lassen.
So geben sie aus legitimem Eigennutz die richtigen Ratschläge.
kurzfristig tiefgreifende Reformen ihrer Arbeitsmärkte auf den Weg bringen,
das ist natürlich nicht nur illusionär und politisch kaum durchsetzbar, sondern vermutlich wegen der kurzfristigen Verschlechterung des Volkseinkommens keine wirkliche Option. Alternativ steht immer die Währungsoption zur Verfügung, die im Fall PIIGS das Verlassen eines schädlichen Währungsraums bedeutete. Es sollte möglich sein, kurz- und mittelfristig eine Zweitwährung heranzuziehen, um politisch schwierige Anpassungen auf dem Arbeitsmarkt oder auf dem Gütermarkt mit Anstand zu realisieren. Die verbale Ablehnung von Eurobonds ist natürlich nur ein aktuelles Zugeständnis für die Gestaltung einer "kompatiblen" Wohlfühlbankenunion, bei der man die eigenen Stärken und Schwächen ausreichend berücksichtigt haben will. Langfristig bleibt für Banken das unausgesprochene Ziel, die Geldschöpfung so weit wie möglich ins Unendliche zu prolongieren, aber davor beware uns eine einsichtige Politik, die sich an der Inlandswertschöpfung orientieren sollte und nicht am "Hans im Glück".
wettbewerbsfähigkeit erhöhen statt Eurobonds!
Das Eurobonds nun wirklich der falsche Weg sollte klar sein, wenn man das Spiel ein wenig weiterdenkt: Der Markt bewertet die Staatsfinanzen und preist die aktuellen Informationen in diese Preise ein bzw. die Preise sind die verfügbare Information. Was passiert, wenn die finaziell in extremen Schwierigkeiten steckenden Länder nun wieder künstlich verbilligtes Geld bekommen? Der Sparanreiz geht zurück, aber an der Wettbewerbsfähigkeit wird sich nichts ändern, denn diese anzupassen kostet Zeit und tut weh (wovon Deutschland, der einst so kranke mann Europas ein Liedchen singen kann, wenn auch der Prozeß, fairerweise, nicht so schmerzhaft war, wie bei den Griechen). Jegliche Variante der Eurobonds teert den Weg für die flächendeckende Einführung der "ganz normalen Eurobonds"!
Warum wollen Jain und Fitschen unbedingt den Eindruck erwecken,
dass eine gewählte Regierung umsetzt, was ihr eine
börsennotierte, nichtstaatliche Bank empfiehlt? Insbesondere, wenn
ohne Gegenleistung Milliarden Steuergelder in diese Branche geschaufelt
werden? Wollen sie damit das Vertrauen der Wähler in eine
unabhängige Politik stärken?
Wir hoffen doch, dass Jain und Fitschen nicht andeuten wollen, dass der
Einfluss der Deutschen Bank auf die mächtigste Euro-Regierung
derzeit in irgendeinem Zusammenhang mit Akquisitionsplänen in
Spanien stehen könnte...
Wie sollen Schuldenländer "Vertrauen
zurückgewinnen", wenn sie den Eindruck gewinnen, dass eine
schmerzliche polizeiliche Behandlung von Demonstranten, welche sich
gegen die nationalen "tiefgreifenden Reformen ihrer
Arbeitsmärkte" empören, auf Ratschlag einer Privat-Bank
oder ihrer Lobbyisten verordnet wurde?
Jedenfalls mir will das Ziel einer solchen Kommunikationspolitik nicht
einleuchten. Vielleicht habe ich aber auch nur den ganz großen
Geheimplan dahinter nicht erkannt?
MfG Martha Strinz
Ihr Auftrag: Dem Euro ein Zeichen setzen: €
Kann ich voll unterschreiben, dass es wichtig ist, für die weitere Stabilität des Euros, ein Zeichen zu setzen und die Griechen nicht aus dem Euro zu lassen. Es geht um Vertrauen. Ein Zeichen wäre es auch, wenn die Deutsche Bank die Britten überzeugen könnten, das £ aufzugeben. Der sfr ist bereits eng an den Euro gekoppelt. Es kann nicht sein, dass Gelder aufgrund fehlenden Vertrauens in Nicht-Euro-Länder fließen. Vielmehr ist es wichtig, in Tangible Assets zu investieren, anstatt in eingepackte Risiken in Derivaten. Dazu gibt es Anlass: die Energiewende verlangt dringend benötigte Anschubfinanzierungen, z.B. In Infrastrukturen, die von Europa in der EU als Programm gemeinsam gemanaged werden müssen. Und da sind wir wieder beieinander: Die Sonne und der Wind in den Mittelmeeranrainerstaaten. Ackermann hat dem Kurs der DeuBa-Aktie nicht gut getan. Ich wünsche den beiden Erfolg.
Stärkere Arbeite mit der Realwirtschaft bedeutet auch weniger Finanzierung der Staats-
Finanzen (abgesehen evtl. von langfristigen Infrastrukturinvestitionen), da diese eben keine Realwirtschaft ist. Die Staatsverschuldung in allen europäischen Länder (inkl. D) ist ja leider nicht die Folge von hohen Infrastruktur-Investitionen, sondern von laufenden Personalausgaben (50-70%) und Umverteilung. Nicht einmal die angeblich so hohen Ausgaben für Bildung, deren Personalkosten als Investition betrachtet werden können, wenn dabei nicht unnötige Universitätsabschlüsse erzegt werden, für die keine Arbeitsplätze existieren, sind ein wirklich großer Anteil an diesen Ausgaben. Und für Sicherheit (Militär, Polizei und Rechtswesen) wird mangels Popularität auch immer weniger (und als Anteil inzwischen recht wenig ausgegeben). Wenn die Banken können, sollten sie also tatsächlich die Finger von allen europäischen Staatsanleihen lassen und lieber Mittelstandskredite, Startup-Finanzierungen etc. machen. Da klingen die beiden ja recht vernünftig.
An Widersinnigkeit nicht zu übertreffen
oder für wie dämlich hält diese Regierung und Teile der Opposition eigentlich? Dieser Fiskal-Pakt ist eine derart blatante Augenwischerei, dass man als denkender Mensch vor Scham in den Boden versinken möchte. Griechische oder spanische Beamte sollen dann überprüfen, ob ihre jeweiligen Länder nicht mehr ausgeben, als gestattet ist. Wenn dem nicht so ist, sollen diese "Prüfer" ihr Land und Regierung bei der EU anzeigen. Wer diesen Hütchenspielern noch immer glaubt und vertraut, gehört in die Anstalt. Welche Psychiater weisen unsere Politiker endlich ein?
Mittlerweile wissen wir doch alle, dass die Interessen der Bankvorstände ganz andere sind als die der normalen arbeitenden Bevölkerung.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.06.2012 17:05 UhrDas ist auch gut so...
....denn ich traue Ihnen nicht zu, dass Sie eine Bank von Weltruhm
führen könnten!!! Das Banken die kausale Ursache der
Weltwirtschaftskrise sind...und auch jetzt wieder nicht die Unschuldigen
spielen können...das wissen wir alle. Aber warum sollen sich
Bankvorstände an die Interessen der arbeitenden Bevölkerung
halten? Dem Himmel sei Dank ist dem nicht so!!!
Man kann ja mal darüber reden. Aber die Realität spielt in Brüssel wo ganze Heerscharen von Lobbyisten alles unternehmen um bloß nicht reguliert zu werden. Die Deutsche Bank nimmt jedes Geschäft mit. Wenn es Eurobonds werden, dann eben auch Eurobonds. Für die Politik hat man die alten neoliberalen Rezepte. Für die Gallery die inszenierte Selbstkritik und am Buffet lacht man sich kaputt über die naiven Deppen. Die Bank "die Leiden schafft" ist eiskalt und berechnend und wird weiter alles was sich in den Weg stellt versuchen zu vernichten.
Hauptsache United States und United Kingdom können Europa nicht mehr abzocken
Ganz bestimmt haben die EUROBONDS Befürworter noch nicht bedacht, dass die Abzocke dadurch nicht automatisch beendet ist. Den Alarmisten jenseits des Atlantiks sei daher gesagt, dass wer seine Tea-Party-Bewegung nicht in den Griff bekommt, von uns Europäern nicht verlangen darf, schleunigst für klar Verhältnisse zu sorgen. Auch wir können nämlich "abwarten und Tee trinken". Ausserdem ist unsere Liebe zur Natur so ausgeprägt, dass wir nach dem Gipfel in Rio ganz einfach mal wirtschaftlichen Stillstand riskieren, damit sich die Natur auch ohne Verträge erholt. Natürlich ist es ein Drama, wenn Obama demnächst von einem Milliardär abgelöst wird, doch kann der ja vielleicht viel eher in die Rolle des Wohltäters schlüpfen. Und Cameron soll sich sein Geld weiter bei den Indern und deren Kindern leihen. Kontinentaleuropa ist jedenfalls keine Kolonie für Kapitalisten, denen nichts anderes einfällt als Monster zu züchten und danach auch noch zu mästen.
..."Das wäre erst dann denkbar, wenn wir wirklich eine Politische Union hätten. ...
...Aber das ist noch nicht der Fall."
...und die werden wir wohl auch nicht bekommen, da sie aus Sicht vieler
Europäer mehr Schaden als Nutzen anrichten würde. Schon heute
hört man allenthalben die Klagen über "Brüssel".
» Subsidiarität als zentrales Prinzip wird durch
Zentralisierung ersetzt
...und zwar bis in die kleinsten Bereiche...
» statt europäischer Vielfalt in Eigenverantwortung gibt es Bevormundung
...und der Kommissar geht um...
» statt schlanker Verwaltung gibt es bürokratische Monster
...teilweise sogar außerhalb der Gerichtsbarkeit (ESM)
» statt rechtskonformen Handeln gibt es "alternativlose" Hau-Ruck-Aktionen
...No-Bail-Out wurde an einem einzigen Wochenende kassiert
...damit sind europäische Verträge kaum noch das Papier wert
auf dem sie stehen
» statt freier Diskussion gibt es "wer nicht dafür ist,
hat es nicht verstanden"
...ist eigentlich ein gefährlicher Nationalist
...und er setzt den Frieden in Europa aufs Spiel.
Diese Hybris führt Europa in den Abgrund.
Wichtig ist, dass die Diskussion um den Euro versachlicht wird. Das heißt insbesondere, dass ökonomische Argumente nicht deshalb verdammt werden, weil sie sich gegen eine vermeintlich glücklich machende Geld- und Eurovermehrung richtet, die man für die ausufernde Staatsfinanzierung benötigt. Dafür ist auch dieser Beitrag, den hier professionelles Haus wie Deutsche Bank leistet, wichtig. Denn man darf hier nicht vergessen, dass diese Bank nicht mit Steuergeldern gestützt werden musste.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.06.2012 16:14 UhrDas ist nicht ganz richtig
Ackermann hat es clever gemacht. Er hat Merkel ins Ohr geflüstert wer zu retten ist. Es waren immer Banken bei denen die DB sehr engagiert war. Wäre die IKB oder HRE nicht gerettet worden mit Steuermilliarden, wäre die DB Pleite. Aus Amerika kamen übrigen auch Steuergelder von AIG 11,8 Milliarden Dollar! Und die Deutsche Bank hat keine Steuern erhalten?
You talked the talk, now walk the walk
Die beiden Deutsche Bank Chefs hätten nicht besser sprechen
können. Ganz richtige Aussagen. Jetzt hoffe ich, daß sie auch
tun, was sie sagen. Bei Quote, Regierungsberatung, Treue zu Deutschland...
Ich stehe zu Joseph Ackermann - aber als er beim Amtsantritt
Ähnliches zum Kurs der Deutsche Bank Aktien sagte, habe ich es
geglaubt, gekauft und mit Aktien und Calls Geld verloren.
Die Trennung zwischen Bank und Realwirtschaft sei in ihrer Meinung "kuenstliche"....!
Vielleicht wunschen sie ironisch sein. Was sie sagen ist gut, was kann
man tun, ob wird es so und sie richtig das wollen, ist es natuerlich
anders. Sieht es mir aus dass meinen die endlich erst zu ihrer Firma die
Leute beachten lassen. Ja, die Anleihen sind nicht so benutzvoll...was
braucht man deshalb, um die Oekonomie wieder zu starten?
PS Ich arbeite bei einer italienischen Bank, darueber sagte man vor
kurzen Zeit die Deusche Bank die nehmen wird auf.
Wetten das die deutsche Bank die die erste ist...
..die SOFORT ein Geschäft mit Eurobonds macht, wenn es doch welche
geben sollte ?
Hier sprechen doch zwei unerträgliche Opportunisten, die ihr
Fähnchen, mal wieder, nur in den Wind der öffentlichen Meinung hängen.
Ich würde mich nicht wundern, wenn die selben Manager in Frankreich
ein völlig anderes Interview geben würden, denn da sind
Politik und öffentliche Meinung völlig anders gepolt als in Deutschland.
Das ist Thilo Sarrazin. Er versteht etwas von Politik, politischer
Taktik, Verwaltung, Rethorik als geübter Redenschreiber, von
Finanzen und Wirtschft als Bankvorstand... und er ist, vor allem,
unparteiisch. Je mehr S. verdroschen werden soll, umso vorsichtiger und
neutraler ist er geworden. Wenn er sagt, "Europa bedarf des Euro
nicht", hat er zweifelsfrei Recht. Wenn Jain und Fitschen
Interviews geben, lugt zweierlei hindurch: Nur kein Zusammenprall mit
dem Staat, nur kein Ärger mit den Anteilseignern.. .und schon ist
jeder Satz zu relativieren.
Das ist das Korsett, in das sich die beiden pressen.
Liebe Leserinnen und Leser, was hat man von diesen beiden Herren auch
erwarten können?! Banker, Investmentbanker! Per Defiition gierig!
Sie zocken rum, ob mit Rohstoffen oder Hypotheken, sowohl in den USA als
auch in Spanien oder Irland, ruinieren ganze Länder, auch in
Griechenland nagt die Bevölkerung am Hungertuch... Statt dessen
brauchen wir gerade jetzt die Eurobonds, wie sie übrigens auch
schon Präsident und Nobelpreisträger Obama forderte.
Schließlich sind wir eine Solidargesellschaft. Außerdem
muß Deutschland nur genügend bürgen, dann muß es
niemals haften. Und außerdem hätten wir noch die
Möglichkeit, für die das italienische Parlament unlängst
mehrheitlich votierte: Die vollständige Haftung der EZB für
alle europäischen Staatsschulden. Darüber hinaus möchte
ich noch erinnern, was Sarah Wagenknecht vor kurzem in einem leider nur
wenig beachteten Interview sagte: Unser Ziel muß sein, den
weltweiten Finanzkapitalismus zu vernichten!
Ihr Dr. Klaus Hohlhausen
Geht's noch führender?
Es geht, werter Dr. H.: Herr Krugman belegt auf der Rangliste der
meistzitierten Wirtschafswissenschaftler Rang 17. Prof. E. Prescott,
Wirtschaftsnobelpreisträger 2004, belegt Rang 4. Seiner Ansicht
nach "genießt Krugman unter Fachleuten keinen Respekt",
da kein respektabler Makroökonom an die Wirkung von
Konjunkturstimulierung glaube. Und Harvard-Professor R. Barro hält
fest, dass Krugman nie wissenschaftlich zu Keynesianischer
Makroökonomie publiziert habe. Vielmehr argumentiere er so, wie es
für ihn politisch opportun sei. Dazu passt die Aussage von L.
Summers, Finanzminister unter Clinton, dass Krugman extreme
Vorschläge bevorzuge, da sie publikumswirksamer seien.
.
Schlußendlich erlaube ich mir den Hinweis, dass wir keinem
Führer folgen MÜSSEN. Schon gar keinem US-Präsidenten,
der "weiße" Politik im US-Interesse macht. Ich empfehle
statt dessen gesunden Menschenverstand (bürgen Sie für den
Hausbau aller Nachbarn in Ihrer Straße?) und Abschied vom Glauben
an die "silver bullet"
@Matthias (Krugman)
Mein lieber Herr Matthias, zu Krugman: Professor in Princeton und an der
London School of Economics und den Wirtschaftsnobelpreis 2008! Geht es
noch führender? Und genauso gut könnte man Präsident
Obama (dessen weiße Politik übrigens durch die US-Zentralbank
durch umfangreiche Ankäufe von amerikanischen Staatsanleihen
unterstützt wird) den Friedensnobelpreis absprechen! Nein mein
Lieber. Das Nobelpreiskommittee irrt nicht. Und delhalb müssen wir
diesen World Leaders folgen!
Ihr Dr. Klaus Hohlhausen
Troll statt Satire
Etwas weniger dick auftragen, dann schlittern Sie, in der Wahrnehmung
des Lesers, beim Trollen nicht gleich in die Satire ab.
Paul Krugman ein (führender) Ökonom...ich bitte Sie, das
würde nicht einmal Trittin glauben.
Bürgschaft ist Bargeld, lieber Herr Dr.
Gerne vermittele ich Kontakt zu Leuten die meinten, man müsse nur genug bürgen, dann würde es schon gehen. Jetzt zahlen sie - in realem Geld, Herr Hohlhausen - für die geschäftlichen Fehler ihrer Kinder oder Geschäftspartner. Gezockt haben die Staaten, nicht die Banken. Und noch mal kurz zurück auf Start: Die EZB soll also für die Staatsschulden haften, gehört aber bekannter Maßen den Staaten, die diese EZB mit Kapital ausstatten - das klingt mindestens echt italienisch, möglicherweise aber nach einem Fall für vroniplag. Meine Eltern hätten gesagt: Junge, lass Dir Dein Schulgeld wieder geben.
Außerdem muß Deutschland nur genügend bürgen, dann muß es niemals haften.
Respekt, Mr. Dr. Klaus Hohlhausen!!!
Mich hauts vom Hocker! Und:
"Die vollständige Haftung der EZB für alle
europäischen Staatsschulden."
Als unerläßliche Ergänzungsmaßnahme die Krise
dahinschmelzen läßt wie die Butter in der Sonne.
Ein ausgezeichneter und scharfsinniger Kommentar. Ehrlich.
@Rauscher, Teuber, Pfaff & Krugman
Liebe Herren, ich darf daran erinnern, dass eine ganze Reihe
führender Ökonomen, Nobelpreisträger...) Eurobonds
fordern: Stiglitz, Krugman, Bofinger, Flassbeck, Soros. Reicht das
für den Anfang und einen Nicht-Ökonomen? Und zum unbegrenzten
Bürgen: Ich darf erwähnen, dass Finanzminister Schäuble
erst gestern sagte, der Rettungsschirm für die spanischen Banken
muß groß genug sein, damit die Finanzmärkte nicht
wieder dagegen spekulieren. Darum geht es doch. Das Ungeheuer
Finanzmarkt zu zähmen und zu vernichten. Und was heißt
groß genug? Selbst ein Nicht-Mathematiker weiß doch, dass es
nichts größeres gibt als unendlich. Deshalb fordern wir
(Linke, aber eben nicht nur) das Deutschland für alles bürgen
soll, unbegrenzt, egal ob Bank- oder Staatsschulden. Die Banken
müssen natürlich sofort verstaatlicht werden. Und man
möge mir dann noch sagen, wo Schäuble, oben genannte & Co.
links sind. Vielen Dank
Ihr Dr. Klaus Hohlhausen
Werte Damen und Herren
"Außerdem muß Deutschland nur genügend
bürgen, dann muß es niemals haften."
Das KANN nur Satire sein. Merkt das niemand?
Sollte dies Satire sein ?
Dann ist es wahrlich gut gemacht !
Hoffentlich ist es Satire...
...so sozialistisch kann man doch außerhalb des Bundestags gar nicht sein!
War das jetzt Satire oder ernst gemeint?
Ich tippe auf ersteres.
Ab sofort kann jedes MdB sich auf die Deutsche Bank berufen – und verlassen
Das ist gute Nachricht, dass die Deutsche Bank zur Pflege der deutschen
Realwirtschaft zurückkehren will. Bravo. Deutsche Unternehmen
zahlen höhere Zinsen als der Staat und haben auch eine gute
Bonität, so entwickelt seit Beginn der DMark. Wer also – wie
ich - Eurobonds und Bankenunion ablehnt, kann sich ab sofort auf die
Deutsche Bank berufen. Das sollten möglichst viele MdB tun, zumal
der ESM Eurobonds durch die Hintertür bedeutet. Und noch etwas.
Jain und Fitschen lassen keinen Zweifel, dass die Euro-Arbeitslosigkeit
vorrangig überwunden werden muss. Wir Bürger sind also
gespannt, von unserer politischen Klasse zu hören, wie die seit
April 2010 laufenden Maßnahmen zur „Euro-Rettung“ dazu beitragen.
die deutsche Realwirtschaft
kann sicher auf Partner wie die Deutsche Bank verzichten. Es gibt sicher Alternativen um sich nicht auf eine dahergekrochene Bank einzulassen, der die Felle davon schwimmen.
Vernünftige Argumente gegen Eurobonds und Bankenunion, die man auch
von anderen in den vergangenen Tagen hören konnte.
„Die Sozialisierung der Verantwortlichkeiten ist keine
kurzfristige Lösung, gerade auch aus deutscher Sicht. Das wäre
erst dann denkbar, wenn wir wirklich eine Politische Union hätten.
Aber das ist noch nicht der Fall“.
Worte, die sich die Grünen, allen voran Trittin, dem die
Vergemeinschaft der Schulden nicht schnell genug geht, ins Stammbuch
schreiben kann.
Die Hoffnung, dass AM ihre Meinung dazu revidiert, ist bei mir sehr
gering. Hörte sie früher auf Ackermann, so bleibt die Frage,
hört sie nun auf Jain und Fitchen?
Die Viererbande in Brüssel arbeitet in ihrem Auftrag an der
Bankenunion und Fehler eingestehen... haben wir das bei einem Politiker
jemals erlebt?
Man will die Bank wieder zu einem verlässlichen Partner der
Realwirtschaft machen.
Vor einem Jahr hätte man solche Töne aus der Vorstandsriege
wohl kaum vernommen. Jetzt, da man sämtliche faulen Papiere bei der
EZB, sprich, bei Generationen von Steuerzahlern, abgeladen hat, wozu
unsere "Volks"vertreter diesen Herrschaften mit Steuergeldern
reichlich Zeit verschafft haben gibt man vor der Presse den Geläuterten.
Nur, wer einmal lügt...
Gerald Braunberger Jahrgang 1960, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.
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