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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Deutsche Bank Jain und Fitschen raten von Eurobonds ab

 ·  In ihrem ersten gemeinsamen Interview plädieren die neuen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank gegen gemeinsame Anleihen aller Euroländer. Eurobonds würden nicht helfen, die Probleme Europas kurzfristig zu lösen, sagten Jain und Fitschen der F.A.Z. Sie wollen ihre Bank wieder zum voll akzeptierten Partner der Realwirtschaft machen. 

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Wolfgang Richter

Umfeld

Den Deutsche Bank-Bankern ist klar, daß ihr angedachtes Geschäftsfeld Deutschland durch den politischen Fallout von Euro-Bonds (wenn die Deutschen realisieren, wie sie verkauft wurden) so destabilisiert, radikalisiert und vergiftet wäre, daß sich dort keine vernünftgen Geschäfte mehr machen lassen.
So geben sie aus legitimem Eigennutz die richtigen Ratschläge.

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Jürgen M. Backhaus

kurzfristig tiefgreifende Reformen ihrer Arbeitsmärkte auf den Weg bringen,

das ist natürlich nicht nur illusionär und politisch kaum durchsetzbar, sondern vermutlich wegen der kurzfristigen Verschlechterung des Volkseinkommens keine wirkliche Option. Alternativ steht immer die Währungsoption zur Verfügung, die im Fall PIIGS das Verlassen eines schädlichen Währungsraums bedeutete. Es sollte möglich sein, kurz- und mittelfristig eine Zweitwährung heranzuziehen, um politisch schwierige Anpassungen auf dem Arbeitsmarkt oder auf dem Gütermarkt mit Anstand zu realisieren. Die verbale Ablehnung von Eurobonds ist natürlich nur ein aktuelles Zugeständnis für die Gestaltung einer "kompatiblen" Wohlfühlbankenunion, bei der man die eigenen Stärken und Schwächen ausreichend berücksichtigt haben will. Langfristig bleibt für Banken das unausgesprochene Ziel, die Geldschöpfung so weit wie möglich ins Unendliche zu prolongieren, aber davor beware uns eine einsichtige Politik, die sich an der Inlandswertschöpfung orientieren sollte und nicht am "Hans im Glück".

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Manuel  Roth

wettbewerbsfähigkeit erhöhen statt Eurobonds!

Das Eurobonds nun wirklich der falsche Weg sollte klar sein, wenn man das Spiel ein wenig weiterdenkt: Der Markt bewertet die Staatsfinanzen und preist die aktuellen Informationen in diese Preise ein bzw. die Preise sind die verfügbare Information. Was passiert, wenn die finaziell in extremen Schwierigkeiten steckenden Länder nun wieder künstlich verbilligtes Geld bekommen? Der Sparanreiz geht zurück, aber an der Wettbewerbsfähigkeit wird sich nichts ändern, denn diese anzupassen kostet Zeit und tut weh (wovon Deutschland, der einst so kranke mann Europas ein Liedchen singen kann, wenn auch der Prozeß, fairerweise, nicht so schmerzhaft war, wie bei den Griechen). Jegliche Variante der Eurobonds teert den Weg für die flächendeckende Einführung der "ganz normalen Eurobonds"!

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Martha Strinz

Warum wollen Jain und Fitschen unbedingt den Eindruck erwecken,

dass eine gewählte Regierung umsetzt, was ihr eine börsennotierte, nichtstaatliche Bank empfiehlt? Insbesondere, wenn ohne Gegenleistung Milliarden Steuergelder in diese Branche geschaufelt werden? Wollen sie damit das Vertrauen der Wähler in eine unabhängige Politik stärken?

Wir hoffen doch, dass Jain und Fitschen nicht andeuten wollen, dass der Einfluss der Deutschen Bank auf die mächtigste Euro-Regierung derzeit in irgendeinem Zusammenhang mit Akquisitionsplänen in Spanien stehen könnte...

Wie sollen Schuldenländer "Vertrauen zurückgewinnen", wenn sie den Eindruck gewinnen, dass eine schmerzliche polizeiliche Behandlung von Demonstranten, welche sich gegen die nationalen "tiefgreifenden Reformen ihrer Arbeitsmärkte" empören, auf Ratschlag einer Privat-Bank oder ihrer Lobbyisten verordnet wurde?

Jedenfalls mir will das Ziel einer solchen Kommunikationspolitik nicht einleuchten. Vielleicht habe ich aber auch nur den ganz großen Geheimplan dahinter nicht erkannt?

MfG Martha Strinz

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Jörg Bergmann

Ihr Auftrag: Dem Euro ein Zeichen setzen: €

Kann ich voll unterschreiben, dass es wichtig ist, für die weitere Stabilität des Euros, ein Zeichen zu setzen und die Griechen nicht aus dem Euro zu lassen. Es geht um Vertrauen. Ein Zeichen wäre es auch, wenn die Deutsche Bank die Britten überzeugen könnten, das £ aufzugeben. Der sfr ist bereits eng an den Euro gekoppelt. Es kann nicht sein, dass Gelder aufgrund fehlenden Vertrauens in Nicht-Euro-Länder fließen. Vielmehr ist es wichtig, in Tangible Assets zu investieren, anstatt in eingepackte Risiken in Derivaten. Dazu gibt es Anlass: die Energiewende verlangt dringend benötigte Anschubfinanzierungen, z.B. In Infrastrukturen, die von Europa in der EU als Programm gemeinsam gemanaged werden müssen. Und da sind wir wieder beieinander: Die Sonne und der Wind in den Mittelmeeranrainerstaaten. Ackermann hat dem Kurs der DeuBa-Aktie nicht gut getan. Ich wünsche den beiden Erfolg.

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Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 21.06.2012 16:13 Uhr

Stärkere Arbeite mit der Realwirtschaft bedeutet auch weniger Finanzierung der Staats-

Finanzen (abgesehen evtl. von langfristigen Infrastrukturinvestitionen), da diese eben keine Realwirtschaft ist. Die Staatsverschuldung in allen europäischen Länder (inkl. D) ist ja leider nicht die Folge von hohen Infrastruktur-Investitionen, sondern von laufenden Personalausgaben (50-70%) und Umverteilung. Nicht einmal die angeblich so hohen Ausgaben für Bildung, deren Personalkosten als Investition betrachtet werden können, wenn dabei nicht unnötige Universitätsabschlüsse erzegt werden, für die keine Arbeitsplätze existieren, sind ein wirklich großer Anteil an diesen Ausgaben. Und für Sicherheit (Militär, Polizei und Rechtswesen) wird mangels Popularität auch immer weniger (und als Anteil inzwischen recht wenig ausgegeben). Wenn die Banken können, sollten sie also tatsächlich die Finger von allen europäischen Staatsanleihen lassen und lieber Mittelstandskredite, Startup-Finanzierungen etc. machen. Da klingen die beiden ja recht vernünftig.

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eduard kramer
eduard kramer (illampu) - 21.06.2012 16:11 Uhr

An Widersinnigkeit nicht zu übertreffen

oder für wie dämlich hält diese Regierung und Teile der Opposition eigentlich? Dieser Fiskal-Pakt ist eine derart blatante Augenwischerei, dass man als denkender Mensch vor Scham in den Boden versinken möchte. Griechische oder spanische Beamte sollen dann überprüfen, ob ihre jeweiligen Länder nicht mehr ausgeben, als gestattet ist. Wenn dem nicht so ist, sollen diese "Prüfer" ihr Land und Regierung bei der EU anzeigen. Wer diesen Hütchenspielern noch immer glaubt und vertraut, gehört in die Anstalt. Welche Psychiater weisen unsere Politiker endlich ein?

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Harry Haller

Die falschen gefragt

Mittlerweile wissen wir doch alle, dass die Interessen der Bankvorstände ganz andere sind als die der normalen arbeitenden Bevölkerung.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.06.2012 17:05 Uhr
Gus Savel
Gus Savel (gsavel) - 21.06.2012 17:05 Uhr

Das ist auch gut so...

....denn ich traue Ihnen nicht zu, dass Sie eine Bank von Weltruhm führen könnten!!! Das Banken die kausale Ursache der Weltwirtschaftskrise sind...und auch jetzt wieder nicht die Unschuldigen spielen können...das wissen wir alle. Aber warum sollen sich Bankvorstände an die Interessen der arbeitenden Bevölkerung halten? Dem Himmel sei Dank ist dem nicht so!!!

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jürgen beck
jürgen beck (j.beck) - 21.06.2012 15:28 Uhr

Alles bleibt anders

Man kann ja mal darüber reden. Aber die Realität spielt in Brüssel wo ganze Heerscharen von Lobbyisten alles unternehmen um bloß nicht reguliert zu werden. Die Deutsche Bank nimmt jedes Geschäft mit. Wenn es Eurobonds werden, dann eben auch Eurobonds. Für die Politik hat man die alten neoliberalen Rezepte. Für die Gallery die inszenierte Selbstkritik und am Buffet lacht man sich kaputt über die naiven Deppen. Die Bank "die Leiden schafft" ist eiskalt und berechnend und wird weiter alles was sich in den Weg stellt versuchen zu vernichten.

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Konstantin Schneider

Hauptsache United States und United Kingdom können Europa nicht mehr abzocken

Ganz bestimmt haben die EUROBONDS Befürworter noch nicht bedacht, dass die Abzocke dadurch nicht automatisch beendet ist. Den Alarmisten jenseits des Atlantiks sei daher gesagt, dass wer seine Tea-Party-Bewegung nicht in den Griff bekommt, von uns Europäern nicht verlangen darf, schleunigst für klar Verhältnisse zu sorgen. Auch wir können nämlich "abwarten und Tee trinken". Ausserdem ist unsere Liebe zur Natur so ausgeprägt, dass wir nach dem Gipfel in Rio ganz einfach mal wirtschaftlichen Stillstand riskieren, damit sich die Natur auch ohne Verträge erholt. Natürlich ist es ein Drama, wenn Obama demnächst von einem Milliardär abgelöst wird, doch kann der ja vielleicht viel eher in die Rolle des Wohltäters schlüpfen. Und Cameron soll sich sein Geld weiter bei den Indern und deren Kindern leihen. Kontinentaleuropa ist jedenfalls keine Kolonie für Kapitalisten, denen nichts anderes einfällt als Monster zu züchten und danach auch noch zu mästen.

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Eric Arnesen

..."Das wäre erst dann denkbar, wenn wir wirklich eine Politische Union hätten. ...

...Aber das ist noch nicht der Fall."

...und die werden wir wohl auch nicht bekommen, da sie aus Sicht vieler Europäer mehr Schaden als Nutzen anrichten würde. Schon heute hört man allenthalben die Klagen über "Brüssel".
» Subsidiarität als zentrales Prinzip wird durch Zentralisierung ersetzt
...und zwar bis in die kleinsten Bereiche...
» statt europäischer Vielfalt in Eigenverantwortung gibt es Bevormundung
...und der Kommissar geht um...
» statt schlanker Verwaltung gibt es bürokratische Monster
...teilweise sogar außerhalb der Gerichtsbarkeit (ESM)
» statt rechtskonformen Handeln gibt es "alternativlose" Hau-Ruck-Aktionen
...No-Bail-Out wurde an einem einzigen Wochenende kassiert
...damit sind europäische Verträge kaum noch das Papier wert auf dem sie stehen
» statt freier Diskussion gibt es "wer nicht dafür ist, hat es nicht verstanden"
...ist eigentlich ein gefährlicher Nationalist
...und er setzt den Frieden in Europa aufs Spiel.
Diese Hybris führt Europa in den Abgrund.

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Frank Otto

Ökonomische Vernunft

Wichtig ist, dass die Diskussion um den Euro versachlicht wird. Das heißt insbesondere, dass ökonomische Argumente nicht deshalb verdammt werden, weil sie sich gegen eine vermeintlich glücklich machende Geld- und Eurovermehrung richtet, die man für die ausufernde Staatsfinanzierung benötigt. Dafür ist auch dieser Beitrag, den hier professionelles Haus wie Deutsche Bank leistet, wichtig. Denn man darf hier nicht vergessen, dass diese Bank nicht mit Steuergeldern gestützt werden musste.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.06.2012 16:14 Uhr
jürgen beck
jürgen beck (j.beck) - 21.06.2012 16:14 Uhr

Das ist nicht ganz richtig

Ackermann hat es clever gemacht. Er hat Merkel ins Ohr geflüstert wer zu retten ist. Es waren immer Banken bei denen die DB sehr engagiert war. Wäre die IKB oder HRE nicht gerettet worden mit Steuermilliarden, wäre die DB Pleite. Aus Amerika kamen übrigen auch Steuergelder von AIG 11,8 Milliarden Dollar! Und die Deutsche Bank hat keine Steuern erhalten?

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Michael Radloff

You talked the talk, now walk the walk

Die beiden Deutsche Bank Chefs hätten nicht besser sprechen können. Ganz richtige Aussagen. Jetzt hoffe ich, daß sie auch tun, was sie sagen. Bei Quote, Regierungsberatung, Treue zu Deutschland...
Ich stehe zu Joseph Ackermann - aber als er beim Amtsantritt Ähnliches zum Kurs der Deutsche Bank Aktien sagte, habe ich es geglaubt, gekauft und mit Aktien und Calls Geld verloren.

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Antonio Sinigaglia

Es ist ganz ueberraschend


Die Trennung zwischen Bank und Realwirtschaft sei in ihrer Meinung "kuenstliche"....!
Vielleicht wunschen sie ironisch sein. Was sie sagen ist gut, was kann man tun, ob wird es so und sie richtig das wollen, ist es natuerlich anders. Sieht es mir aus dass meinen die endlich erst zu ihrer Firma die Leute beachten lassen. Ja, die Anleihen sind nicht so benutzvoll...was braucht man deshalb, um die Oekonomie wieder zu starten?

PS Ich arbeite bei einer italienischen Bank, darueber sagte man vor kurzen Zeit die Deusche Bank die nehmen wird auf.

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Paul Rabe

Wetten das die deutsche Bank die die erste ist...

..die SOFORT ein Geschäft mit Eurobonds macht, wenn es doch welche geben sollte ?

Hier sprechen doch zwei unerträgliche Opportunisten, die ihr Fähnchen, mal wieder, nur in den Wind der öffentlichen Meinung hängen.
Ich würde mich nicht wundern, wenn die selben Manager in Frankreich ein völlig anderes Interview geben würden, denn da sind Politik und öffentliche Meinung völlig anders gepolt als in Deutschland.

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Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 21.06.2012 13:41 Uhr

Einer hat Recht.

Das ist Thilo Sarrazin. Er versteht etwas von Politik, politischer Taktik, Verwaltung, Rethorik als geübter Redenschreiber, von Finanzen und Wirtschft als Bankvorstand... und er ist, vor allem, unparteiisch. Je mehr S. verdroschen werden soll, umso vorsichtiger und neutraler ist er geworden. Wenn er sagt, "Europa bedarf des Euro nicht", hat er zweifelsfrei Recht. Wenn Jain und Fitschen Interviews geben, lugt zweierlei hindurch: Nur kein Zusammenprall mit dem Staat, nur kein Ärger mit den Anteilseignern.. .und schon ist jeder Satz zu relativieren.
Das ist das Korsett, in das sich die beiden pressen.

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Dr.Klaus Hohlhausen

Was hat man auch erwartet?!

Liebe Leserinnen und Leser, was hat man von diesen beiden Herren auch erwarten können?! Banker, Investmentbanker! Per Defiition gierig! Sie zocken rum, ob mit Rohstoffen oder Hypotheken, sowohl in den USA als auch in Spanien oder Irland, ruinieren ganze Länder, auch in Griechenland nagt die Bevölkerung am Hungertuch... Statt dessen brauchen wir gerade jetzt die Eurobonds, wie sie übrigens auch schon Präsident und Nobelpreisträger Obama forderte. Schließlich sind wir eine Solidargesellschaft. Außerdem muß Deutschland nur genügend bürgen, dann muß es niemals haften. Und außerdem hätten wir noch die Möglichkeit, für die das italienische Parlament unlängst mehrheitlich votierte: Die vollständige Haftung der EZB für alle europäischen Staatsschulden. Darüber hinaus möchte ich noch erinnern, was Sarah Wagenknecht vor kurzem in einem leider nur wenig beachteten Interview sagte: Unser Ziel muß sein, den weltweiten Finanzkapitalismus zu vernichten!
Ihr Dr. Klaus Hohlhausen

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Antworten (10) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.06.2012 23:43 Uhr
Joerg Altmann
Joerg Altmann (jalt) - 21.06.2012 23:43 Uhr

Geht's noch führender?

Es geht, werter Dr. H.: Herr Krugman belegt auf der Rangliste der meistzitierten Wirtschafswissenschaftler Rang 17. Prof. E. Prescott, Wirtschaftsnobelpreisträger 2004, belegt Rang 4. Seiner Ansicht nach "genießt Krugman unter Fachleuten keinen Respekt", da kein respektabler Makroökonom an die Wirkung von Konjunkturstimulierung glaube. Und Harvard-Professor R. Barro hält fest, dass Krugman nie wissenschaftlich zu Keynesianischer Makroökonomie publiziert habe. Vielmehr argumentiere er so, wie es für ihn politisch opportun sei. Dazu passt die Aussage von L. Summers, Finanzminister unter Clinton, dass Krugman extreme Vorschläge bevorzuge, da sie publikumswirksamer seien.
.
Schlußendlich erlaube ich mir den Hinweis, dass wir keinem Führer folgen MÜSSEN. Schon gar keinem US-Präsidenten, der "weiße" Politik im US-Interesse macht. Ich empfehle statt dessen gesunden Menschenverstand (bürgen Sie für den Hausbau aller Nachbarn in Ihrer Straße?) und Abschied vom Glauben an die "silver bullet"

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Dr.Klaus Hohlhausen

@Matthias (Krugman)

Mein lieber Herr Matthias, zu Krugman: Professor in Princeton und an der London School of Economics und den Wirtschaftsnobelpreis 2008! Geht es noch führender? Und genauso gut könnte man Präsident Obama (dessen weiße Politik übrigens durch die US-Zentralbank durch umfangreiche Ankäufe von amerikanischen Staatsanleihen unterstützt wird) den Friedensnobelpreis absprechen! Nein mein Lieber. Das Nobelpreiskommittee irrt nicht. Und delhalb müssen wir diesen World Leaders folgen!
Ihr Dr. Klaus Hohlhausen

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Jan Matthias

Troll statt Satire

Etwas weniger dick auftragen, dann schlittern Sie, in der Wahrnehmung des Lesers, beim Trollen nicht gleich in die Satire ab.
Paul Krugman ein (führender) Ökonom...ich bitte Sie, das würde nicht einmal Trittin glauben.

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Jörg Feller

Bürgschaft ist Bargeld, lieber Herr Dr.

Gerne vermittele ich Kontakt zu Leuten die meinten, man müsse nur genug bürgen, dann würde es schon gehen. Jetzt zahlen sie - in realem Geld, Herr Hohlhausen - für die geschäftlichen Fehler ihrer Kinder oder Geschäftspartner. Gezockt haben die Staaten, nicht die Banken. Und noch mal kurz zurück auf Start: Die EZB soll also für die Staatsschulden haften, gehört aber bekannter Maßen den Staaten, die diese EZB mit Kapital ausstatten - das klingt mindestens echt italienisch, möglicherweise aber nach einem Fall für vroniplag. Meine Eltern hätten gesagt: Junge, lass Dir Dein Schulgeld wieder geben.

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Closed via SSO

Außerdem muß Deutschland nur genügend bürgen, dann muß es niemals haften.

Respekt, Mr. Dr. Klaus Hohlhausen!!!
Mich hauts vom Hocker! Und:
"Die vollständige Haftung der EZB für alle europäischen Staatsschulden."
Als unerläßliche Ergänzungsmaßnahme die Krise dahinschmelzen läßt wie die Butter in der Sonne.
Ein ausgezeichneter und scharfsinniger Kommentar. Ehrlich.

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Weitere Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Dr.Klaus Hohlhausen

@Rauscher, Teuber, Pfaff & Krugman

Liebe Herren, ich darf daran erinnern, dass eine ganze Reihe führender Ökonomen, Nobelpreisträger...) Eurobonds fordern: Stiglitz, Krugman, Bofinger, Flassbeck, Soros. Reicht das für den Anfang und einen Nicht-Ökonomen? Und zum unbegrenzten Bürgen: Ich darf erwähnen, dass Finanzminister Schäuble erst gestern sagte, der Rettungsschirm für die spanischen Banken muß groß genug sein, damit die Finanzmärkte nicht wieder dagegen spekulieren. Darum geht es doch. Das Ungeheuer Finanzmarkt zu zähmen und zu vernichten. Und was heißt groß genug? Selbst ein Nicht-Mathematiker weiß doch, dass es nichts größeres gibt als unendlich. Deshalb fordern wir (Linke, aber eben nicht nur) das Deutschland für alles bürgen soll, unbegrenzt, egal ob Bank- oder Staatsschulden. Die Banken müssen natürlich sofort verstaatlicht werden. Und man möge mir dann noch sagen, wo Schäuble, oben genannte & Co. links sind. Vielen Dank
Ihr Dr. Klaus Hohlhausen

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George Rauscher

Werte Damen und Herren

"Außerdem muß Deutschland nur genügend bürgen, dann muß es niemals haften."

Das KANN nur Satire sein. Merkt das niemand?

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Markus Teuber

Sollte dies Satire sein ?

Dann ist es wahrlich gut gemacht !

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Alexander Pfaff

Hoffentlich ist es Satire...

...so sozialistisch kann man doch außerhalb des Bundestags gar nicht sein!

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Ralf Vormbaum

War das jetzt Satire oder ernst gemeint?

Ich tippe auf ersteres.

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Dieter Spethmann
Dieter Spethmann (dspeth) - 21.06.2012 12:53 Uhr

Ab sofort kann jedes MdB sich auf die Deutsche Bank berufen – und verlassen

Das ist gute Nachricht, dass die Deutsche Bank zur Pflege der deutschen Realwirtschaft zurückkehren will. Bravo. Deutsche Unternehmen zahlen höhere Zinsen als der Staat und haben auch eine gute Bonität, so entwickelt seit Beginn der DMark. Wer also – wie ich - Eurobonds und Bankenunion ablehnt, kann sich ab sofort auf die Deutsche Bank berufen. Das sollten möglichst viele MdB tun, zumal der ESM Eurobonds durch die Hintertür bedeutet. Und noch etwas. Jain und Fitschen lassen keinen Zweifel, dass die Euro-Arbeitslosigkeit vorrangig überwunden werden muss. Wir Bürger sind also gespannt, von unserer politischen Klasse zu hören, wie die seit April 2010 laufenden Maßnahmen zur „Euro-Rettung“ dazu beitragen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.06.2012 13:53 Uhr
Jürgen Wenz
Jürgen Wenz (satyrffm) - 21.06.2012 13:53 Uhr

die deutsche Realwirtschaft

kann sicher auf Partner wie die Deutsche Bank verzichten. Es gibt sicher Alternativen um sich nicht auf eine dahergekrochene Bank einzulassen, der die Felle davon schwimmen.

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Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 21.06.2012 12:37 Uhr

Danke für dieses Interview

Vernünftige Argumente gegen Eurobonds und Bankenunion, die man auch von anderen in den vergangenen Tagen hören konnte.
„Die Sozialisierung der Verantwortlichkeiten ist keine kurzfristige Lösung, gerade auch aus deutscher Sicht. Das wäre erst dann denkbar, wenn wir wirklich eine Politische Union hätten. Aber das ist noch nicht der Fall“.

Worte, die sich die Grünen, allen voran Trittin, dem die Vergemeinschaft der Schulden nicht schnell genug geht, ins Stammbuch schreiben kann.

Die Hoffnung, dass AM ihre Meinung dazu revidiert, ist bei mir sehr gering. Hörte sie früher auf Ackermann, so bleibt die Frage, hört sie nun auf Jain und Fitchen?

Die Viererbande in Brüssel arbeitet in ihrem Auftrag an der Bankenunion und Fehler eingestehen... haben wir das bei einem Politiker jemals erlebt?

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Lars Harmann

Hört hört!!!

Man will die Bank wieder zu einem verlässlichen Partner der Realwirtschaft machen.
Vor einem Jahr hätte man solche Töne aus der Vorstandsriege wohl kaum vernommen. Jetzt, da man sämtliche faulen Papiere bei der EZB, sprich, bei Generationen von Steuerzahlern, abgeladen hat, wozu unsere "Volks"vertreter diesen Herrschaften mit Steuergeldern reichlich Zeit verschafft haben gibt man vor der Presse den Geläuterten.
Nur, wer einmal lügt...

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