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Deutsche Bank Der Kampf des Anshu Jain

 ·  Skandale hat der neue Ko-Chef der Deutschen Bank genug am Hals. Jetzt kommt auch noch Opposition im eigenen Haus dazu. Der Ton wird immer rauer. Anshu Jain muss kämpfen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (11)

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Jens Warmers

Für wie blöd hält man uns ...

... dass wir nicht schon längst verstanden haben, dass 25% Vorsteuerrendite und 15% Nachsteuerrendite fast das gleiche sind??!!
Zieht man von 25% ca. 30% Steuern (=7,5%) ab, so kommt man auf 17,5%.
Dann gibt man - um des Volkes Seele zu besänftigen - noch ein wenig nach und landet bei 15%.

Dafür werden bei den Mitarbeitern im Privatkundengeschäft die dort ohnehin schon schmalen Boni weiter gekürzt und Beförderungen auf Eis gelegt. Nur, damit sich die Investmentbanker weiter die Taschen füllen können.
Ist das der versprochene Kulturwandel?

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Gottfried Lobeck
Gottfried Lobeck (golo7) - 18.02.2013 08:42 Uhr

"...man argumentierte in moralischen Kategorien."

Das Wort "Systemrelevanz" ist hinterfragenswert. So wie alles gelaufen ist, spräche auch viel für die Auslegung: das Gesellschaftssystem repräsentierend, ergo schützens- und bewahrenswert.
"Too big to fail" hätte sonst zu anderen politschen Konsequenzen führen müssen. "Wie ließ sich rechtfertigen, dass der Bund als Großaktionär den Verkauf der Postbank an die Deutsche Bank einleitete, um ihr ein Privatkundennetz anzudienen, während deren Sprecher behauptete, auf staatliche Hilfen nicht angewiesen zu sein? Unverständlich bleibt, warum jeder noch so behutsam geäußerte Gedanke an geregelte Insolvenzverfahren für existenzbedrohte Banken kategorisch und rigoros ausgeschlossen wurde und weiterhin ausgeschlossen wird." (F. Hengsbach)
Systemrelevanz wird da nur verständlich, wenn Demokratie als marktkonforme Demokratie (im Geldmachtfeudalismus) definiert wird.
Schade, mir wäre es lieber, die erfolgreiche staatliche KfW dürfte mit "systemrelevant" ein besseres Demokratieverständnis abbilden.

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Dr. Emil Andabak

Anshu Jain

Die Attacken auf Anshu Jain innerhalb der Deutsche Bank AG sind darauf zurückzuführen, daß er ein Inder ist. Man es innerhalb des Geldhauses deshalb nicht ertragen, einen Ausländer als Co-Chef zu haben.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.02.2013 10:11 Uhr
Karsten Halangk

nein, er ist einfach nur ein Lügner

Daß er von den Geschichten (selbst wenn das nur auf informeller Ebene war) seiner Spitzenleute nichts mitbekommen hat, kann ich einfach nicht glauben. Dazu ein Hr. Fitschen, verantwortlich für Beihilfe zum Steuerbetrug.

Diese Führungsspitze repräsentiert in Vollkommenheit die Verkommenheit der Finanzindustrie. Ich bin dafür, das dieses Duo Infernale noch möglichst lange im Amt bleibt. So erkennt das Wahlvieh vielleicht einmal von welchen Figuren unsere Demokratur gesteuert wird.

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Thomas Kobler

Dass Anshu Jain Christian Bittar nicht...

...sehr genau kannte, wäre erstaunlich, lieferte doch dessen "Desk" 2008 einen Gewinnanteil von 500 Millionen, was mehr als staatlich war und ein beträchtliches Klumenrisiko darstellte, sollte eine solcher Anteil einmal über die Massen einbrechen oder sich gar in einen Verlust verkehren. Ebenso müsste sich Jain, als erfahrener Investment Banker, der Risiken bewusst gewesen sein, die die Zinswetten Bittars eigentlich hätten beinhalten müssen, wäre alles mit rechten Dingen zugegangen.

Anshu Jains Zeit bei der Deutschen Bank läuft unweigerlich ab, und das Ende wird voraussichtlich nicht rühmlich sein. Man sollte allerdings deswegen nicht das "Investment Banking Kind" mit dem Bade ausschütten bei der Bank. In einer sich global konsolidierenden Investment Banking Welt ist die Deutsche Bank gut positioniert. Darauf liesse sich aufbauen, wenn man die gegenwärtigen Schwierig- und Widrigkeiten meistern kann.

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Walter Dr. Sucrow

Organisationsversagen

Der Artikel enthält einen Widerspruch. einerseis heißt es, dass dem Vorstandsvorsitzenden eine politische Verantwortung nachgewiesen werden muss (was m.E. völlig irrelevant ist), andererseit scheibt der Autor, dass die organisatorische Verantwortung geprüft werden wird (was m.E. korrekt ist). die Frage ist, ob Anshu Jain organisatorisch sicher gestellt hat, dass solche Dinge nicht vorkommen können. in Anbetracht des Ausmaßes des Libor-Skandales darf das bezweifelt werden.

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Sebastian Sodbrenner

..... reichen 200 Mio in Worten zweihundert Millionen , oder hat Herr Jain mehr Boni

in seiner Zeit bei der Deutschen Bank kassiert ?
Gute 15 Jahre im Schnitt 13 Millionen im Jahr
wären in etwa 200 Millionen.
Im Schnitt 20 Mio p.a. wären cirka 300 Mio.

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Udo goldstein
Udo goldstein (goldi53) - 17.02.2013 17:28 Uhr

Sprichwort

Wie heisst ein altes Sprichwort: "Der Fisch stinkt vom Kopf her". Wir haben in D sicherlich andere Probleme als uns ernsthaft mit den Führungsabsurditäten bei der DB zu beschäftigen.

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Thomas Mirbach
Thomas Mirbach (lurkius) - 17.02.2013 17:10 Uhr

Hervorragende Analyse!

Mein beruflicher Werdegang liegt im ehemaligen "Wertpapiergeschäft" heute "Investment Banking" genannt, dass es erst seit Anfang der 90er in Deutschland in der Form überhaupt gibt. Zuletzt als Leiter Zinsderivate einer deutschen Bank. Zwischen den Welten des Kapital / Geld / Devisenmarktes und dem Kreditgeschäft liegen in der Tat Welten! Es herrschen komplett andere Instinkte und Vorgehensweisen. Zwei Banken in einer sozusagen. Sie sind unvereinbar. Das alleine spricht für ein Trennbankensystem. Die Deutsche Bank hat es erst durch dem Einverleib von Bankers Trust (ehemalig DER Konkurrent zu J.P. Morgan als einer der beiden US "commercial banks" mit Investment Bank Ambitionen) in die Weltliga des Investment Bankings geschafft. Das wäre einer Bank mit rein deutschem Hintergrund und der deutschen Kapitalmarktfeindlichkeit schlicht nie gelungen. (S. Dresdner & Commerzbank). Das Investment Banking hat seinen Zenit überschritten. Die Libormanipulation war die Überschreitung des Rubikons!

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Peter Forch
Peter Forch (Dr.Zock) - 17.02.2013 16:38 Uhr

Deutsche Investmentbank AG

Herr Jain sollte voll auf das Investmentbanking setzen. Nachdem viele Investmenthäuser durch die Finanzkrise vom Markt verschwunden sind, gehört die Deutsche Bank zu den wenigen verbliebenen Globalplayern in diesem Bereich. Die anderen Aktivitäten sollten an die Commerzbank abgetreten werden - Sparkassen gibt es schliesslich genug in Deutschland!

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eduard kramer
eduard kramer (illampu) - 17.02.2013 15:45 Uhr

Von wegen Rechtsstaat und Demokratie.

Es gab in den letzten Jahren kaum einen Finanzskandal, an dem die Deutsche Bank nicht auch
maßgeblich beteiligt war. Seit Ackermann, unternahm die Aktie der DB eine katastrophale Talfahrt. Auch lässt sich kaum erahnen, wie hoch die weltweiten Anwaltskosten für all die Verfahren, die gegen die Bank laufen, tatsächlich sind. Wer kommt dann letztendlich für all die Milliarden auf, die an Strafen und Wiedergutmachung gezahlt werden müssen? Und von all dem wollen die zwielichtigen Gestalten, Ackermann, Fitschen und Jain, nichts gewusst haben? Wären wir in einem Rechtsstaat, säßen alle 3 längst in Untersuchungshaft.

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Jahrgang 1967, stellvertretender Ressortleiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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