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Deutsche Bank Ackermann ist abermals bestbezahlter Chef

16.03.2010 ·  Josef Ackermann ist im Jahre 2009 mit einer Vergütung von fast 9,6 Millionen Euro der bestbezahlte Vorstandsvorsitzende aller Dax-Unternehmen. Allerdings gibt es in der Deutschen Bank durchaus mehrere Manager, die noch mehr verdienen als der Vorstandsvorsitzende.

Von Gerald Braunberger
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Josef Ackermann ist im Jahre 2009 mit einer Vergütung von fast 9,6 Millionen Euro der bestbezahlte Vorstandsvorsitzende aller Dax-Unternehmen. Allerdings gibt es in der Deutschen Bank nach wie vor mehrere Manager, die noch mehr verdienen als der Vorstandsvorsitzende. Zu ihnen zählt Anshu Jain, der Co-Leiter des Investmentbankings. Seine Vorstandsvergütung bleibt zwar mit 7,8 Millionen Euro unter jener Ackermanns; allerdings trat Jain erst zum April 2009 in den Vorstand der Deutschen Bank ein. Zusammen mit seinem Gehalt für die ersten drei Monate des Jahres läge er vor dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank.

Die Deutsche Bank hat ihren acht Vorstandsmitgliedern im Jahr 2009 insgesamt eine Vergütung von 39 Millionen Euro gezahlt gegenüber annähernd 4,5 Millionen Euro im Krisenjahr 2008. Die Daten entstammen dem am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht. Die Deutsche Bank hatte im vergangenen Geschäftsjahr 5 MiIliarden Euro verdient gegenüber einem Verlust von 3,9 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2008.

17 Prozent entfielen auf feste Gehaltsbestandteile

Von der gesamten Vergütungssumme von 39 Millionen Euro entfielen lediglich 17 Prozent auf feste Gehaltsbestandteile. 83 Prozent der Vergütungssumme waren erfolgsabhängig, von denen mit 22,6 Millionen Euro der weitaus größere Teil nicht sofort ausgezahlt wurde. Die erfolgsabhängigen Bestandteile werden berechnet auf der Basis komplizierter Formeln, denen zum einen der Vergleich zwischen der erwarteten und der tatsächlichen Rendite auf das Eigenkapital sowie ein Vergleich der Aktienkurseentwicklung und der Dividendenrendite mit wichtigen Konkurrenten wie Goldman Sachs, J.P. Morgan und dem Banco Santander zugrunde gelegt wird.

Für die im April 2009 in den Vorstand eingetretenen Leiter des Investmentbankings, Anshu Jain und Michael Cohrs, existieren mehrere Sonderregelungen. So geht auch der Gewinn der von ihnen geleiteten Branchen in die Berechnung ihrer Vergütungen ein, während für die Berechnung der Vergütung der sechs anderen Vorstände der Konzerngewinn die Bezugsgröße für die Berechnung ihrer Vergütung darstellt.

Für die Jahre ab 2010 hat die Bank ein etwas verändertes Berechnungsverfahren für die Vorstandsvergütung erstellt. So sollen die Grundgehälter der Vorstände um 350.000 Euro im Jahr steigen, aber gleichzeitig die variable Vergütung um diesen Betrag gekürzt werden. Außerdem ist es der ank möglich, noch nicht ausgeschüttete Bestandteile der Vergütung in Verlustjahren einzubehalten („Malus“). Mit ihrem Vergütungsmodell sieht sich die Bank einerseits in der Lage, die neuen Vorschriften der Aufsichtsbehörden zu erfüllen; gleichzeitig will sie Bezüge bieten, die sie im Vergleich zu Konkurrenten wettbewerbsfähig halten.

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Jahrgang 1960, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

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