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Deutsche Bahn Pünktlichkeitswerte ab September im Internet

 ·  Die Deutsche Bahn hat das beste Halbjahr seiner Geschichte hinter sich. Der Konzern erreichte einen Umsatz von 18,9 Milliarden Euro. Um den Service zu verbessern, will die Bahn von September an ihre Pünktlichkeitswerte veröffentlichen.

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Die Deutsche Bahn AG entwickelt sich derzeit „wirtschaftlich erfolgreich und oberhalb des Vorjahres“. Mit dieser Feststellung hat der Bahn-Vorstandsvorsitzende Rüdiger Grube die Vorlage der Halbjahres-Bilanz des Konzerns kommentiert. „Im ersten Halbjahr hat die Bahn einen Umsatz von 18,9 Milliarden Euro erreicht. Das ist gemessen am Umsatz das beste Halbjahr in unserer Geschichte“, sagte Grube am Donnerstag in Berlin.

Der Umsatzsprung um 17,2 Prozent ist allerdings zu einem gehörigen Teil dem Erwerb des britischen Arriva-Konzerns im vergangenen Jahr zu verdanken. Ohne Arriva läge der Umsatz nur bei 17,2 Milliarden Euro. Auch dies entspricht allerdings immerhin einem Zuwachs um 7,3 Prozent.

Das bereinigte Ergebnis vor Steuern (Ebit) erhöhte sich in den ersten sechs Monaten um 287 Millionen (33,9 Prozent) auf 1,33 Milliarden Euro. Das Ergebnis nach Steuern, den Gewinn, gibt die Bahn mit 648 Millionen Euro an. Bis zum Jahresende will die Deutsche Bahn bei einem Umsatz von 38 Milliarden Euro im Ebit die Marke von 2 Millionen Euro deutlich übertreffen.

Trassennachfrage auf dem Schienennetz weiter gestiegen

Gleichzeitig hat sich die Verschuldung des Konzerns im ersten Halbjahr wieder erhöht, um rund 350 Millionen auf 17,3 Milliarden Euro. Grube verwies darauf, dass die Bahn erstmals eine Dividende von 500 Millionen Euro an den Eigentümer Bund ausgeschüttet habe. Zum Jahresende solle die Verschuldung wieder auf 17 Milliarden Euro sinken. Außerdem habe man im ersten Halbjahr rund 2,7 Milliarden Euro investiert.

Bahn-Finanzvorstand Richard Lutz erläuterte, die Umsatzsteigerungen seien im Wesentlichen die Folge der guten Geschäftsentwicklung im Güterverkehr von DB Schenker. Sowohl auf der Straße als auch der Schiene spiegele sich der Konjunkturaufschwung wider. In der Luft- und Seefracht habe sich die Entwicklung – nach dem sehr dynamischen Aufholprozess vor einem Jahr – wieder etwas abgeschwächt.

Die Trassennachfrage auf dem Schienennetz ist im ersten Halbjahr weiter gestiegen. Im vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöhte sich die Betriebsleistung um 2,5 Prozent auf 521,4 Millionen Trassenkilometer. Der Anteil der Wettbewerber übersteigt mit 20,8 Prozent zum ersten Mal die Marke von 20 Prozent.

Bahn will kommenden Winter besser in den Griff bekommen

Im Personenverkehr verzeichnete die Bahn indes kaum Umsatzsteigerungen. Während im Regionalverkehr die Erlöse um 6,2 Prozent zunahmen, stagnierten sie im Fernverkehr. Im Fernverkehr machen der Bahn weiterhin die Engpässe mit den Fahrzeugen zu schaffen. Die eingeschränkte Verfügbarkeit führte im Winter wieder zu Verspätungen und Ausfällen und damit zu Umsatzeinbußen. Durch den Ausbau von Werkstatt-Kapazitäten hofft die Bahn, das Problem im kommenden Winter besser in den Griff zu bekommen.

Die Lage wird allerdings dadurch erschwert, dass Siemens die ersten neuen ICE-Züge der Baureihe 407 anders als ursprünglich zugesagt nicht schon zum Jahresende ausliefern kann. Auch im Regionalverkehr fehlen der Bahn Züge wegen verzögerter Zulassung durch das Eisenbahnbundesamt oder wegen mangelhafter Lieferungen. Im Ergebnis machen der Bahn außerdem höhere Aufwendungen für Energie und Personal zu schaffen.

„An jeden Monat unsere Pünktlichkeitswerte veröffentlichen“

Grube hob hervor, die Bahn wolle weiterhin Qualität und Service für die Kunden verbessern. „Deshalb werden wir von September an jeden Monat unsere Pünktlichkeitswerte im Nah- und Fernverkehr auf der DB-Internetseite veröffentlichen.“ Grube sagte, im Fernverkehr liege der Anteil der pünktlichen Züge derzeit bei mehr als 85 Prozent.

In den zurückliegenden Monaten erhöhte sich abermals die Zahl der Fahrgäste in den Zügen der Deutschen Bahn. Sie stieg um 18,4 Millionen (1,9 Prozent) auf 972,5 Millionen. Die Verkehrsleistung im Busverkehr ging im ersten Halbjahr vor allem wegen der sinkenden Schülerzahlen zurück. Mit der Entwicklung von Arriva, vor allem internationaler Busverkehr, zeigte sich Grube zufrieden. Die Akquisition entwickle sich „wie geplant“.

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Jahrgang 1963, Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

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