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Deustcher Automobilmarkt Auslandsmarken stärken ihre Position

13.01.2004 ·  2004 wird wieder ein hartes Jahr für die Automobilbranche. Davon geht der Verband der Importeure von Kraftfahrzeugen (VDIK) aus. Gegen den Trend haben die ausländischen Marken im vergangenen Jahr ihren Absatz gesteigert und damit ihre Position ausgebaut.

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2004 wird wieder ein hartes Jahr für die Automobilbranche. Davon ist Volker Lange, Präsident des Verbandes der Importeure von Kraftfahrzeugen (VDIK), überzeugt. Zwar rechnet er für den deutschen Markt mit einem verhaltenen Zuwachs bei den Neuzulassungen von knapp 4 Prozent auf 3,35 Millionen Personenwagen. Doch ist dieser Wert nach wie vor entfernt von den durchschnittlich 3,5 Millionen Autos seit Anfang der neunziger Jahre. Aber: "Nach vier schwachen Jahren hellen sich die Perspektiven wieder auf", sagte Lange in Frankfurt, der 32 Importmarken repräsentiert.

Mit dieser Prognose liegt er genau auf der Linie des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), dessen Präsident Bernd Gottschalk von der gleichen Absatzgröße für 2004 ausgeht (F.A.Z. vom 19. Dezember). Der VDA repräsentiert die deutschen Autohersteller. Bei der Prognose-Umfrage unter den VDIK-Mitgliedern ergab sich aber eine sehr unterschiedliche Markteinschätzung, reichten die Absatzerwartungen für dieses Jahr doch von 3,25 bis 3,50 Millionen Autos. "Wir müssen realistisch sehen, daß der Kampf im neuen Jahr härter wird", sagte der VDIK-Präsident und spielt damit auf die Position der Importeure an. Sie müssen nun gegen die neuen Volumenmodelle deutscher Hersteller wie den VW Golf und den Opel Astra kämpfen.

Rückgang des Marktanteils erwartet

Der VDIK-Präsident erwartet vor diesem Hintergrund einen Rückgang der Marktanteile der Importeure auf einen Wert um 35 Prozent. Für die ausländischen Automarken war 2003 indes ein Rekordjahr. Der Marktanteil der Importeure, zu denen auch beispielsweise Seat (Spanien) und Skoda (Tschechien) als Tochtergesellschaften des VW-Konzerns gehören, ist im vergangenen Jahr kräftig von 34 auf 35,4 Prozent gestiegen und hat damit eine neue Höchstmarke gesetzt.

Während deutsche Volumenhersteller wie Volkswagen, Ford oder Opel mit rückläufigen oder stagnierenden Verkäufen fertig werden müssen, haben vor allem die französischen Hersteller (Peugeot, Citroen, Renault) und die Japaner (Toyota, Mazda, Nissan, Honda) kräftig aufgeholt. Als Grund für den Erfolg nannte Lange vor allem die breite Modellpalette und einem "hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis". Hinzu komme das gewachsene Angebot von Dieselmotoren, womit die ausländischen Hersteller frühere Defizite aufgeholt haben.

Bei Privatkunden gefragt

Die Importeure steigerten ihren Absatz um 3,6 Prozent auf 1,15 Millionen Autos. Dabei sind die Konsumenten der Hauptkundenstamm. Auslandsmarken als Dienstwagen sind weniger gefragt. Während die deutschen Hersteller bei den Privatkunden einen Verkaufsrückgang von 5,8 Prozent hinnehmen mußten, erhöhten die VDIK-Mitglieder den Absatz in dieser Gruppe um 6 Prozent auf 650000 Autos oder 57 Prozent des Gesamtabsatzes.

Lange rechnet nicht damit, daß die Kaufanreize und Rabatte an Intensität zunehmen werden. Er hielt sich allerdings mit konkreten Aussagen zurück. VDIK-Vizepräsident Peter Verloop (Chef von Suzuki Europe) gab hingegen zu verstehen, daß so mancher Importeur die Muttergesellschaft um einen höheren Marketing-Etat bitten dürfte. Karl-Heinz Engels (Geschäftsführer Hyundai Motor Deutschland) ergänzte: „Frage ist, wer am geschicktesten Rabatte weitergibt.“ (kön.)

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