13.03.2009 · Egal ob Inder, Chinesen oder Franzosen: Auf der Suche nach einem Investor kassiert Opel momentan eine Absage nach der anderen. Nur die Mitarbeiter sind zu Beteiligungen bereit. Der Opel-Gipfel, der an diesem Freitag bei EU-Industriekommissar Verheugen stattfindet, steht unter keinem guten Stern.
An diesem Freitag hat EU-Industriekommissar Günter Verheugen zum Krisentreffen eingeladen. Es geht einmal wieder um Opel. Wie den angeschlagenen Autobauer retten? Sollte er überhaupt gerettet werden? Von wem? Und vor allem: Zu welchem Preis?
Debattieren wird der Industriekommissar darüber mit Spitzenvertretern von Opel und GM. Voraussichtlich wird auch GM-Vize Fritz Henderson teilnehmen, sagte ein Opel-Sprecher. Verheugen hat Opel schon im Vorfeld aufgefordert, Klarheit über die Lage des Unternehmens zu schaffen: „Erst dann weiß man, ob und was man tun kann“, sagte er. Verheugen erinnerte daran, dass Opel in ganz Europa eng verflochten ist: „Was wir dringend brauchen, ist volle Klarheit über die Lage von GM und Opel in Europa.“ Ohne Transparenz kenne niemand die möglichen Optionen, um dem Unternehmen helfen zu können. Grundsätzlich halte er wenig davon, den Staat zum Rettungsanker von Unternehmen zu machen.
Erfolglose Investorensuche
Allerdings: Bei der Suche nach einem Investor kassiert Opel momentan eine Absage nach der anderen. Außer BMW und Daimler sagten nach Medienberichten auch die französische PSA Peugeot Citroen, der indische Autobauer Tata und die beiden chinesischen Hersteller Geely und Cherry ab.
Ein Sprecher von Tata sagte der Zeitung „Die Welt“: „Wir haben derzeit alle Kapazitäten, die wir benötigen. Und unser Produktportfolio ist rund.“ Zur Begründung der Absage von PSA Peugeot Citroen sagte ein Sprecher der Zeitung „Handelsblatt“: „Das zählt nicht zu unseren derzeitigen Arbeitshypothesen.“ Ein BMW-Sprecher führte aus: „Wir haben keinerlei Pläne oder Absichten, uns an Opel zu beteiligen. Wir brauchen in Europa keine zusätzlichen Kapazitäten.“
Arbeitnehmer zu Beteiligungen bereit
Die Führung von GM Europe und die europäischen Betriebsräte von Opel hatten am Donnerstag über den Beitrag der Arbeitnehmer zur Bewältigung der Krise des Autoherstellers verhandelt. Im Anschluss an das Treffen erklärte der Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz in Rüsselsheim, erklärten Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsvertreter seien bereit, „zur Sicherung eines neu zu gestaltenden Unternehmens Opel/Vauxhall Europa Arbeitnehmerbeiträge einzubringen“. Details nannte er nicht.
Gleichzeitig forderten die Arbeitnehmervertreter, es dürfe weder Werkschließungen noch betriebsbedingte Kündigungen geben. Die Produktion müsse gerecht auf alle Standorte verteilt werden. Außerdem müsse ein eigenständiges Unternehmen Opel/Vauxhall gegründet werden, das Zugang zu allen Märkten weltweit hat.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.375,45 | −1,34% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2428 | −0,48% |
| Rohöl Brent Crude | 104,33 $ | −2,36% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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