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Delikate Reise Googles Eric Schmidt in Nordkorea eingetroffen

Google-Verwaltungsratschef Schmidt ist mit einem früheren amerikanischen Gouverneur in Nordkorea eingetroffen. Als „private humanitäre Aufgabe“ bezeichnen beide die Reise. Doch es geht wohl um viel mehr.

© REUTERS Vergrößern Bill Richardson (l) und Eric Schmidt am Flughafen in Pjöngjang.

Trotz Bedenken der amerikanischen Regierung ist der Google-Verwaltungsratsvorsitzende Eric Schmidt zusammen mit dem früheren amerikanischen Gouverneur Bill Richardson ins kommunistische Nordkorea gereist. Die Delegation der Amerikaner sei in Pjöngjang eingetroffen, berichteten nordkoreanischen Staatsmedien ohne Einzelheiten zu nennen. Richardson, der früher Gouverneur von New Mexico und amerikanischer Botschafter bei den Vereinten Nationen war, hatte vor seinem Abflug in Peking bekräftigt, er betrachte die Reise als „private humanitäre Aufgabe“. Der Besuch habe nichts mit Washington zu tun.

Das amerikanische Außenministerium hatte die Reisepläne der beiden in der vergangenen Woche als „derzeit nicht besonders hilfreich“ kritisiert. Es wurde erwartet, dass sich Schmidt auch über Technologiethemen und Möglichkeiten des Internetzugangs in dem stark abgeschotteten Land informieren will. Vertreter des Regimes ausgenommen, dürfen Nordkoreaner in aller Regel nicht im weltweiten Internet surfen. Es gibt ein auf das Land beschränktes Intranet. Nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bereitet sich das Land allerdings auch mithilfe deutscher Wissenschaftlicher auf eine wirtschaftliche Öffnung vor.

Treffen mit Regierungsvertretern

Richardson, der Nordkorea schon mehrfach besuchte, erwartet nach eigenen Angaben, dass er einige Regierungsvertreter, nicht aber den jungen nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un treffen wird. Schwerpunkt seiner Reise sei die Einschätzung der humanitären Lage. Amerikanische Medien berichten, dass Richardson und Schmidt auch für die Freilassung eines in Nordkorea inhaftierten Amerikaners eintreten wollen.

Im Dezember hatte Nordkorea allen internationalen Warnungen zum Trotz eine Weltraumrakete gestartet. Während Pjöngjang von einem Satellitenstart zu friedlichen Zwecken spricht, vermuten die Vereinigten Staaten, Südkorea und andere Staaten dahinter einen verschleierten Waffentest.

Mehr zum Thema

In der Delegation von Richardson und Schmidt befinden sich unter anderen ein Berater für Korea-Angelegenheiten, Tony Namkung, und der Leiter des Instituts Google Ideas, Jared Cohen. Die Gruppe wird am Donnerstag in Peking zurückerwartet.

Quelle: DPA

 
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Veröffentlicht: 07.01.2013, 13:15 Uhr

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