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Debakel einer Fluggesellschaft Wie es um die Lufthansa bestellt ist

 ·  Das Hickhack um die Wahl Wolfgang Mayrhubers zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Lufthansa erschreckt - nicht nur die Beschäftigten. Von einem Burgfrieden unter den Aktionären kann keine Rede sein. Eine Analyse.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (22)
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Caspar Mendrzyk

Kein Objekt für eine aufgeregte Berichterstattung

Es scheint, daß das wirkliche Debakel der Lufthansa mehr im Aktionärskreis und bei den Medien liegt. Es ist schon kaum lustig, daß man nun gerade der LH schlechte Standards der Unter- nehmensführung vorwirft, nachdem Herr Cromme als langjährige deutsche Obergouvernante in Fragen guter Unternehmensführung infolge völlig inkompetenter Führung des eigenen Unternehmens zurücktreten mußte. Auch fragt sich ob die Berufung eines Vorsitzenden des Aufsichtsrats bei der Deutschen Bank, der just fast 55 Milliarden Aktionärskapital
bei der Allianz verspielte und mit Steuergeldern gerettet werden mußte, zur besseren Spielregel guter Unternehmensführung gehört. Darüber fand man in den Medien bisher gar nichts. Und Fonds als Aktionäre sind im vorliegenden Fall auch keine guten Testimonials, geht es ihnen allzu oft nur um den kurzfristigen Erfolg. Den Medien wäre zu wünschen, nicht ein schnelles und oberflächliches Urteil an der Meinung von ein paar Fonds festzumachen.

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Günter Plau
Günter Plau (pcrv) - 10.05.2013 17:53 Uhr

Überalterte Flotte

Die Lufthansa hat ein Problem, das in diesem Artikel leider nicht erwähnt wird:

Die Flotte ist hoffnungslos veraltet, und das führt zu extrem hohen Treibstoffkosten.

Durchschnittlich sind die 407 Jets der Lufthansa rekordverdächtige 12,6 Jahre alt, und dementsprechend viel verbrauchen sie.

Zum Vergleich die Flottenalter anderer Fluglinien:

Aeroflot: 4,9 Jahre
Air India: 8,7 Jahre
Ryanair: 4,3 Jahre
KLM: 9,6 Jahre
Singapore Airlines: 7,2 Jahre
Etihad: 4,4 Jahre

Noch älter als die LH-Jets sind wohl nur die 39 Oldtimer der Condor mit durchschnittlich 15,1 Jahren; auch ein paar krisengeschüttelte US-Fluglinien fliegen noch mit so alten Spritschluckern herum.

Woran liegt das nun?

Ich denke, es handelte sich um eine Fehlentscheidung des Managements, das den Anstieg der Kerosinpreise wohl nicht wahrhaben wollte und sich lieber die Investitionen in neues Fluggerät verkniff. Die Rechnung kam mit Verspätung und kostet nun tausende Mitarbeiter den Job.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.05.2013 09:16 Uhr
Kurt J. Fink
Kurt J. Fink (KFink) - 11.05.2013 09:16 Uhr

Das Durchschnittsalter ist eine völlig irrelevante Zahl die wenig Aussagekräftig ist

LH und Tochterfirmen haben zusammen über 600 Flugzeuge. Im vorigen jahr wurden über 30 neue eingeflottet und die gleiche Zahl verließ die Flotte. Bei einer Lebensdauer von über 20 Jahren ist LH also exakt im Plan. Außerdem wird nicht in Jahren sondern in Flugstunden gemessen. Die 747 die im vorigen Jahr zur Verschrottung in die USA verkauft wurden hatten fast 120000 Stunden und waren im perfekten Zustand.

Die Langstrecken Airbus Flotte der LH hat ein Durchschnittsalter von 8 Jahren, bei LH Regional sind es 5,8 Jahre. Egal wie viele cycles und Stunden die Maschinen haben, es kommt auf den Zustand und die Wartung an und da gibt es nichts zu mäkeln.

Im Gegensatz zu Ihrer Einschätzung wäre es in der Tat eine Fehlentscheidung des Managements, Anlagevermögen des Unternehmens vorzeitig aus dem bestand zu nehmen.

Wer least muss die Leasingkosten auch bezahlen wenn es für das Objekt keine Arbeit gibt. LH zahlt in dem fall gerade mal die Parkgebühren. Gutes management.

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Kurt J. Fink
Kurt J. Fink (KFink) - 10.05.2013 14:53 Uhr

Wenn US Finanzinvestoren zusammen über 30% einer Firma halten

die, wenn überhaupt, eher mickrige Dividenden zahlt dann muss man sich doch die Frage stellen warum die ds machen. Die Antwort ist, das die Firma eine Substanz hat die nicht in den Börsenwerten ablesbar ist, auch wenn dieser um ca. 50% gestiegen ist. Es wird zudem darauf spekuliert, das die internationalen Verkehrsrechtsverhandlungen und Verträge in absehbarer Zeit so weit "liberalisiert" werden das eine Bindung des Aktienbesitzes an die Staatsangehörigkeit nicht mehr zwingend vorgeschrieben ist.

Da müssen sich Blackrock und Co natürlich rechtzeitig positionieren, damit sie die hidden treasures auch heben können. Das Endresultat wäre dann u.A. sale and leaseback zu Gunsten von Dividenden, was eine Ausplünderung der Firma gleich käme.

Den heutigen Aktionär freut natürlich die Wertsteigerung der Aktie in der noch einige Luft sein dürfte, man sollte nur jeden Tag Zeitung lesen, am besten die Fachpresse.

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lothar kempf
lothar kempf (wilkem) - 10.05.2013 12:52 Uhr

@kfink

Ihre Luftnummer mit LH's Ranking haben wir geklärt.
Lassen Sie mal die "good old days" und betrachten die Zukunft der LH strategisch (heißt: womit will die LH in den nächsten 5-10 Jahren Geld verdienen?).
Wer investiert in eine mittelmäßige Airline, die sich mit Service-Geschäften über Wasser hält? Soll die LH Brötchen schmieren, Triebwerke putzen, Pakete verschicken oder Software aufspielen oder durch Innovation und Differenzierung auszeichnen?
Schön, wenn das Nebengeschäft profitabel ist, umso besser, dann meistbietend zu verkaufen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.05.2013 15:04 Uhr
Kurt J. Fink
Kurt J. Fink (KFink) - 10.05.2013 15:04 Uhr

@wilkem

wenn Sie die aktuellen rankings als Luftnummer betrachten dann haben Sie ein Problem mit de Realität.

Vielleicht haben Sie auch nicht verstanden, das es im Fluggeschäft darum geht, Passagiere und Fracht von A nach B zu befördern. Wenn Sie gut essen wollen sollten Sie in ein Restaurant gehen. Je nach Buchungsklasse zu McDee's oder zu Lafer & Co.

Die Tochterfirmen sind Dienstleister, die allesamt sehr gut am Markt positioniert sind und bei weitem nicht nur für die Mutterfrma arbeiten. Die Technik z.B. ist der führenden MRO Dienstleister und arbeitet für viele Airlines, aber fürs putzen sollten Sie zu Wisser gehen. Cargo verschickt keine Pakete sondern befördert Fracht. Das ist z.B. untrennbar vom Kerngeschäft, weil auch die Frachträume der Passagiermaschinen über LHCargo vermarktet werden.

Es sind also alles keine Nebengeschäfte über die hier disuktiert wird, aber sich mal zu informieren scheint ja zu mühsam zu sein.

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Mark Schmidt
Mark Schmidt (Mark222) - 10.05.2013 11:46 Uhr

Pensions-Altlasten

Neben dem schwierigen Wettbewerbsumfeld leidet die Lufthansa vor allem unter den Bewertungseffekten ihrer Pensions-Altlasten aufgrund des Zinsumfeldes. Ende 2010 betrug der Barwert der Brutto-Pensionsverpflichtungen 11 Mrd. (5,0% Rechnungszins), 2011 13 Mrd. (4,5%), 2012 15 Mrd. (3,5%). Wegen einer Bilanzierungsänderung musste im ersten Quartal 2013 die Bilanzierung um knapp 4 Mrd. "an den Barwert angepasst werden", wodurch das Eigenkapital von 8 auf 4 Mrd. - netterweise ergebnisneutral - halbiert wurde.

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Hermann F. Sack

Turbulenzen bei der Lufthansa, inkompetentes Management bei BER, Stuttgart 21 usw. usw.

Deutschland, genauer seine verantwortlichen Politiker und Manager, müssen höllisch aufpassen, dass deutsche Ingenieurskunst ihren guten Ruf behält. Nicht alle Pannen und jedes Missmanagement sind mit der kommenden Bundestagswahl oder anderen - etwa "regionalen Sondersituationen" - zu entschuldigen.

Ein sorgloses Weiterwursteln ist in jeder Hinsicht unverantwortlich. Ein kluger Zeitgenosse hat einmal etwas boshaft artikuliert, es gebe keine Eliten, aber eine ziemlich große Anzahl von wichtigtuerischen Leuten, die sich dafür hielten.

Selbst wenn er mit seinem Spott Recht hätte, auch diese "Leute" wären dann besonders gefordert. Deutschland hat mehr zu verlieren als ein paar Euro - nämlich seinen guten Ruf in fast allen Teilen der Welt!

Ist das so schwer zu begreifen?

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Kurt J. Fink
Kurt J. Fink (KFink) - 10.05.2013 09:56 Uhr

Die LH ist eine

world class airline und steht in den meisten Bereichen an der Spitze der top 10.
Catering, IT und Technik gehören zum Geschäft und werden als wirtschaftlch selbständige Unternehmen geführt, ebenso wie Cargo. Das ganze ist der Aviation Konzern. Diese Bereiche verdienen übrigens allesamt Geld un tragen damit zum Konzernergebnis bei. Auch für diese Unternehmen gilt, das sie zu den top 10 gehören.

Im Gegensatz zu vielen Airlines, auch denen aus dem Golf, gehören der LH die meisten Flugzeuge. Bei der ersten Meldung von "sale and lease back" würde ich mir allerdings Sorgen machen, davon dürfte die LH aber sehr weit entfernt sein.

Für ihre Kostenbasis in D kann die LH nichts, da muss man mit arbeiten. Es wäre allerdings schön, wenn die kontraproduktive LV Steuer, die insgesamt zu weniger Steuereinnahmen führt, abgeschafft würde. Auch eine praktikablere Nachtflugregelung wäre schon hilfreich.

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Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.05.2013 12:07 Uhr
Kurt J. Fink
Kurt J. Fink (KFink) - 11.05.2013 12:07 Uhr

Ich bin mit über 80 verschiedenen airlines

geflogen und kann mir sehr gut ein Bild machen. Ich bin weder direkt noch indiret für Lh tätig und mache mir ein ganz unabhängiges Bild. Allerdings bin ich Aktionär.

Ich verwechsle allerdings auch ein Flugzeug nicht mit einem Restaurant oder Amüsierbetrieb. Bei Langstrecken ist es ideal, sich entspannen zu können. Entweder indem man nichts macht oder das wozu man sonst keine Zeit hat. Zum Beispiel ein Buch lesen. Wer natürlich den elektronischen Schnuller in Form von AVOD braucht, hatte bei LH ein Problem. Ich denke aber das die ihre Langstreckenflotte bei kleinem auch soweit umgerüstet haben das denjenigen die unbedingt bespaßt werden müssen und dann trotzdem noch nölen. Was mich an den Dingern interessiert ist die Strckenkarte. Mehr nicht.

Natürlich kann LH nicht mit EY konkurrieren, die sich ohne Rücksicht auf Verluste in den Markt einkaufen, bis die Blase platzt.

Mir ist eine solide Geschäftsführung der LH lieber.

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Mario Meier
Mario Meier (Tell_me) - 10.05.2013 15:08 Uhr

Man fliege und urteile Selbst Herr Fink

Die Empfindungen sind subjektiv und ich halte persönlich nicht viel von Umfragen und bilde mir mein Urteil selbst.

Soviele Qualitäten wie Sie eingangs geschrieben haben hat die LH nun einmal nicht.
Vielleicht sind Sie nie mit einer anderen Gesellschaft geflogen und wissen es daher nicht besser. Oder Sie sind direkt oder indirekt für die LH tätig, was Ihre Meinung erklären würde.

Wenn man einen integrierten Aschenbecher heute noch am Sitz und Bildschirme bei einem 10 Stundenflug über den Sitzen schweben sieht, ist das noch verzeih-,erklärbar. Wenn das "Schrottessen" bei bestwilligem Würgen nicht runtergeht ist es aber zuviel des Schlechten, denn für das ist das Catering zuständig und verantwortlich ist halt zu letzt doch die LH.
Es wird am falschen Ort gespart, denn liebe geht auch über den Wolken durch den Magen.
Es sind nicht die 1,2,3 € die Verteuern es ist die Verärgerung der Reisenden mit solchem Geiz ist geil gehabe, durch deren ausbleiben n.b.

Fliegen Sie mal Etihad, als Tipp.

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Rudi Meergans

Die LH

macht sich durch soliides- german style - Wirtschaften bei den international investors
verhaßt. Durch sale and lease back läßt sich flüssiges Kapital generieren, an welchem
ganz allein und ohne wenn und aber die intern.investors interessiert sind.
Die LH hingegen ist mehr an der Flugsicherheit ihre Maschinen interessiert, über welche
sie die Kontrolle im konzerneigenen Wartungsdienst behalten will. Das trägt wesentlich
zur allgemeinen Attraktivität der LH bei.
Investoren versus Unternehmen. A clash of cultures.

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Kurt J. Fink
Kurt J. Fink (KFink) - 10.05.2013 11:31 Uhr

Wenn man nicht repräsentative Umfragen als Maßstab

nimmt dann hat man eine nicht repräsentative Meinung.

Nicht die LH streikt sondern deren Mitarbeiter, manchmal nicht mal die sondern Mitarbeiter von Erfüllungsgehilfen der LH. Erzählen Sie das also Herrn Bsirske.

Wenn Sie lieber eingepferscht mit 450 anderen in einer 777-300 mit 450 der Emirates sitzen als mit 350 anderen in der größeren 747 der lH dann viel Spaß dabei.

Wer meint das man "cargo" zukaufen kann hat keine Ahnung wovon er schreibt. Ebenso mit Technik, LH Technik ist Weltmarktführer, LHCargo steht auf Rang 3 und der LH Konzern im Umsatz auf Platz 1.

Das sind die Zahlen die zählen. Was den "Schrott" angeht, ich sitze lieber in einer 23 Jahre alten 747 der LH mit über 100000 Stunden als in einer neuen 777 bestimmter, schnell expandierender airlines.

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Mario Meier
Mario Meier (Tell_me) - 10.05.2013 10:44 Uhr

Wer öfter wechselt sieht den Unterschied

Gerade im Catering ist LH unterste Schublade und das Essen kaum geniessbar. Als Reisender interessiert nicht die längst amortisierten alten Flieger mit der 30jährigen Technologie, wenn man preislich mit geleasten aber komfortablen Fliegern angenehmer fliegt. " sale and lease back" kann man bei gewissem "Schrott" in der LH sicher nicht praktizieren.

Zudem gibt es ausser bei Air Fr(Ch)ance und LH nirgends regelmässige Streiks. Es ist eine Unverschämtheit gegenüber den auch hart und nicht unbedingt wohlsituierten übrigen Bürgern mit Streiks wohlverdiente Ferien zu vermiesen. Für manchen kann es ein grosser Luxus sein, wenigstens einmal im Leben in die Ferne zu fliegen.
Wer wegfliegen will, will fliegen und basta! Dafür bezahlt er auch (Monate!) im -Voraus-!

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lothar kempf
lothar kempf (wilkem) - 10.05.2013 10:42 Uhr

Stimmt nicht

Unter den besten Airlines der Welt 2012 ist LH nicht einmal unter den Top 10, sondern 14.
LH ist in keiner Einzel-Kategorie des Kerngeschäfts an der Spitze. Die Spitzenreiter mit Spitzenmargen scheren sich um Catering, IT, T-Service oder Cargo, das kaufen sie günstig ein z.B. bei LH.
Ihr Plädoyer in Ehren ....

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lothar kempf
lothar kempf (wilkem) - 10.05.2013 09:22 Uhr

Gemischtwarenladen oder "World-Class-Airline"

Wozu Catering, Technik, IT...? Bereiche, mit denen sich mehr Geld verdienen ließe, wären sie nicht unter dem Dach der LH. Wenngleich deren Ergebnisse zum Gesundrechnen des kränkelnden Kerngeschäfts benutzt werden, wäre es sinnvoller, diese Bereiche zu verkaufen, um frisches Geld für das Kerngeschäft zu generieren.
Will LH unter den Top 10 Airlines sein, muss sie sich auf das Wesentliche fokussieren, besser und schneller.

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Ulrich Gröschel

Herr Mayrhuber kennt die Lufthansa

… und darum ist er der richtige Mann für den Aufsichtsrat. Es sollte jetzt überlegen welches seiner anderen Mandate er abgeben könnte.

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Wulf Hermann
Wulf Hermann (wuhe) - 10.05.2013 00:43 Uhr

Keinen müden Euro würde ich mehr in die Lufthansa investieren

Neben Managmentfehlern, hohen ungedeckten Pensionsverpflichtungen, dem harten in-und ausländ. Wettbewerb und hohen Kostenstrukturen werden die div. Spartengewerkschaften der Lufthansa irgendwann den Garaus machen. Man kennt das ja bisher z.B. von südeurop. Airlines wie z.B. Alitalia, Olympic u.ä.

Die 117.000 Lufthansaleute sorgen mit ihrem Streikverhalten zusätzlich dafür, ihre Arbeitsplätze Schritt für Schritt abzubauen.

Und: So einem Aufsichtsratsvorsitzenden wie Mayrhuber mit seinen Multimandaten würde ich auch kein Vertrauen schenken.

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Michael Rembrink
Michael Rembrink (mr1960) - 10.05.2013 00:08 Uhr

Der Tenor dieses Artikels ist mir völlig unverständlich

Bei der LH wurde nicht bestochen, betrogen oder geschachert. Vertreter der Aktionäre haben lediglich Bedenken geäußert, dass der neue AR-Vorsitzende noch zu nah am operativen Geschäft ist und zu viele derartige Posten inne hat. Das ist eine legitime Meinung, die man haben und äußern kann. Die Besetzung von Aufsichtsräten war in Deutschland jahrzehntelang eine Mauschel-Sache der Deutschland AG. Jetzt haben wir endlich eine Kultur, in der Aktionäre kontroverse Meinungen haben. Genau das ist für mich gute Corporate Governance. Die sollen sich streiten darum, was das Beste für das Unternehmen ist, und sich nicht jeden Abend beim Rotwein in den Armen liegen. Jeder Politiker würde tot umfallen vor Freude, wenn er mit 63% aller Stimmen gewählt würde. So soll es sein: Ausreichende Mehrheit, aber auch Opposition, die zur Leistung anspornt. 100% Wahlergebnis sind das Markenzeichen einer Diktatur, nicht eines Unternehmens in einer freiheitlichen Marktwirtschaft.

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Matthias Zinn

Kostenersparnis durch WheelTug

Der winzige, aber starke Elektromotor, ins Bugrad eingebaut, erlaubt es den Piloten, ohne laufende Triebwerke vom Gate zur runway zu rollen; das gleiche nach der Landung auf dem Weg zum Gate. Um die 500.000 Dollar Ersparnis im Jahr für eine 737. KLM, EL AL, AL ITALIA und JetAirways haben schon Vorverträge unterschrieben. Wann folgt die LH ?

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Lutz Wagenpohl

Wo liegt die Kernkompetenz der Lufthansa

Lufthansa steht für mich für gutes und sicheres Fliegen. Deshalb bin ich gern Kunde der Lufthansa.Überrascht war ich auf meinem letzten H/R-Flug von Frankfurt nach Atlanta darüber, dass sich jeweils am Ende des Fluges eine Flugbegleiterin über das Bordmikrofon mit einem Spendenaufruf für Kinder in der 3. Welt meldete, dem dann ein Video folgte. Auf meinen Hinweis, die Kernkompetenz der Lufthansa sei doch eigentlich das gute Fliegen und nicht das Spendensammeln erhielt ich die Antwort, dass die Lufthansa hiermit nichts zu tun habe, dies sei eine Initiative der Mitarbeiter selbst. Diese Differenzierung in "Firma" und "Mitarbeiter" fand ich etwas seltsam. Um nicht mißverstanden zu werden, auch ich spende für soziale Zwecke. Dennoch: Wenn Bahnmitarbeiter mit einer Sammelbüchse durch den Zug gingen oder die Mitarbeiter einer Bankfiliale jedem Kunden einen Spendenbeleg vorlegen würden .....
Irgendetwas scheint mit der Personalführung der Lufthansa nicht zu stimmen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.05.2013 09:53 Uhr
Mario Meier
Mario Meier (Tell_me) - 10.05.2013 09:53 Uhr

Sie sagens Herr Wagenpohl

Genau ein solcher Spendenaufruf hat mich auf meinem Interkontinentalflug mit der Swiss gelinde gesagt entrüstet. Dieses Gutmenschentum gehört definitiv nicht zum Geschäft einer Fluggesellschafft. Erst rech nicht wenn man gerade aus einem sog. Entwicklungsland zurückkehrt und selbst Entwicklungshilfe in Form von gezieltem Einsatz vorort gemacht hat.

Ich fliege als Schweizer allerdings in der Star-Allianz wenn immer möglich mit der Swiss, weil ich dort bisher noch keinen overbooking oder (wenn auch angekündigten) -Streik- hinnehmen musste und die Qualität doch (noch!) um einiges besser ist als bei der LH. Tendenz leider fallend!
Was man in CH nicht kennt sind Streiks, weil man wohl zwischen den Sozialpartnern eine ausgewogenere Verhandlungskultur hat und den Teuerungsausgleich als meistgenannten Grund der Querelen jedes Jahr der Belegschaft automatisch zuspricht.

Bei Inland-Inflation ist es doch das mindeste die Löhne automatisch anzugleichen, oder ist das zuviel verlangt?

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09.05.2013, 16:42 Uhr

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