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Daimler-Vorstandschef : Zetsches Vertrag nur um drei Jahre verlängert

  • Aktualisiert am

Der Vertrag von Dieter Zetsche bei Daimler wird nur bis Ende 2016 verlängert Bild: REUTERS

Der Daimler-Aufsichtsrat hat den Vertrag von Vorstandschef Dieter Zetsche überraschend nur um drei Jahre verlängert - zuvor war von fünf Jahren die Rede. Zetsche steht seit sieben Jahren an der Spitze von Daimler.

          Daimler-Chef Dieter Zetsche darf den Stuttgarter Autobauer zunächst nur für weitere drei Jahre bis Ende 2016 steuern. Der Aufsichtsrat von Daimler verlängerte den Ende dieses Jahres auslaufenden Vertrag des 59 Jahre alten Managers am Donnerstag überraschend nicht um die erwarteten fünf Jahre. Nach dpa-Informationen hatte sich vor allem die Arbeitnehmerseite für eine kürzere Laufzeit stark gemacht.

          Nach Angaben von Daimler hat die kürzere Periode Altersgründe: Man habe sich entschieden, die Verträge aller Vorstände, die während einer Vertragsverlängerung 60 Jahre alt sind oder es werden, nur noch um drei Jahre zu erneuern.

          Zetsche wird damit bis Ende 2016 verpflichtet. Er steht seit sieben Jahren an der Spitze von Daimler, seit Herbst 2005 ist er in Personalunion auch Chef der Pkw-Sparte Mercedes-Benz. Erstmals zum Vorstandsmitglied wurde er 1997 bei der damaligen DaimlerBenz AG bestellt. Auch der Vorstandsvertrag von Forschungschef Thomas Weber (58) wurde lediglich um drei Jahre bis Ende 2016 fortgeschrieben.

          Produktionschef Wolfgang Bernhard wechselt Zuständigkeit

          Mit Zetsches Wiederbestellung geht auch ein Umbau des weiteren Vorstands einher: Produktionschef Wolfgang Bernhard, dessen Vertrag erst vor knapp einem Jahr bis 2018 verlängert worden war, wechselt von April an in das Vorstands-Ressort für Daimler Trucks. Der bisherige Truck-Chef Andreas Renschler wird im Gegenzug Chef für Produktion und Einkauf von Mercedes-Benz Pkw und Mercedes-Benz Vans.

          Wolfgang Bernhard
          Wolfgang Bernhard : Bild: dpa

          Aus mit der Sache vertrauten Kreisen hieß es, den Arbeitnehmervertretern sei es wichtig gewesen, dass Bernhard „nicht mehr Pkw“ mache. Der einst als Kronprinz gehandelte Manager hatte in der Vergangenheit für Unmut gesorgt, als es um Einsparungen bei Mercedes-Benz ging.

          „Ursprünglich war er mal in der Rolle des Kronprinzen“, sagte Branchenkenner Willi Diez von der Hochschule Nürtingen-Geislingen. „Im Moment hat man nicht den Eindruck, dass es einen Kronprinzen gibt.“ Allerdings falle zur Zeit häufiger der Name von Finanzvorstand Bodo Uebber.

          Quelle: FAZ.NET/Reuters/dpa

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