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Daimler : Mercedes kann Zeitplan für Brennstoffzelle wohl nicht halten

Bei Daimler: Serienbetrieb von Fahrzeugen mit Brennstoffzelle verschiebt sich Bild: dapd

Der Stuttgarter Automobilhersteller Daimler hat offenbar Schwierigkeiten, den zugesagten Serienbetrieb von Fahrzeugen mit Brennstoffzelle einzuhalten. Dabei macht anscheinend nicht die Technik Schwierigkeiten, sondern die Kosten sind zu hoch.

          Der Stuttgarter Automobilhersteller Daimler hat offenbar Schwierigkeiten, den zugesagten Serienbetrieb von Fahrzeugen mit Brennstoffzelle einzuhalten. Zur Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt im September vergangenen Jahres hatte Vorstandschef Dieter Zetsche gesagt: „Wir werden im Jahr 2014 mit der B-Klasse als Brennstoffzellenfahrzeug in Serie gehen. In Deutschland sollten wir bis 2016 oder 2017 ein Netz von 1000 Wasserstofftankstellen haben, das bedeutet, dass man im schlechtesten Fall 30 Kilometer zur nächsten Tankstelle fahren muss.“

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Nun verlautet aus Kreisen des Unternehmens, der Zeitplan sei nicht einzuhalten. Man werde vermutlich erst mindestens ein Jahr, vielleicht aber auch zwei Jahre später so weit sein. Dabei ist die Technik offenbar nicht die größte Hürde. Mit einer Fahrt rund um den Globus hat Mercedes-Benz deren Funktionsfähigkeit und Zuverlässigkeit schon unter Beweis gestellt. Allerdings scheint die industrielle Fertigung zu wettbewerbsfähigen Kosten bislang nicht möglich. Die Rede ist von derzeit rund 20.000 Euro je Einheit. Höchstens die Hälfte gilt im Vergleich zu anderen Antriebsarten als erträglich.

          Gleichzeitig setzt die gesamte Industrie nun voll auf Hybridfahrzeuge, also eine Kombination aus Verbrennungsmotor (Benziner oder Diesel) und Elektromaschine. Damit soll vor allem die Einfahrt in innerstädtische Bereiche sichergestellt werden, wenn immer mehr Städte den innersten Ring nur noch lokal emissionsfreien Fahrzeugen gestatten oder alle übrigen mit Gebühren belegen. Der nächsten Generation von Hybridautos, die in etwa vier bis fünf Jahren auf den Markt kommen, werden deutliche Zuwächse in der Reichweite vorhergesagt. So soll dem Vernehmen nach etwa die kompakte B-Klasse von Mercedes-Benz in der nächsten Generation als Hybrid in der Lage sein, 100 bis 120 Kilometer weit rein elektrisch zu fahren. Diese Werte gelten jedoch nur unter „normalen“ Außenbedingungen. Ist es dagegen beispielsweise besonders kalt, sinkt die elektrische Reichweite zum Teil deutlich.

          Quelle: F.A.Z.

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