Home
http://www.faz.net/-gqe-758t1
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Daimler Mercedes kann Zeitplan für Brennstoffzelle wohl nicht halten

Der Stuttgarter Automobilhersteller Daimler hat offenbar Schwierigkeiten, den zugesagten Serienbetrieb von Fahrzeugen mit Brennstoffzelle einzuhalten. Dabei macht anscheinend nicht die Technik Schwierigkeiten, sondern die Kosten sind zu hoch.

© dapd Bei Daimler: Serienbetrieb von Fahrzeugen mit Brennstoffzelle verschiebt sich

Der Stuttgarter Automobilhersteller Daimler hat offenbar Schwierigkeiten, den zugesagten Serienbetrieb von Fahrzeugen mit Brennstoffzelle einzuhalten. Zur Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt im September vergangenen Jahres hatte Vorstandschef Dieter Zetsche gesagt: „Wir werden im Jahr 2014 mit der B-Klasse als Brennstoffzellenfahrzeug in Serie gehen. In Deutschland sollten wir bis 2016 oder 2017 ein Netz von 1000 Wasserstofftankstellen haben, das bedeutet, dass man im schlechtesten Fall 30 Kilometer zur nächsten Tankstelle fahren muss.“

Holger  Appel Folgen:

Nun verlautet aus Kreisen des Unternehmens, der Zeitplan sei nicht einzuhalten. Man werde vermutlich erst mindestens ein Jahr, vielleicht aber auch zwei Jahre später so weit sein. Dabei ist die Technik offenbar nicht die größte Hürde. Mit einer Fahrt rund um den Globus hat Mercedes-Benz deren Funktionsfähigkeit und Zuverlässigkeit schon unter Beweis gestellt. Allerdings scheint die industrielle Fertigung zu wettbewerbsfähigen Kosten bislang nicht möglich. Die Rede ist von derzeit rund 20.000 Euro je Einheit. Höchstens die Hälfte gilt im Vergleich zu anderen Antriebsarten als erträglich.

Mehr zum Thema

Gleichzeitig setzt die gesamte Industrie nun voll auf Hybridfahrzeuge, also eine Kombination aus Verbrennungsmotor (Benziner oder Diesel) und Elektromaschine. Damit soll vor allem die Einfahrt in innerstädtische Bereiche sichergestellt werden, wenn immer mehr Städte den innersten Ring nur noch lokal emissionsfreien Fahrzeugen gestatten oder alle übrigen mit Gebühren belegen. Der nächsten Generation von Hybridautos, die in etwa vier bis fünf Jahren auf den Markt kommen, werden deutliche Zuwächse in der Reichweite vorhergesagt. So soll dem Vernehmen nach etwa die kompakte B-Klasse von Mercedes-Benz in der nächsten Generation als Hybrid in der Lage sein, 100 bis 120 Kilometer weit rein elektrisch zu fahren. Diese Werte gelten jedoch nur unter „normalen“ Außenbedingungen. Ist es dagegen beispielsweise besonders kalt, sinkt die elektrische Reichweite zum Teil deutlich.

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Gefragter Golf Volkswagen wächst auch in Amerika - langsam

Amerika ist das große Sorgenkind im Volkswagen-Konzern: Irgendwie baut Wolfsburg nicht die Autos, die Amerikaner gerne fahren wollen. Ändert sich das nun? Mehr

02.07.2015, 07:48 Uhr | Wirtschaft
Mercedes Benz F015 Diese Luxuskarosse braucht keinen Fahrer

Auf der Technikmesse CES in Las Vegas wurde der eigenständig fahrende Mercedes Benz F015 vorgestellt. F015 ist im Prinzip ein selbstfahrendes Wohnzimmer, auch wenn man die Luxuskarosse natürlich immer noch eigenhändig steuern kann. Mehr

06.01.2015, 15:54 Uhr | Technik-Motor
Rosberg siegt in Österreich Ich fahr’ jetzt immer so

Mit seinem Sieg in Österreich verleiht Nico Rosberg dem Formel-1-Duell mit Lewis Hamilton neue Spannung, während Ferrari Vettel bremst. Einen unheimlichen Unfall gibt es bereits in der ersten Runde. Mehr Von Michael Wittershagen, Spielberg

21.06.2015, 15:40 Uhr | Sport
Fahrbericht Mercedes S 500 Hybrid

Ist die Plug-in-Technik mehr als ein Zwischenschritt auf dem Weg zum elektrischen Fahren? In einem Luxuswagen lassen wir uns das lautlose Gleiten gern gefallen. Mehr

20.03.2015, 14:19 Uhr | Technik-Motor
Werbung Die Invasion der älteren Models

In der Werbung fängt das Alter schon früh an. Alles dreht sich um die Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Doch jetzt regt sich Widerstand gegen den Jugendkult der Branche. Mehr Von Julia Löhr

21.06.2015, 14:29 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 21.12.2012, 16:30 Uhr

Maut-Schaden

Von Manfred Schäfers

Die Freude des Verkehrsministers über das Maut-Gesetz währte nur kurz. Tatsächlich rollt nun das Geld, dummerweise in die falsche Richtung: aus dem Verkehrsetat, statt hinein. Mehr 10 12


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden

Grafik des Tages Der Zuckerkonsum wächst

Die Weltbevölkerung wird in den kommenden Jahren mehr Zucker konsumieren. Vor allem in Entwicklungsländern wird ein starkes Wachstum erwartet. Mehr 0