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Staatsreederei Cosco : China kauft sich in Europas Häfen ein

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Noch besteht in Hamburg kein Grund zur Sorge. Das Augenmerk von Cosco liege bisher auf den Häfen Rotterdam, Antwerpen und Zeebrügge. Bild: dpa

Die chinesische Staatsreederei Cosco kauft sich Hafenbeteiligungen in Europa zusammen. Sie folgt damit einem klaren Ziel der Regierung in Peking.

          Beim Hamburger Hafenlogistiker HHLA hat noch kein chinesischer Investor der Staatsreederei Cosco angeklopft, um sich im Hafen der Hansestadt einzukaufen. Doch auch in Hamburg wird aufmerksam verfolgt, dass der Staatskonzern systematisch ein ganzes Netz an Hafenbeteiligungen in Europa zusammenkauft. In Nordeuropa liege das Augenmerk von Cosco dabei vor allem auf den Häfen Rotterdam, Antwerpen und Zeebrügge, heißt es in einer Studie des italienischen Instituts SRM.

          In Rotterdam, Hamburgs ewigem Rivalen, soll Cosco mehr als ein Drittel am Euromax-Terminal halten. Spürbar ist die Präsenz der chinesischen Investoren vor allem im Mittelmeerraum, wo sie sich vor Jahren bereits in Hafenanlagen in Israel, in der Türkei und in Ägypten eingekauft haben. Der spektakulärste Coup war die Übernahme der Mehrheit der griechischen Hafengesellschaft in Piräus 2016 durch Cosco. Piräus soll nach dem Willen der Chinesen in Zukunft eine größere Rolle in Europa spielen.

          Strategie von Cosco geht auf

          Hinter der Einkaufstour der Cosco-Tochtergesellschaft Cosco Shipping Port, zu der nach Angaben von SRM Ende vergangenen Jahres bereits ein Netzwerk von 46 Container-Terminals gehörte, steckt die chinesische Regierung. Die Kontrolle über mehrere Hafenanlagen in Europa soll sicherstellen, dass in der Volksrepublik produzierte Waren schnell in die europäischen Großräume gelangen. Gleichzeitig können die Hafengebühren so niedrig bleiben und damit in China produzierte Produkte wettbewerbsfähig halten. Der Einstieg in Piräus zeigt, dass diese Strategie aufgeht.

          Seitdem Cosco in dem griechischen Hafen eingestiegen ist, verschiffen viele Computerhersteller, die fast ausnahmslos in China fertigen lassen, ihre Produkte nach Griechenland. 2009, als Cosco seine erste Offerte für einen Einstieg in Piräus abgegeben hatte, haben viele europäische Hafenbetreiber das noch belächelt. Doch auch die HHLA kann es nicht kaltlassen, wenn es heißt, dass Cosco im vergangenen Jahr 35 Prozent der Anteile am Rotterdamer Euromax-Terminal übernommen hat.

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          Quelle: cag.

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