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Umbaukosten : Commerzbank verdient weniger

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Der Commerzbank-Turm in Frankfurt. Bild: Maximilian von Lachner

Mehr Kunden, weniger Mitarbeiter: So will die Commerzbank aus ihrer Misere kommen. Vorerst ist das aber teuer.

          Die Commerzbank hat 2017 wegen der Kosten für den Abbau Tausender Stellen und der niedrigen Zinsen weniger verdient. Der Konzerngewinn sank auf 156 Millionen Euro, wie die Commerzbank am Donnerstag mitteilte. Im Jahr 2016 waren es noch 279 Millionen Euro, 2015 sogar 1,1 Milliarden. Die Erträge vor Risikovorsorge gingen auf 9,16 Milliarden Euro von 9,4 Milliarden zurück.

          In dem Gewinnrückgang machen sich vor allem die Kosten für den laufenden Stellenabbau bemerkbar. Dabei schlug sich die Commerzbank besser als von Analysten erwartet. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit Erträgen von 9,08 Milliarden Euro und einem Konzernergebnis von 136 Millionen Euro gerechnet.

          500.000 Privatkunden gewonnen

          Kern der Neuaufstellung ist eine Offensive bei den Privatkunden. Bis zum Jahr 2020 will die Commerzbank zwei Millionen neue Kunden anlocken. Die Idee: Mehr Kunden bringen auf lange Sicht mehr Gewinne. Seit Bekanntgabe der Strategie im Herbst 2016 hat die Commerzbank rund 639.000 neue Kunden gewonnen.

          Die Bank gewann 2017 netto 502.000 Privatkunden. „Wir haben die Digitalisierung der Bank vorangetrieben und sind kräftig gewachsen“, sagte Commerzbank-Chef Martin Zielke. „Das versetzt uns jetzt in die Lage, für das Geschäftsjahr 2018 wieder eine Dividende anzustreben.“ Für 2017 zahlt die Bank wie erwartet keine Dividende.

          COMMERZBANK

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          Für den Konzernumbau, dem mehr als 7000 Stellen zum Opfer fallen, hatte Deutschlands zweitgrößte börsennotierte Bank bereits im Sommer Kosten von 807 Millionen Euro verbucht. Dass es dennoch zu einem Gewinn reichte, hat die Bank mehreren Sondererträgen zu verdanken.

          Einer der wichtigsten davon stammt aus dem Verkauf der Zentrale in Frankfurt. Der mit Antenne 300 Meter hohe Turm ist weithin sichtbar und wurde von Stararchitekt Norman Foster entworfen. Er gehörte zuvor zwei Fonds des Commerzbank-Immobilienarms Commerz Real, wurde aber nun an den Samsung-Konzern verkauft. Die Bank bleibt Mieter.

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