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Commerzbank Dresdner-Kauf kommt früher und wird billiger

28.11.2008 ·  Gute Nachrichten für die Commerzbank: Die Übernahme der Dresdner kommt sie deutlich billiger als bisher geplant - und das Geschäft wird schon im Januar abgewickelt, also ein halbes Jahr früher. Darauf haben sich Commerzbank und die Dresdner-Muttergesellschaft Allianz überraschend geeinigt.

Von Holger Paul
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Die Commerzbank wird die Dresdner Bank vorzeitig und zu einem wesentlich günstigeren Preis als ursprünglich geplant vollständig übernehmen. Wie die Bank am späten Donnerstagabend mitteilte, hat sie sich mit der Dresdner-Konzernmutter Allianz darauf geeinigt, den Restanteil von 40 Prozent an der Frankfurter Großbank schon im Januar kommenden Jahres für insgesamt 1,4 Milliarden Euro zu übernehmen. Unter dem Strich wird die Übernahme für die Commerzbank damit deutlich günstiger als erwartet. Statt der im September verkündeten Summe von 9 Milliarden Euro muss die Commerzbank nur noch etwas mehr als 5 Milliarden Euro bezahlen.

Die Summe von 1,4 Milliarden Euro soll in bar - also aus der Liquidität des Instituts - bezahlt werden. Dafür erhält die Commerzbank die noch im Besitz der Allianz befindlichen Dresdner-Aktien. Ursprünglich war vorgesehen, dass die Allianz für ihre verbliebenen Dresdner-Anteile weitere 151,5 Millionen Commerzbank-Aktien erhalten sollte, deren Wert auf 20,30 Euro je Stück angesetzt wurde. Hinzu kommt nach der neuen Vereinbarung noch eine Zahlung der Commerzbank an die Allianz von 250 Millionen Euro, mit der ein bereits vereinbarter Besserungsschein - ein sogenannter Risikoschirm - abgelöst wird, der eine Höhe von 1 Milliarde Euro hatte.

Commerzbank spart sich außerordentliche Hauptversammlung

Mit diesem Manöver erspart sich die Commerzbank nicht nur die Abgabe weiterer eigener Aktien an die Allianz, sondern auch eine außerordentliche Hauptversammlung im Februar, auf der über eine Kapitalerhöhung zur weiteren Finanzierung der Übernahme hätte entschieden werden müssen. Der Ausgang eines solchen Aktionärstreffens galt als unsicher. Zudem hätten anschließend Aktionärsklagen gegen die Kapitalerhöhung gedroht. Durch den nun gefällten Beschluss wird der Anteil der Allianz an der neuen fusionierten Großbank bei gut 18 Prozent verbleiben. Ursprünglich war vorgesehen gewesen, dass der Münchener Konzern 30 Prozent an der neuen Commerzbank halten sollte.

Den ersten Schritt der Übernahme hatten Commerzbank und Allianz schon Ende August vereinbart; damals hatte das Kreditinstitut 60 Prozent der Dresdner Bank für eine Zahlung von 1,6 Milliarden Euro plus der Übergabe von 163,5 Millionen Commerzbank-Aktien erhalten. Außerdem wurde beschlossen, dass der Versicherer die Investmentgesellschaft Cominvest erhält, deren Wert auf 700 Millionen Euro taxiert wurde.

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