15.02.2013 · Der Vorstandsvorsitzende der Commerzbank, Martin Blessing, verzichtet auf seinen Bonus. Doch in Wirklichkeit kann er sich über eine satte Gehaltserhöhung freuen.
Von Markus FrühaufRichtlinien für Lesermeinungen
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Das 6000 Mitarbeiter entlassen werden, macht Spaß?
Der Bund ist immer noch zu 25 Prozent an der Commerzbank beteiligt und damit der wichtigste Aktionär, aber die Kritik selbst der Opposition fällt mager aus und geht über Vorwürfe wie “schlechter Stil” ( Carsten Sieling) kaum hinaus. Gestern wiesen die NDS auf einen Händler der Commerzbank hin, dem 2008 ein Bonus von 80 Mio. Euro zugesprochen wurde. Das mag sich, wie Anshu Jain Ende Januar betonte, nicht mehr wiederholen, aber das Beispiel Blessing zeigt, dass ein Mentalitätswandel nicht eingesetzt hat. Man holt das raus, was legal möglich ist. Da die Commerzbank mindestens die Hälfte der geleisteten Rekapitalisierungen zurückgezahlt hat, darf die Obergrenze für Vergütungen von 500.000 Euro überschritten werden – so das von CDU, CSU und FDP aufgelegte Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetz. Das macht Spaß!
Eine solide Bank sieht anders aus ...
schreibt Hanno Mußler in seinem Kommentar.
Ein solider Vorstandsvorsitzender ebenfalls, möchte ich ergänzen.
Gleiches gilt für einen soliden Vorsitzenden des Aufsichtsrates.
Es wäre schön, wenn die Zahlung von Boni die Ausschüttung
einer Dividende voraussetzen würde. Keine Dividende, keine Boni. Es
wäre auch gut für Staat und Steuerzahler als stille Teilhaber.
.... das ist ja schön für Herrn Blessing. Mir als
Aktionär ist der Spaß gründlich vergangen in den letzten
Jahren der kontinuierlichen Talfahrt.
Das die Vorstände sich bei ihren indiskutablen Leistungen dann auch
noch die Taschen vollstopfen ist der Gipfel der Unverschämtheit.
Es wird Zeit, dass die Banken und ihre Eigner wieder
für die Verluste der Banken selbst haften und nicht der europäische Steuerzahler der Zukunft. Dann wird die Selbstbedienungsmentalität der Bankmanager eine Ende haben, denn die Aktionäre werden die Verlustbringer abstrafen. Jetzt subventioniert der nicht verantwortliche zukünftige Steuerzahler die reichen sogenannten Eliten, denn unsere Kinder und Enkel sitzen auf einen Berg Schulden, der zum großen Teil durch Bankenrettungsaktionen entstand. Ich wähle keine Politiker mehr, die so eine unverantwortliche Politik betreiben. Wann wachen die Bundesbürger auf und wehren sich gegen die Verarmung der Massen und die Bereicherung der oberen 2 % in der Einkommens- und Vermögensleiter. Die breite Masse wird ärmer und die wenigen Reichen werden von den europäischen Politikern gefüttert und keiner der auf Grund seines großen Gehaltes Verantwortung hat wird zur Rechenschaft gezogen.
Und wenn nicht mehr Spaß macht? Dann wird die Kohle genommen und
ein anderes Unternehmen ruiniert, oder direkt die Ehefrau zuhause
genervt? G
Widerlich.
Sehr geehrter Herr Blessing! Mich interessiert herzlich wenig ob es Ihnen noch Spass macht. Wer Anteilseigner der Commerzbank ist -ich gehoere nicht dazu - dem ist wohl laengst der Spass vergangen. Dann diese Tricks -oder sagen wir das Marketing - mit dem Bonus-Verzicht zu kokettieren und hinten eine satte Gehaltserhoehung einzustreichen. Herr Blessing muss die Aktionaere und das Umfeld fuer ziemlich dumm halten. Bei der Commerzbank ist es hoechste Zeit fuer einen "Trainerwechsel". MIr ist noch gut in Erinnerung wie ich zur Zeit der Bankenkrise Herrn Blessing gemeinsam mit dem damaligen Finanzminister Steinbrueck in einer Talkshow erlebt hatte. Wie ein treu ergebender Pudel blickte Blessing zu Steinbrueck, redete nur wenn er gefragt wurde und wirkte extrem unterwuerfig. Mein Eindruck seit damals hat sich bestaetigt. Was die Bank braucht ist ein gestandener Manager mit Selbstbewusstsein und einer klaren Strategie im Kopf und die Faehigkeit diese auch umzusetzen.
Warúm sollte es denn auch keinen Spaß machen, bei so viel Macht und Geld
Der Großvater Bundesbankpräsident, der Schwiegervater, Martin Wieandt, knochenharter Sanierer bei der BfG und der Schmidt-Bank auf Kosten der Mitarbeiter, die Frau Gemalin Dorothee Managing Director bei Real Estate, der Herr Schwager Axel ganz oben bei der Deutschen Bank mit Unterbrechung von 2008 bis 2010 als Big Boss bei HypoRealEstate und der Schwager Carl Partner bei Mc Kinsey. Und was besonders schön ist, die Leute gönnen ihnen das Geld, zumindest meckert keiner, wenn zugelangt wird. Also nicht so wie beim armen Peer Steinbrück, der zwar Commerzbank und HypoRealEstate mit retten half, aber als Sozi, der Zwischendurch auch mal Besserverdiener war, zum Watschenmann der Nation gemacht wird. Jeder Narr in der Bütt durfte ihn medienwirksam und wahrheitsverdrehend als Spucknapft benutzen und auch in den Leserkommentaren der Druckmedien scheint es von besonderer Befriedigung zu sein, ihn als Parasiten zu geißeln. Ja Peer, schade dass du nicht Wieandt oder Blessing heißt.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.02.2013 21:17 UhrSehr vermutlich...
...können es die Erben der sog. Deutschland AG eben nicht mehr.
Ideenlos, farblos, tatenlos ist ihre einzige Geschäftsidee die,
beim krebsartigen Wuchern der Neubaugebiete auch was abzukriegen.
Und D kann sich im Ggs. zu den USA (wo Greenspan die nämliche
Inzucht beklagte = Enron) ganz offensichtlich nicht selbst erneuern.
Über Figuren wie Steinbrück soll man gar kein Wort verlieren.
Herr Dr. Schäuble, lassen sie bitte
eine Fusion der "Commerzbank" mit der "KFW" prüfen.
Herr Blessing verhält sich wie ein Politiker: großzügig
den Verzicht erklären und "
hintenrum" Kasse machen. Wie passt das mit der Webung der Bank
zusammen? Wenn das so weiterläuft wie in der Vergangenheit, wird er
bald gehen müssen.
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