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Comics „Fix und Foxi“-Verlag insolvent

15.06.2009 ·  Es war der große deutsche Comic in den sechziger und siebziger Jahren. In seinen besten Zeiten gingen 400.000 Hefte über die Ladentische. Im Jahr 1994 wurde das Heft erstmals eingestellt. Dann lebten die Figuren in einem Kleinverlag wieder auf. Doch nun ist es abermals vorbei.

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Der Traditions-Comic „Fix und Foxi“ muss sein Erscheinen einstellen. Der Kleinverlag Tigerpress in Hamburg, der das Heft zuletzt herausgab, hat beim Amtsgericht Hamburg einen Insolvenzantrag gestellt. Das bestätigte Geschäftsführer Jan Wickmann am Montag. Die Auflage habe sich innerhalb eines Jahres von rund 50.000 auf nur noch 18.000 Hefte verringert und auch das Anzeigenaufkommen sei stark rückläufig. Vier Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz.

„Fix und Foxi“ war zu seinen Glanzzeiten in den sechziger und siebziger Jahren das erfolgreichste deutsche Comicheft mit Auflagen von bis zu 400.000 Exemplaren pro Woche. Zeitweise lag „Fix und Foxi“ noch vor dem Konkurrenten „Micky Maus“.

Die Titelfiguren, zwei unternehmungslustige Füchse, wurden in den fünfziger Jahren von Rolf Kauka geschaffen, der die Hefte in seinem eigenen Verlag erfolgreich herausgab. Außer Fix und Foxi war ihr Kumpel Lupo, ein Wolf, der heimliche Star der Reihe, neben Oma Eusebia, Onkel Fax und dem Raben Knox. „Fix und Foxi“ war stets konservativer und konventioneller angelegt als „Micky Maus“, fand aber gegen die amerikanische Konkurrenz seine Leserschaft.

„Jahr für Jahr wandern ganze Jahrgänge ins Internet ab“

In den siebziger Jahren übernahm der Bauer Verlag unter der Führung seiner Tochtergesellschaft Pabel-Moewig „Fix und Foxi“. Im Jahr 1994 wurde das Heft erstmals eingestellt. Danach erschienen nur noch einzelne Hefte, bis Tigerpress im Jahr 2005 die Produktion wieder aufnahm. In den Heften wurden teils alte und überarbeitete Geschichten und teils neue Abenteuer veröffentlicht.

Ab Jahresmitte 2008 ging es nach Angaben von Tigerpress-Chef Wickmann mit der Auflage schrittweise bergab. Die Zielgruppe der Kinder
werde kleiner und lese weniger, während gleichzeitig das Angebot an Unterhaltungsangeboten zunehme, vor allem durch Videospiele und das
Internet: „Jahr für Jahr wandern ganze Jahrgänge ins Internet ab“, erklärt Wickmann, „das merkt man sehr deutlich“. Zudem habe mit dem Einstellen der Fernsehserie „Fix und Foxi“ Anfang 2008 die Popularität der Figur abgenommen: „Die Serie hatte uns sehr geholfen“, so Wickmann, „leider wurde sie Anfang 2008 abgesetzt“.

Im Tigerpress-Verlag wird nun kein weiteres „Fix und Foxi“-Heft mehr erscheinen. Ob damit das endgültige Aus für die beiden Comic-Füchse besiegelt ist, lässt sich noch nicht sagen: Die Rechte liegen bei den Erben des Figuren-Erfinders Ralf Kauka: „Ob in einem anderen Verlag ein neues Heft erscheint, muss jetzt Frau Alexandra Kauka entscheiden“, sagt Tigerpress-Chef Wickmann.

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