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Chemieindustrie BASF will Ciba übernehmen

15.09.2008 ·  Am Kapitalmarkt war mit Akquisitionen gerechnet worden, jetzt kauft die BASF tatsächlich ein: Der Chemiekonzern will seinen Schweizer Konkurrenten Ciba schlucken. Mit der Offerte, die Ciba mit 3,8 Milliarden Euro bewertet, soll das Geschäftsfeld Spezialitätenchemie von BASF gestärkt werden.

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Der Chemiekonzern BASF will seinen Schweizer Konkurrenten Ciba schlucken. Mit der Offerte, die Ciba mit 3,8 Milliarden Euro bewertet, soll das Geschäftsfeld Spezialitätenchemie von BASF gestärkt werden, wie die Unternehmen am Montag in Ludwigshafen und Basel mitteilten. Pro Aktie würden 50 Schweizer Franken geboten, was einem Zuschlag von knapp einem Drittel gegenüber dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag entspricht.

Der Verwaltungsrat von Ciba begrüßte das Angebot von BASF. Den Aktionären werde empfohlen, die Übernahmeofferte anzunehmen, hieß es. „Diese Transaktion basiert auf einem fairen Preis für unsere Aktionäre“, sagte Verwaltungsratschef Armin Meyer. BASF habe zugesagt, wichtige Standorte in der Schweiz zu erhalten.

Transaktion soll im zweiten Jahr positiv zum Ergebnis beitragen

Das Übernahmeangebot soll am 1. Oktober starten und bis zu 30 Tage lang laufen. BASF will die Transaktion spätestens im ersten Quartal kommenden Jahres unter Dach und Fach bringen. „Wir erwarten, dass sie im zweiten Jahr positiv zum Ergebnis pro Aktie beitragen wird“, sagte Konzernchef Jürgen Hambrecht. Ciba kam den Angaben zufolge im vergangenen Jahr mit 13.000 Mitarbeitern auf einen Umsatz von 4 Milliarden Euro. BASF setzte 57,9 Milliarden Euro um und beschäftigte zuletzt 95.000 Menschen.

Schon Mitte des Jahres hatten Börsianer mit Akquisitionen des weltgrößten Chemiekonzerns gerechnet. Milliardenübernahmen wie Engelhard und Degussa-Bauchemie aus dem Jahr 2006 seien mittlerweile integriert und die Kaufpreise für Chemieunternehmen derzeit günstig, hieß es zur Begründung. Hinzu komme, dass Finanzinvestoren nach Ansicht von Analysten, anders als in den letzten Jahren, als Konkurrenten bei Übernahmen ausfallen. Außerdem habe BASF-Chef Hambrecht mehrfach betont, aktiv an der Konsolidierung der Branche teilnehmen zu wollen. Gerüchteweise waren die amerikanischen Firmen Grace und Rockwood sowie die deutsche Cognis als Übernahmeziele gehandelt worden.

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