28.02.2008 · Bayer hat sich trotz einer erwarteten Abschwächung des Wirtschaftswachstums in Amerika optimistisch für 2008 gezeigt. Das vierte Quartal 2007 lief dank der Arzneimittelgeschäfte besser als im Jahr zuvor.
Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat im vierten Quartal des vergangenen Jahres unter anderem dank guter Arzneimittelgeschäfte operativ deutlich mehr verdient als vor Jahresfrist. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie vor Sondereinflüssen sei im Schlussquartal um 24,4 Prozent auf 774 Millionen Euro gestiegen, teilte Bayer am Donnerstag in Leverkusen mit.
Analysten hatten einer Umfrage zufolge im Schnitt mit einem etwas höheren Ergebnis von 795 Millionen Euro gerechnet. Damit kam Bayer im Gesamtjahr 2007 auf ein bereinigtes Ebit von 4,287 Milliarden Euro - ein Plus von 23,2 Prozent. Der Konzernumsatz nahm um 11,8 Prozent auf 32,385 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich blieb ein Konzerngewinn von 4,711 Milliarden Euro in der Kasse nach 1,683 Milliarden Euro im Jahr zuvor.
Die Rendite seiner Gesundheitssparte HealthCare will Bayer in diesem Jahr weiter verbessern. Die Sparte, zu der auch das Pharmageschäft gehört, solle 2008 eine bereinigte Rendite vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda-Marge) von rund 27 Prozent erzielen nach 25,6 Prozent im Vorjahr. Im Pharmageschäft besitzt Bayer derzeit mit dem Verhütungsmittel Yasmin und dem MS-Präparat Betaferon zwei Blockbuster mit Jahresumsätzen von jeweils mehr als einer Milliarde Euro. Das neue Krebsmittel Nexavar kam 2007 auf Umsätze von 270 Millionen Euro. Die Gesundheitssparte soll 2009 eine bereinigte operative Rendite von rund 28 Prozent abwerfen. In der Agrachemiesparte CropScience wolle Bayer dieses Jahr eine bereinigte operative Rendite von mehr als 23 Prozent erzielen nach 22,7 Prozent 2007, erklärte der Vorstand. Bis 2009 soll sie auf rund 25 Prozent zulegen. Vorsichtiger äußerte sich der Vorstand zu der Kunststoffsparte MaterialScience. Sie werde voraussichtlich im ersten Quartal ein im Vergleich zum vierten Quartal stagnierendes bereinigtes Ebitda-Ergebnis erzielen. Eine konkrete Prognose für den Bereich im Gesamtjahr gab Bayer nicht. Das Ertragsniveau werde wohl unter dem des Jahres 2007 liegen, hieß es lediglich. Zukünftig soll das Geschäft bei guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine bereinigte operative Rendite von mehr als 18 Prozent abwerfen. 2007 lag die Rendite bei 15,4 Prozent.
Bayer hat sich trotz der zu erwartenden Abschwächung des Wirtschaftswachstums in den Vereinigten Staaten für das laufende Jahr optimistisch gezeigt. „Der gute Start ins Jahr bestätigt unsere Einschätzung“, sagte Konzernchef Werner Wenning am Donnerstag in Leverkusen laut Mitteilung. Der Umsatz dürfte 2008 währungsbereinigt um rund fünf Prozent wachsen. Auch eine weitere Steigerung des operativen Ergebnisses und des Ertrags sei zu erwarten.
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