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Chemie Chemiebranche steigert Umsatz

 ·  Die deutschen Chemieunternehmen haben im zweiten Quartal beim Umsatz im Vergleich zum Vorquartal zugelegt. Auch der Inlandsumsatz trug zum Wachstum bei. Keine Verbesserung gab es bei der Produktion.

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In der Chemiekonjunktur ist nach Einschätzung des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) ein Aufschwung spürbar. Wie der Verband in seinem am Dienstag veröffentlichten Bericht über das zweite Quartal schreibt, verläuft die Produktion zwar noch schwach, die Umsätze weisen jedoch nach oben. Im weiteren Jahresverlauf wird eine Fortsetzung der Belebung des Chemiegeschäfts erwartet. Im zweiten Quartal lag der Gesamtumsatz der deutschen Chemieunternehmen mit 35,6 Milliarden Euro um 2,7 Prozent höher als im Vorquartal. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Zuwachs von 4,6 Prozent.

Nach langer Zeit hat auch wieder der Inlandsumsatz zum Wachstum beigetragen, wie der VCI weiter berichtet. Der Inlandsumsatz stieg gegenüber dem Vorquartal um 3,4 Prozent auf 16,6 Milliarden Euro und lag damit um 1,5 Prozent höher als im zweiten Quartal 2003. Die Umsätze mit dem Ausland nahmen auf Quartalssicht um 2,1 Prozent auf 19,1 Milliarden Euro zu (plus 7,5 Prozent gegen Vorjahr). Im Berichtsquartal beschäftigten die Chemieunternehmen rund 445.000 Mitarbeiter, das waren 4,1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Rückgang wird vorwiegend als Folge der Ausgliederung von Dienstleistungen bezeichnet.

Produktionsentwicklung verlief enttäuschend

Die Chemieproduktion (ohne Petrochemie) verlief nach Angaben des Verbands trotz der erholten gesamtwirtschaftlichen Lage in Deutschland enttäuschend. Das schwache Vorjahresquartal sei nur um rund 1 Prozent übertroffen worden. Da die Unternehmen in den vergangenen Jahren ihre Kapazitäten angepaßt haben, erreichten sie mit 85 Prozent aber dennoch eine gleich bleibend hohe Auslastung. Die Erzeugerpreise für chemische Produkte blieben im zweiten Quartal im Vergleich zu den drei vorhergehenden Monaten unverändert. Damit sind Chemieprodukte trotz höherer Rohstoffpreise um 1,3 Prozent billiger als ein Jahr zuvor. Die Margen in der Branche sind weiter unter Druck.

Der wirtschaftliche Aufschwung in wichtigen Abnehmerländern ließ die deutschen Chemieexporte im zweiten Quartal den höchsten Quartalswert erreichen, der jemals verzeichnet wurde. Besonders deutlich war der Zuwachs bei den Ausfuhren in die Vereinigten Staaten, die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut 30 Prozent auf rund 2,5 Milliarden Euro stiegen. Auch in Asien sei ein kräftiger Nachfrageanstieg verzeichnet worden, teilte der VCI mit, dabei habe der Export nach Japan aber das Vorjahresniveau um 3 Prozent verfehlt.

Belebung ja - Dynamik gering

Der VCI stellt fest, daß die Belebung der Chemiekonjunktur zwar eingesetzt hat, das Tempo der Belebung im Vergleich zur dynamisch wachsenden Weltwirtschaft aber äußerst schwach ist. Für das Gesamtjahr 2004 rechnet der Verband deshalb weiterhin nur mit einem Produktionsplus von 1,0 Prozent bis 1,5 Prozent. Bei nahezu konstanten Preisen werde der Gesamtumsatz der chemischen Industrie 2004 nur um 1,5 Prozent zulegen.

Der Prognose des VCI liegt ein durchschnittlicher Ölpreis von 33 bis 36 Dollar je Barrel im laufenden Jahr zugrunde. Der Verband erwartet, daß der Ölpreis in der zweiten Jahreshälfte auf seinem hohen Niveau verharren wird. Sollte er im Jahresdurchschnitt rund 40 Dollar je Barrel betragen, dürfte das Produktionswachstum am unteren Rand der Erwartungen liegen, während Preise und damit auch Umsätze leicht steigen dürften.

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