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Cash For Clunkers Toyota nutzt Amerikas Abwrackprämie am meisten

27.08.2009 ·  Viele Deutsche klagen, dass von der Abwrackprämie vor allem ausländische Autohersteller profitieren. In den Vereinigten Staaten ist es nicht anders. Größter Gewinner des als „Cash for Clunkers“ bekannten Programms war mit Toyota ein japanischer Hersteller.

Von Roland Lindner, New York
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Die gerade ausgelaufene Abwrackprämie in den Vereinigten Staaten hat dem Geschäft in den Autohäusern einen gewaltigen Schub gegeben, aber das Programm hat in erster Linie ausländischen Marken genützt. Größter Gewinner war der japanische Hersteller Toyota, der die meisten Autos im Rahmen des Programms absetzte. Die einheimischen Unternehmen General Motors, Ford und Chrysler profitierten zwar ebenfalls von der Prämie, verloren aber gegenüber japanischen Wettbewerbern Marktanteile. Ein Grund liegt darin, dass die japanischen Hersteller mehr kleinere und mittelgroße Autos mit niedrigem Benzinverbrauch in ihrer Produktpalette haben, und auf dieses Segment zielte die Abwrackprämie ab. Die amerikanischen Unternehmen haben dagegen einen höheren Anteil von großen Transportern (Pick-up) oder Geländewagen (SUV).

Amerikanische Marken standen daher vor allem auf der Seite der von den Verbrauchern zum Tausch gegen einen Neuwagen eingebrachten alten Autos: Die zehn am häufigsten eingetauschten Autos stammen allesamt von General Motors, Ford oder Chrysler. Unter den zehn am meisten gekauften Autos waren dagegen nur zwei amerikanische Autos, beide von Ford. Die acht anderen sind von asiatischen Herstellern.

Das Programm versprach hohe Rabatte

Die amerikanische Regierung hat das Prämienprogramm am Montagabend offiziell beendet, nachdem es alle Erwartungen übertroffen hatte. Die Regierung hatte für die in der letzten Juli-Woche gestartete Aktion zunächst ein Budget von einer Milliarde Dollar vorgesehen, das aber schon nach wenigen Tagen erschöpft war. Das Volumen wurde daraufhin auf 3 Milliarden Dollar erhöht. Das Programm versprach einen Rabatt von 3500 oder 4500 Dollar bei der Anschaffung eines benzinsparenden Neuwagens, wenn dafür ein altes Auto verschrottet wurde.

Die Regierung teilte nun mit, dass im Zuge des Programms rund 690.000 alte Autos eingetauscht worden sind. Verkehrsminister Ray Lahood zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis: „Erstarrte Autohäuser sind wieder zum Leben erweckt worden.“ Das Programm werde das gesamtwirtschaftliche Wachstum in Amerika für das dritte Quartal um 0,3 bis 0,4 Prozentpunkte ankurbeln. Zudem würden damit im zweiten Halbjahr 42.000 Arbeitsplätze geschaffen.

Die Gewinner: Toyota, Honda und Nissan

Amerikaner haben vor allem Transporter und Geländeautos eingetauscht und sich dafür Personenwagen gekauft. Der durchschnittliche Benzinverbrauch der eingetauschten Autos lag nach Angaben der Regierung bei umgerechnet etwa 15 Litern je 100 Kilometern. Die angeschafften neuen Autos kommen dagegen im Schnitt mit 9,5 Litern aus.

Die drei japanischen Hersteller Toyota, Honda und Nissan haben 41 Prozent aller Autos im Rahmen des Programms verkauft. Das liegt deutlich über ihrem kombinierten Marktanteil von 34 Prozent, den sie insgesamt in den ersten sieben Monaten des Jahres hatten. General Motors, Ford und Chrysler standen zusammen für 38,6 Prozent aller mit Prämie abgesetzten Autos, deutlich weniger als der gesamte Marktanteil von 45 Prozent zwischen Januar und Juli. Toyota alleine verkaufte 19,4 Prozent aller Autos mit Prämie, gefolgt von General Motors (17,6 Prozent), Ford (14,4 Prozent) und Honda (13,0 Prozent).

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