Home
http://www.faz.net/-gqi-780k5
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Bundesnetzagentur Telekom darf Konkurrenten Miete für letzte Meile erhöhen

Die Bundesnetzagentur hat erstmals die Gebühren für die sogenannte letzte Meile erhöht. Telekom-Rivalen sind häufig auf diese Kabel angewiesen, um DSL-Anschlüsse anbieten zu können.

© dpa Vergrößern Telekom-Rivalen müssen ab Juli 10,19 Euro im Monat für die letzte Meile zahlen

Die Deutsche Telekom darf von ihren Konkurrenten künftig mehr Geld für den Zugang zu ihren Datenleitungen kassieren. Die Miete für die sogenannten letzte Meile werde ab Juli 10,19 Euro im Monat betragen nach derzeit noch 10,08 Euro, teilte die Bundesnetzagentur mit.

Die Preiserhöhung ist ein Novum: Bislang hatte die Regulierungsbehörde die Miete regelmäßig gedrückt. Die letzte Meile bezeichnet den Abschnitt des Telekom-Netzes von der Vermittelungsstelle bis in die Haushalte. Konkurrenten wie etwa United Internet und Vodafone sind häufig auf die Nutzung dieser Kabel angewiesen, um DSL-Anschlüsse anzubieten.

Insgesamt hat die Telekom 9,5 Millionen dieser Leitung an Rivalen vermietet, die dafür im Gegenzug nach Angaben ihres Verbands VATM im Jahr gut eine Milliarde Euro nach Bonn überweisen.

Preisaufschlag geringer als erhofft

Der Telefonriese versucht bereits seit Jahren, höhere Entgelte für die letzte Meile herauszuholen. Obwohl der Preisaufschlag nicht so hoch ausfällt wie erhofft - gefordert wurden 12,37 Euro im Monat - zeigt sich die Telekom einverstanden. „Es ist ein gutes und wichtiges Signal für weitere Breitbandinvestitionen, dass der Preis für die letzte Meile langfristig stabilisiert werden soll“, sagte ein Konzernsprecher. Zu begrüßen sei, dass die Behörde die steigenden Kosten für die Infrastruktur berücksichtigt habe. Auch Anleger reagierten erfreut: Die im Dax gelistete Telekom-Aktie notierte 0,6 Prozent höher.

Mehr zum Thema

Kritik übt der VATM. Die Telekom habe ihre alten Kupfernetze, die immer noch Basis für die meisten DSL-Anschlüsse sind, bereits längst abgeschrieben, weshalb die Miete dafür mindestens 30 Prozent unter dem derzeitigen Entgelt liegen müsste. Nach Berechnungen des Verbands müssen die Telekom-Rivalen aufgrund der Erhöhung nun Mehrkosten von 37 Millionen Euro schultern.

Quelle: FAZ.NET/Reuters

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Briefe Die Post macht Express-Sendungen teurer

Express-Sendungen der Deutschen Post kosten ab dem kommenden Jahr mehr Geld. Um knapp 3 Prozent will der Konzern die Preise erhöhen. Noch nicht klar ist, wie er es mit dem Briefporto halten will. Mehr

26.09.2014, 15:43 Uhr | Wirtschaft
Handy-Bezahlsystem aus Kenia

Afrika ist auf Technologien aus dem Ausland angewiesen - doch diesmal läuft es andersrum: M-PESA, das führende bargeldlose Bezahlsystem in Kenia, wird von Vodafone in Europa eingeführt. Mehr

14.08.2014, 08:37 Uhr | Wirtschaft
Standardbrief Deutsche Post erhöht Briefporto auf 62 Cent

Wegen gestiegener Personalkosten erhöht die Deutsche Post das Porto für einen Standardbrief im kommenden Jahr um zwei Cent. Der Preis war erst in diesem Jahr von 58 auf 60 Cent gestiegen. Mehr

01.10.2014, 09:40 Uhr | Wirtschaft
Zehntausende strömen auf die Berliner Fan-Meile

Kurz vor dem Finale bricht die DFB-Elf zum Maracana-Stadion auf - Zehntausende strömen auf die Berliner Fan-Meile. Mehr

13.07.2014, 20:24 Uhr | Sport
Teuerster Zukauf der Firmengeschichte SAP übernimmt Softwareanbieter Concur

Für rund 6,5 Milliarden Euro will SAP die amerikanische Concur übernehmen – es wäre der teuerste Erwerb in der Geschichte der Walldorfer. Mehr

18.09.2014, 23:38 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 28.03.2013, 17:38 Uhr

Die EZB steht dumm da

Von Philip Plickert

Die EZB kauft angeschlagenen Ländern wie Italien und Frankreich Zeit. Doch die Regierungen liefern nicht und die Konjunktur lahmt. So wächst der Druck auf die Notenbank, noch mehr zu tun. Mehr 27 45


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages In Briefen steckt oft nur Werbung

Heute schon in den Briefkasten geschaut? Gefühlt steckt in 90 Prozent der Briefe nur Werbung. Doch was ist wirklich drin? Ein Blick in den Geschäftsbericht der Post zeigt: Briefe schreibt heute kaum noch einer privat. Mehr 1

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden