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Bundesligarechte : Sky-Beschwerde gegen Kartellamt steht vor dem Scheitern

Gewohntes Bild: Eine Sky-Kamera beim Bundesliga-Spiel Hamburg gegen Borussia Mönchengladbach Bild: dapd

Weil das Kartellamt eine Regel geändert hat, zeigt von nächster Saison an auch Eurosport Bundesligaspiele live. Sky will dagegen angehen und muss jetzt einen ersten Dämpfer verkraften.

          Der Bezahlsender Sky Deutschland steht vor einem Scheitern seiner mit viel Aufwand betriebenen Beschwerde gegen das Bundeskartellamt. Noch ist das Urteil nicht verkündet. Aber der Vorsitzende Richter des 1. Kartellsenats am Oberlandesgericht Düsseldorf, Jürgen Kühnen, machte deutlich, dass er dem Vorgehen von Sky keine Aussicht auf Erfolg einräumt.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

          „Wir sehen alles anders als Sie“, hatte Kühnen der Sky-Vertretung in der mündlichen Verhandlung vorgehalten. Zugleich sendete er das Signal an das Kartellamt, zur nächsten Ausschreibung der Medienrechte für die Fußball-Bundesliga den Wettbewerb weiter zu öffnen.

          Die Beschwerde von Sky richtet sich gegen das vom Kartellamt verfügte Alleinerwerbsverbot für die Bundesliga-Liverechte. Die Regel führte dazu, dass neben Sky von der kommenden Saison an auch Eurosport (Discovery) mit dem Erwerb einiger Rechtepakete Direktübertragungen anbieten kann.

          Will Sky den Wettbewerb einschränken?

          Bisher verfügt Sky über das Alleinstellungsmerkmal, als einziger Sender alle Spiele in der ersten und zweiten Bundesliga live übertragen zu können. Mit der Beschwerde kann Sky zwar nicht das Ergebnis der vergangenen Auktion revidieren.

          Aber das Unternehmen will nach eigenen Angaben Rechtssicherheit für die Zukunft erreichen. Nach Ansicht der Sky-Manager wurden die Märkte zwischen Free- und Pay-TV falsch abgegrenzt. Auch die Bedeutung der „ARD-Sportschau“ sei unterschätzt worden. Kühnen äußerte dagegen die Vermutung, Sky wolle über die Beschwerde und mit Hilfe des Kartellrechts den Wettbewerb beschränken.

          Ob der Bezahlsender in Revision geht, sei noch nicht entschieden, sagte ein Unternehmenssprecher. Der Verkündungstermin für die Beschwerde ist für den 24. Mai bestimmt. Sky hatte sich die Bundesligarechte im vergangenen Jahr für 876 Millionen Euro je Saison gesichert. Für die kommende Bundesliga-Spielzeit ist immer noch unklar, ob Sky die Freitagspartien und die neuen Montags- und einige Sonntagsspiele live zeigen kann. Dieses Übertragungsrecht hatte sich nämlich Eurosport gesichert. Über eine Sublizenzierung wird noch verhandelt.

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