24.04.2009 · Die Bundesregierung treibt die Verstaatlichung der Immobilienbank HRE weiter voran. Am 2. Juni soll eine Hauptversammlung eine Kapitalerhöhung beschließen und damit dem Bund eine Mehrheit von mindestens 90 Prozent sichern. Dafür müsste Berlin rund 5,6 Milliarden Euro investieren.
Die Bundesregierung treibt die Verstaatlichung der Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) weiter voran. Die HRE berief am Freitag für den 2. Juni eine Hauptversammlung ein, auf der der Bund über das Instrument einer Kapitalerhöhung die Mehrheit an der Bank übernehmen will. Im Zuge dieser Kapitalerhöhung sollen knapp 1,9 Milliarden neue Aktien ausgegeben werden. Diese dürfen demnach ausschließlich vom Bankenrettungsfonds Soffin gekauft werden. So will der Bund mindestens 90 Prozent der Bank übernehmen. Der Bund müsste dazu rund 5,6 Milliarden Euro investieren.
Übernahmeofferte läuft weiter - geringe Annahmequote
Parallel dazu läuft die Übernahme-Offerte für die Bank weiter. Die Hypo Real Estate empfahl ihren Aktionären, das bis zum 4. Mai laufende Angebot von 1,39 Euro pro Aktie anzunehmen. Zuvor hatte der Soffin mitgeteilt, dass kurz vor Halbzeit der Offerte lediglich 1,3 Prozent der Aktionäre ihre Papiere dem deutschen Staat angeboten hatten. Mit der HRE-Verstaatlichung sollen bereits geleistete Staatshilfen von mehr als 100 Milliarden Euro abgesichert werden.
Die HRE war im Zuge der Finanzkrise in große Schwierigkeiten geraten. Ein Kollaps der Bank würde nach Einschätzung der Bundesregierung zu Erschütterungen im Finanzsystem und zu Schwierigkeiten ganzer Staaten führen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.375,43 | −1,34% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2429 | −0,48% |
| Rohöl Brent Crude | 104,42 $ | −2,27% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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