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Kartellbehörde Cade : Brasilien erteilt Bayer Genehmigung für Monsanto-Übernahme

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Der Bayer-Konzern möchte zum größten Agrarchemiekonzern der Welt aufsteigen. Bild: dpa

Mit der Zustimmung der brasilianischen Kartellbehörde nimmt Bayer eine wichtige Hürde bei der Übernahme von Monsanto. Andere Wettbewerbshüter hegen allerdings noch starke Zweifel.

          Die brasilianischen Wettbewerbshüter haben Bayer grünes Licht für die geplante Übernahme des amerikanischen Saatgutriesen Monsanto gegeben. Die Kartellbehörde Cade stimmte dem Geschäft am Mittwoch zu. Voraussetzung für das Einverständnis sind demnach Zugeständnisse, die Bayer und Monsanto bereits gemacht haben. Dazu gehört auch, dass Bayer für fast sechs Milliarden Euro einen Teil seines Geschäfts mit der Landwirtschaft an BASF verkauft. Bayer zeigte sich erfreut: „Die Cade-Zustimmung zur Akquisition von Monsanto ist eine hervorragende Neuigkeit“, erklärte der Chef der Agrarsparte, Liam Condon.

          Brasilien spielt in der Agrarproduktion eine wichtige Rolle. Mit der Genehmigung dort nimmt der Leverkusener Konzern deshalb eine wichtige Hürde. Die Entscheidungen der Wettbewerbshüter in den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union (EU) stehen aber noch aus.

          Bayer erklärte am Mittwoch, der Konzern werde weiterhin weltweit mit den Behörden zusammenarbeiten. Ziel bleibe, die Transaktion Anfang 2018 abschließen zu können. Ursprünglich hatte das Unternehmen Ende 2017 angepeilt. Erst am Montag hatte die EU-Kommission ihre Prüffrist zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage verlängert. Nun will sie die Pläne bis zum 5. April unter die Lupe nehmen. Die EU-Kommission hatte ernsthafte Bedenken an der Übernahme angemeldet, da der Zusammenschluss den Wettbewerb unter anderem bei Pestiziden und Saatgut beeinträchtigen könnte.

          Bayer will mit dem Zukauf zum weltgrößten Anbieter von Pflanzenschutzmitteln und Saatgut aufsteigen. Weil sich die Verbindlichkeiten von Monsanto verringert haben, ist der Wert der geplanten Übernahme einschließlich übernommener Schulden auf 63,5 Milliarden Dollar von 66 Milliarden Dollar gesunken.

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