25.09.2006 · Obwohl der Stellenabbau kein Ende zu nehmen scheint, werden Personalberater mit Spezialisierung auf Investmentbanking und Vermögensverwaltung gesucht. Auch Berater für den Vertrieb sind jetzt sehr gefragt.
Tim Zühlke hat in diesem Sommer Ungewöhnliches beobachtet. „Obwohl das Jahr schon so weit fortgeschritten ist, suchen Investmentbanken weiterhin händeringend nach Mitarbeitern“, sagt der Partner bei Smith & Jessen, einem auf Investmentbanking und Vermögensverwaltung spezialisierten Personalberater in Frankfurt.
Das sei ungewöhnlich, weil die anwerbenden Häuser dem neuen Mitarbeiter, der für sie 2006 nur kurze Zeit arbeite, den gesamten Jahresbonus 2006 ersetzen müßten, der ihm bei seinem bisherigen Arbeitgeber entgehe. So stark sei der Bedarf, daß Personal auch aus anderen Branchen angeworben werde, zum Beispiel von Wirtschaftsprüfern oder von den Finanzabteilungen großer Konzerne.
Tausendfach Stellen abbauen
Zwar haben die meisten deutschen Großbanken angekündigt, in diesem Jahr abermals tausendfach Stellen abzubauen. Und in den vergangenen sechs Jahren ist die Mitarbeiterzahl in der Finanzdienstleistungsbranche nach Zahlen des Bankenverbands um knapp 80.000 auf zuletzt 693.050 gesunken. Doch seit einiger Zeit wird verschiedentlich wieder eingestellt: zum Beispiel die Investmentbanken, die von der guten Stimmung an den Kapitalmärkten profitieren.
Aber auch im Filialgeschäft, in dem intensive Kundenberatung nun wieder als Schlüssel zum Erfolg gilt. Allein die Deutsche Bank hat im vergangenen Jahr deutschlandweit 750 neue Berater für den Vertrieb eingestellt. Nach den Worten von Vorstandschef Josef Ackermann sollen hierzulande allein im laufenden Jahr insgesamt 1.000 neue Mitarbeiter dazukommen - viele davon abermals im Vertrieb.
Mitarbeiter mit Vertriebskompetenz
Stärker als in der Vergangenheit setzen die Banken dabei auf Mitarbeiter, die nicht nur in Finanzfragen firm sind, sondern auch Vertriebskompetenz haben. Verkaufstalente haben also gute Chancen. Anders als früher ist die Anstellung in einer Filiale auch kein Karrierehindernis: Die Bezahlung ist interessant, und der Wechsel in die Zentralen der Banken oder ins Ausland stehen durchaus offen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.375,43 | −1,34% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2424 | −0,52% |
| Rohöl Brent Crude | 104,62 $ | −2,09% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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