31.07.2006 · Innovationen: Neue Technologien machen luxuriöse Alltagsgegenstände, wie beispielsweise Uhren, noch hochwertiger. Sportartikelhersteller setzen auf Designer, die Ergonomie und Modebewußtsein im Produkt vereinen sollen.
Die Hersteller von Luxusgütern bilden eine weitläufige und unscharf abgegrenzte Branche. Dementsprechend vielfältig sind ihre Innovationen. Ein Mangel daran herrscht nicht, denn die meisten Hersteller definieren ihre Produkte nicht nur über den ästhetischen Auftritt, sondern auch über die Qualität. Die ist mit Zuverlässigkeit und Komfort im Gebrauch sowie mit Haltbarkeit gleichzusetzen. Die Technik immer weiterzutreiben ist ein Muß, sollen die Kunden die hohen Preise akzeptieren.
Das gilt besonders für die Hersteller von teuren Uhren, die ihre Waren in der Spitze für bis zu mehreren hunderttausend Euro je Stück verkaufen. Der nach der Wiedervereinigung wieder auferstandene Hersteller A. Lange & Söhne im sächsischen Glashütte, der zum Richemont-Konzern gehört, etwa hat eine mechanische Armbanduhr herausgebracht, die erstmals einen Antrieb über Kette und Schnecke integriert.
Bewußt geringe Stückzahlen
Dieser Mechanismus, der bisher nur in großen Uhren vorhanden war, sorgt dafür, daß Gangungenauigkeiten am Ende des Aufzuges der Zugfeder ausgeglichen werden. Damit geht die Uhr also auch noch genau, wenn sie kurz vor dem nächsten Aufziehen steht. Der Einbau der Kette, die alleine aus 600 Einzelteilen besteht, ist aufwendig. Zudem sorgt ein sogenanntes Stufen-Planetengetriebe dafür, daß die Uhr während des Aufziehens weiterläuft. Soviel Technik hat ihren Preis: A. Lange & Söhne verlangt 380.000 Euro für den „Tourbograph, pour le Mérite“, wie die Uhr aus Platin heißt. Bewußt wird die Stückzahl klein gehalten.
Nur zwölf im Jahr und insgesamt 101 Exemplare sollen hergestellt werden, dann ist Schluß. Die Hälfte wurde schon verkauft, womit Lange & Söhne gut ausgelastet ist, denn die Herstellung einer Uhr dauert einen Monat. Bei Uhrenherstellern mit großen Stückzahlen, die weniger auf solche Extravaganz setzen, hält die Siliziumtechnologie Einzug. Das Metall ist nicht magnetisch sowie leichter und geschmeidiger als Stahl. Dadurch werden die mechanischen Uhren genauer und sind leichter zu warten. Swatch, Rolex und Patek Philippe sollen bei der Technologie die Nase vorn haben, heißt es.
Hightech und Ergonomie
Szenenwechsel Modebranche: Hier hält die Sportindustrie Einzug. Sportartikelhersteller verbünden sich mit Modedesignern, so daß die Mode sportlicher und die Sportkleidung modischer wird. Neue Trends sind Stoffe, die wasser- und windabweisend sind oder Schweißtropfen unsichtbar werden lassen, und Kleidung mit zwei Materialien - etwa Vlies auf der einen Seite und Viskose auf der anderen.
Nicht in der Haute Couture, aber in der Prêt-à-porter-Mode kommt zur Ästhetik somit die Ergonomie. Die Anleihen im Radsport sind etwa in der Schuhmode besonders sichtbar. Zudem kommen in der Modeindustrie zunehmend organische Stoffe zum Einsatz, etwa Bambus- und Sojafasern.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.375,43 | −1,34% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2424 | −0,52% |
| Rohöl Brent Crude | 104,62 $ | −2,09% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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