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BMW Kleine Modelle sollen neuen Schub bringen

06.05.2009 ·  Die anhaltend schwachen Verkäufe von Luxuswagen haben BMW zu Jahresbeginn einen Millionenverlust beschert. Das Minus fiel allerdings geringer aus als erwartet. Damit stehen die Münchener besser da als die Konkurrenz von Mercedes. Hoffnungsträger sind die kleinen Modelle.

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Die anhaltend schwachen Verkäufe von Luxuswagen haben BMW zu Jahresbeginn einen Millionenverlust beschert. Allerdings fiel das Minus deutlich geringer aus als erwartet. Damit schlugen sich die Münchener deutlich besser als der Stuttgarter Wettbewerber Daimler mit seiner Premiummarke Mercedes-Benz, der im ersten Quartal deutlich tiefer in die roten Zahlen gerutscht war.

Während BMW im ersten Quartal 21 Prozent weniger Wagen verkauft hatte, litt Daimler unter einem Einbruch von 27 Prozent bei Mercedes-Benz, dem Kleinwagen Smart sowie Maybach und AMG.

Verlust geringer als erwartet

Der Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) belief sich im ersten Quartal 2009 auf 55 Millionen Euro, wie der Konzern am Mittwoch in München mitteilte. Vor Jahresfrist stand noch ein Plus von 827 Millionen Euro in den Büchern. Unter dem Strich belief sich der Fehlbetrag auf 152 Millionen Euro, nach einem Überschuss von 487 Millionen Euro. Damit fielen die Verluste aber geringer aus als erwartet.

Von Dow Jones Newswires befragten Analysten hatten im Schnitt mit einem mehr als doppelt so hohen Verlust gerechnet. Eine Vorhersage für das laufende Jahr traute sich der BMW-Vorstandsvorsitzende Norbert Reithofer nach wie vor nicht zu. An der Börse sorgten die deutlich besser als erwarteten Zahlen für Kauflaune. Der Kurs der Aktie zog zu Handelsbeginn in Frankfurt um mehr als 6 Prozent auf 29,17 Euro an.

Vorläufige Entwarnung kam aus den Vereinigten Staaten, wo BMW mehr Fahrzeuge verkauft als in der Heimat. Der durch die Konjunkturschwäche und Kreditklemme ausgelöste dramatische Preisverfall bei Gebrauchtwagen hatte sich zu Jahresbeginn verlangsamt.

Hoffnungsträger X1

Eine konkrete Prognose für 2009 wagte BMW nach wie vor nicht. Der Absatz werde aber wie bereits angekündigt unter dem Niveau von 2008 liegen, als gut 1,4 Millionen Fahrzeuge verkauft worden waren. Die Absatzzahlen sind seit Herbst auf beispielloser Talfahrt.

Im ersten Quartal sank der Absatz der drei Auto-Marken BMW, Mini und Rolls-Royce um 21,2 Prozent auf 277.264 Fahrzeuge. Staatliche Hilfen wie die Abwrackprämie in Deutschland nutzten BMW bisher nur wenig. Aufwärts gehen dürfte es erst wieder ab 2010. Dann hofft BMW auf einen Schub durch neue Modelle wie den kleinen Geländewagen X1.

Bei BMW sind 26.000 der rund 100.000 Beschäftigten seit Januar in Kurzarbeit. Betriebsbedingte Kündigungen sind durch eine Vereinbarung der Beschäftigten mit dem Unternehmen bis 2014 ausgeschlossen.

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