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Bildung Wirtschaft verlangt mehr Horte an Grundschulen

 ·  Jede siebte Grundschule bietet keine Nachmittagsbetreuung an. Die Wirtschaft fordert ihren Ausbau. Sonst kommen berufstätige Eltern in die Bredouille.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (15)

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Stefan Rubens

Unabhängig vom Ausbau an Horten,...

... sollte die Wirtschaft mal endlich ihren Altersrassismus beseitigen. Da sollen Horte ausgebaut werden auf Kosten der Allgemeinheit, um ja alle jungen Mütter beschäftigen zu können, damit man nur nicht in die Verlegenheit kommen könnte, einen Arbeitssuchenden jenseits der 50 einstellen zu müssen. Die Forderung der Wirtschaft ist scheinheilig. Erst wenn der Beschäftigungsquote der Generation Ü55 wieder 80 Prozent und mehr erreicht, sollte auch auf der anderen Seite (bei den jungen Familien) ein weitere Förderung erfolgen. Aber davon sind wir meilenweit entfernt.

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Michael Arndt

Das ist mal wieder frech...

Nachdem der Anteil der klassischen Unternehmenssteuern, nämlich die Körperschaftsteuer, an der Finanzierung des Gemeinwesens auf nicht mehr wahrnehmbare Größenordnungen geschrumpft ist, nehmen die Forderungen der Unternehmen an die Leistungen des Staates beständig zu.
Die Allgemeinheit soll
- den "Aufstockern" das mickrige Gehalt aufbessern, damit diese billigen Arbeitskräfte nicht verhungern (Achtung: Satire!)
- den Zeitarbeitern die arbeitslose Zeit ausgleichen
- die Arbeitgeberanteile an den Sozialversicherungen übernehmen
- mehrsprachige, mulitipotente "MINT"-Absolventen unter 20 Jahren zur Verfügung stellen (möglichst 5 je Arbeitstelle, das schafft Wettbewerb)
- excellent ausgebildete Ausländer je nach Bedarf im- bzw. exportieren
- und nun auch noch die Kinderbetreuung übernehmen
Merkt hier eigentlich einer noch Etwas???

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karin stutz

Wenn die wirtschaft meint dass mehr Horte gebraucht werden

Dann soll die Wirtschaft Mittel bereit stellen um es moeglich zu machen da niemand mehr davon profitieren wird als die Wirtschaft,zu mindest sollte sich die Industrie beteiligen.

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M Pape
M Pape (Hermes4000) - 30.08.2011 14:02 Uhr

Und was sagen die verhinderten Eltern selbst?

Die "Leipziger Volkszeitung" ermittelte gestern, dass zwar 54% der kinderlosen Paare als Voraussetzung für die Familiengründung bessere Betreuungseinrichtungen wünschen, aber 85% flexiblere Arbeitszeiten als Voraussetzung sehen. Die Industrie, die diesen offensichtlich viel dringenderen Wunsch ignoriert, bemängelt stattdessen lieber die fehlenden Betreuungsmöglichkeiten über 17.00 h hinaus. Würden diese flächendeckend bereitgestellt, wäre endlich sichergestellt, dass Kinder ihre Eltern überhaupt nicht mehr zu sehen bekommen.
Warum orientiert man sich nicht an Ländern, in denen die bei uns seit Jahren verfolgten Ziele erfolgreich erreicht wurden, also z.B. an den Niederlanden? Dort beträgt die Reproduktionsrate 1,8 statt wie bei uns knapp 1,4 und ist überdies noch sozial weitaus günstiger verteilt, so dass die dortige Mittelschicht auf absehbare Zeit nicht ausstirbt, was bei uns kaum noch zu verhindern sein dürfte.

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Frank König

Geben und Nehmen

Wenn Betriebe fordern, dass der Ausbau der Betreuung vorangetrieben werden soll, müssen die Betriebe auch mal selber Hand anlegen. Offenbar brauchen Betriebe keinen Nachwuchs, sonst würden Eltern mit Kindern einfacher Arbeit finden, auch eine Zeit lang in Teilzeit gehen können und wieder reguläre Arbeitsverhältnisse schließen können. Eltern werden können nur junge Paare (bis ca. 40 Jahren), aber von denen wird mittlerweile von Arbeitgeberseite ständige Flexibilität erwartet und zum Dank gibt es dann eine befristete Stelle oder über eine Arbeitnehmerüberlassung. Mit einem Gehalt kann man mittlerweile kaum noch eine Familie adäquat ernähren - von Alleinerziehenden ganz zu schweigen.

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Helga Zießler

Schiebt die Kinder ab - in Krippen, Horte. . .

Wozu dann überhaupt noch Kinder kriegen - nur als künftige Steuerzahler?
Wenn diese Kinder, die sich nicht aufgehoben und umsorgt fühlten von elterlicher Liebe und Fürsorge, dann eines Tages auf die schiefe Bahn geraten, dann ist der Jammer groß. Das hätte man aber vorher wissen können. Jeder Kinder-Psychologe kann ein Lied davon singen. Am besten, junge Leute studieren heute schon Psychologie und Psychiatrie - da öffnet sich ein weites Tätigkeitsfeld.
Übrigens - es ist ja nicht nur die Wirtschaft interessiert an Berufsarbeit von Frauen. Besonders die Politik und der Feminismus suggerieren den Frauen, dass sie nur so ihre Erfüllung finden und sich "selbstverwirklichen" können. Ist das so?

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Fritz Garbor

Dann soll die Wirtschaft erstmal ihre Steuern zahlen und nicht ein Heer

von Steuerberatern beschäftigen, um da alles zu vermeiden, dann kann man das auch bezahlen!
Forderungen ohne Gegenleistung sind unverschämt!

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Hiep Van Tran

Kinder abschieben!

Darum gehts doch der BRD-Wirtschaft letztlich nur, um ihr durch und durch familienfeindliches Treiben ("Aufschwung") zu verschleiern.
Die BRD-Wirtschaft ist deutschenfeindlicher als es Englaender oder UdSSR-Vertreter je waren. Sie hat diese ganze Misere der Kinderlosigkeit im wesentlichen mitzuverantworten.
Wenn sie jetzt nach mehr Horten schreit, sthet ihr nicht das Wohl der Deutschen, sondern das Euro-Zeichen gierig in den Augen.
Die BRD-Wirtschaft wuerde einheimische Kinder auch an den Teufel verkaufen, wenn das ginge.
Oder gar nicht erst auf die Welt kommen lassen und dafuer Millionen Mittelmeerbewohner aus Arabien oder der Tuerkei importieren.
Vergesst deren Geschwafel hier, bitte!

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A. Loha
A. Loha (aloha77) - 30.08.2011 13:32 Uhr

Wirtschaft verlangt nach DDR... Merkt das noch jemand?

- Vollbetreuung der Kinder durch den Staat
- benötigt, damit beide Eltern Billiglohnjobs nachgehen können
- damit munter exportiert werden kann
- von den Exporterlösen hat der Arbeitnehmer nur leider wenig
- auf Autos muss in der Neu-DDR zwar nicht gewartet werden, sie kosten nur teilweise doppelt soviel, wie im Ausland (=>z.B. VW/USA)
- die Exportüberschüße versickern heute im EURO-Raum, damals im RGW-Raum
- unterfüttert von "EU über alles"-Totalitarismus
- in einer EU geleitet von Kommissaren und Räten....
In der DDR wurden damals übrigens neben IKEA-Ware u.a. auch Qualitätsgeräte der Marke Privileg für Quelle für den Westexport gebaut. Die Billiglöhne machten es möglich. Damals, wie heute...

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Markus Dorr
Markus Dorr (retareB) - 30.08.2011 12:52 Uhr

GG Art. 6 Absatz 2

Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.
Da kann es nicht sein, dass jeder meint seine Kinder abschieben zu müssen um sich selbst zu verwirklichen. Bei Feiern wird dann mit den Kindern geprahlt, wobei diese von fremden Menschen erzogen werden, die wenig Geld bekommen und sich dann noch Beschimpfungen anhören müssen oder von den Eltern sagen lassen müssen, wie man Kinder zu erziehen hat, weil sie meinen, ihre Kinder wären hochbegabt. Als ich mit 10 Jahren aus der Schule kam, nannte man das Wesen beim Helfen der Hausaufgaben noch Mutter. Und andererseits wird sich über den Werteverfall beklagt.
Kinder und Jugendliche sollen für das Leben fit gemacht werden und nicht für die Industrie oder den Handel.

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Peter Parler

Selbst ist der Unternehmer!

Gesetzt dem Fall, daß der DIHK mit seinem Hilferuf tatsächlich die Meinung der überwiegenden Mehrheit der deutschen Mittelstandsunternehmen widergibt --- was hindert letztere dann daran, selbst tätig zu werden und Kindergärten/-horte einzurichten? Solche Hilferufe nach dem Staate von einem Verband zu hören, der in der Regel für das genaue Gegenteil, nämlich Eigenverantwortung und Unternehmergeist stehen will, finde ich befremdlich.

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Christoph Schwiers

Das ist wahrer Fortschritt: weg mit den kleinen Kindern von ihren Eltern und.

...rein mit den Eltern in den Billigjob. Hoch mit den Steuern für noch mehr Lehrer und Sozialarbeiter, dann sind die Linken UND die Wirtschaft froh. So eine humane Gesellschaft.
Aber das mit der Ferienbetreung stimmt. 12 Wochen Schulferien (von den Wochen des Leerlaufs vor den Zeugnissen einmal abgesehen) sind schlecht für die Kinder und ein Riesen-Problem für die Eltern. Lehrer bekommen ein volles Gehalt und sollen auch voll arbeiten. Ich hoffe, daß wenigstens die Mißstände während meiner Schulzeit (Schulfrei wegen Lehrerausflug und Zeugniskonferenz, Unterrichtsausfall ohne Ende) heutzutage abgestellt sind. Wir brauchen erst einmal eine echte Halbtagsschule !
Lehramtsstudenten stärker raus aus den Seminaren (vor allem aus denen mit OSU-Einfluß) und rein in die Schule. Ferienbetreuung, Pausenaufsicht oder Hausaufgabenbetreuung sind eine gute Übung und Gelegenheit zur Selbstprüfung (Will ich mein Leben lang mit Kindern arbeiten ?); sie können darüber dann ja tolle Seminararbeiten schreiben...

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Rainer Burgmann

Statt Renten zu erhöhen Vorrang für den Ausbau von Betreuungsangeboten

Die deutsche Wirtschaft ist deutlich weiter als die Politiker:
Ein Ausbau der frühkindlichen Betreuungsabgebote ist einer der zentralen Aufgaben zur Sicherung der Leistungsfähigkeit Deutschlands.
Als Vater von zwei Kindern kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass das Angebot nicht ausreichend ist. Angesichts der Forderung nach flexiblen Arbeitszeiten müssen Familien auf ein entsprechendes staatliches Betreuungsangebot zurückgreifen können.
Und zur Frage der Finanzierung: M.E. ist es ein Gebot der Generationengerechtigkeit, wenn zur Finanzierung von staatlichen Betreuungsangeboten die Renten nicht weiter erhöht werden.
Es sollte nicht vergessen werden, dass die heutigen Rentner für die demografische Krise Deutschland verantwortlich sind. Die Geburtenraten sind seit 40 Jahren zu niedrig und schon in meiner Generation fehlt der Nachwuchs.
Und ich bin auch der Meinung, dass die Frage der Ausgestaltung des staatlichen Rentensystem unabhängig von den aktuellen Situation am Arbeitsmarkt beantwortet werden soll; geht es hier doch um langfristige gesellschaftliche Trends und nicht kurzfristige konjunkturelle Veränderungen.

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 30.08.2011 12:16 Uhr

Das Problem ist doch auch ein Problem ...

Das Problem ist doch auch ein Problem der fehlenden Halbtagsbeschäftigungen. Männer und Frauen die ihre Arbeitszeit flexibler planen wollen und lieber weniger Geld und dafür mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen wollen, bekommen keine Arbeit. So werden selbst in Boomgegenden wie München aus gut ausgebildeten kaufmänische Mitarbeitern Kurzzeitjobber die beim Regale auffüllen oder Toilettensäubern zum Einsatz kommen. Natürlich muss es auch Leute geben die siese arbeiten übernehmen, natürlich gibt es keine schlechte Arbeit, aber andererseits braucht die Wirtschaft dann nicht jammern über einen Fachkräftemangel.

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anna bez
anna bez (berlin) - 30.08.2011 12:10 Uhr

Hohe Produktivität _ Niedrige Arbeitskosten _ Zukunftsangst = Kinderarmut

Bitte keine Placebos, auch kein Marketing aus der Wirtschaftsbosse in meiner Zeitung.
Danke

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Jahrgang 1960, Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

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