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Betrugsverdacht FBI nimmt Finanzriesen ins Visier

24.09.2008 ·  Die Finanzkrise entwickelt sich jetzt sogar zu einem Fall für die amerikanische Bundespolizei: Das FBI ermittelt Medienberichten zufolge gegen 26 Wall-Street-Firmen wegen Betrugsverdachts. Betroffen sein sollen unter anderem Lehman Brothers, die Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac sowie der Versicherungsriese AIG.

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Die amerikanische Bundespolizei FBI hat nach Medienberichten Ermittlungen gegen amerikanische Finanzriesen wegen Betrugsverdachts eingeleitet. Zu den Betroffenen zählen demnach die inzwischen insolvente Investmentbank Lehman Brothers, die Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac sowie der Versicherungsriese AIG. Insgesamt stehen 26 Wall-Street-Unternehmen im Visier der FBI-Spezialisten, berichteten der Sender CNN und die Agentur Bloomberg am Mittwochmorgen. Unter anderem sollen die Unternehmen und deren Chefs auf möglichen Hypothekenbetrug überprüft werden.

FBI-Beamten zufolge befinden sich die Ermittlungen im Anfangsstadium und beziehen sich auf die Unternehmen und deren Führungsebene. FBI-Direktor Robert Mueller hat zuvor erklärt, die Ermittlungen sollten ergeben, ob sich einzelne Finanzinstitute Bilanzbetrug, falsche Wertangaben oder Insiderhandel zu Schulde kommen ließen.

Heftige Diskussion um 700-Milliarden-Dollar-Rettungspaket

Die Schieflage der vier Finanzgiganten war ein Auslöser für das von der Regierung vorgeschlagene Rettungspaket für die Finanzmärkte, das die amerikanischen Steuerzahler bis zu 700 Milliarden Dollar kosten könnte. Unterdessen gibt es heftige Diskussionen um dieses Paket. Finanzminister Henry Paulson und Notenbankchef Ben Bernanke äußern sich heute in einer weiteren parlamentarischen Anhörung zur Krise im Finanzsektor. Bei der Sitzung des gemeinsamen Wirtschaftsausschusses von Senat und Repräsentantenhaus geht es vor allem um das Banken-Rettungspaket.

Am Dienstag hatte ein Senatsausschuss Nachbesserungen gefordert. Nach dem Fahrplan der Regierung soll das Paket Ende dieser Woche verabschiedet werden. Amerikanischen Medien zufolge herrscht vor allem in der Frage einer parlamentarischen Aufsicht weiterhin Uneinigkeit. Mehrere demokratische Senatoren betonten, das Parlament dürfe der Regierung keinen „Blanko-Scheck über 700 Milliarden Dollar“ ausstellen. Gegner der Projekts werfen der amerikanischen Regierung vor, Steuergelder zu verschwenden.

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Von Heike Göbel

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29.05.2012 17:45 Uhr
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