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Sonntag, 12. Februar 2012
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Bergbaukonzern Rio Tinto streicht 14.000 Stellen

10.12.2008 ·  Wegen des drastischen Preisverfalls bei Rohstoffen ist der Bergbaukonzern Rio Tinto in die Krise geraten. Jetzt sollen 13 Prozent der Stellen gestrichen werden. nach der Ankündigung legte der Wert der Aktie deutlich zu.

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Der Bergbaukonzern Rio Tinto will wegen des drastischen Preisverfalls bei Rohstoffen 13 Prozent seiner Stellen streichen. Wie der australisch-britische Konzern am Mittwoch ankündigte, sollen neben dem Wegfall der 14.000 Arbeitsplätze, die Investitionsausgaben um mehr als die Hälfte gekürzt werden. Um die Schulden von gut 40 Milliarden Dollar abzubezahlen sollen zudem mehr Unternehmensbereiche verkauft werden als bislang geplant. Die Erhöhung der Dividende
kassierte der weltweit drittgrößte Eisenerzproduzent ebenfalls ein. Am Markt kamen die Ankündigungen gut an. Das Rio-Tinto-Papier legte mehr als 15 Prozent zu.

Erst vor kurzem hatte der Konkurrent BHP Billiton seine 66 Milliarden Dollar schweren Übernahmepläne für Rio fallengelassen. Die hohe Verschuldung sei im derzeitigen Marktumfeld ein nicht hinzunehmendes Risiko. „Angesichts der schwierigen und unsicheren Wirtschaftslage und dem beispiellosen Abschwung unserer Märkte, müssen wir uns darauf konzentrieren Geld zu beschaffen und Schulden zurückzuzahlen“, sagte Rio-Tinto-Chef Tom Albanese.

Fallende Metallpreise mindern den Wert der Geschäftsteile

Rio hatte zur Finanzierung seines 38 Milliarden Dollar teuren Zukaufs von Alcan hohe Schulden aufgenommen. Anteilsverkäufe sollten 15 Milliarden Dollar in die Kassen spülen. Fallende Metallpreise und sinkende Nachfrage mindern aber den Wert der Geschäftsteile. In der Finanzkrise haben potenzielle Käufer zudem große Schwierigkeiten, die Finanzierung zu stemmen. Bislang sind nur drei Milliarden Dollar zusammengekommen.

Deshalb will sich Rio Tinto von noch mehr Bereichen trennen und zusätzlich die Investitionsausgaben auf vier von zuvor neun Milliarden Dollar stutzen. Einige Projekte sollen verschoben werden, andere gestrichen. Details will Rio mit den Jahreszahlen im Februar bekanntgeben. Zudem kassierte der Konzern die Dividendenerhöhung für 2008. Im Kampf gegen die Übernahme von BHP hatte Rio die Gewinnbeteiligung seiner Anleger deutlich erhöht. Nun soll die Dividende unverändert bei 136 Cents bleiben.

Der Markt honorierte die Bemühungen. Investoren hätten die Ankündigungen weitgehend erwartet, sagte Analyst Glyn Lawcock von UBS. Rio-Aktien legten in Australien zwölf Prozent zu, in London mehr als elf. „Drastische Zeiten schreien nach drastischen Maßnahmen“, urteilte Analyst Tim Schroeders von Pengana Capital. „Sie konzentrieren sich jetzt definitiv aufs Überleben, was unter diesen Umständen genau das Richtige ist.“

Auf die Frage, ob es nicht doch besser gewesen wäre mit BHP über eine Übernahme zu sprechen anstatt sie abzulehnen, sagte Albanese: „Ich glaube nicht, dass sich damit etwas geändert hätte.“


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