Home
http://www.faz.net/-gqi-759hi
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Benko investiert mehr als 1 Milliarde Euro Österreichischer Investor kauft KaDeWe

Das berühmte KaDeWe in Berlin hat kurz vor Weihnachten einen neuen Besitzer. Der österreichische Immobilieninvestor Benko bezahlt insgesamt mehr als 1,1 Milliarden Euro für das Luxuskaufhaus und 16 weitere Warenhäuser, die an Karstadt vermietet sind.

© AFP Vergrößern Kurz vor Weihnachten und trotz Schneefall ist viel Betrieb im KaDeWe.

Das Berliner Luxuskaufhaus KaDeWe und 16 weitere von Karstadt betriebene Warenhäuser haben einen neuen Eigentümer. Das Immobilienunternehmen Signa rund um den aus Österreich stammenden Immobilieninvestor René Benko bestätigte den Kauf der Häuser in einer Mitteilung. Das Unternehmen hat für die Häuser nach eigenen Angaben insgesamt mehr als 1,1 Milliarden Euro gezahlt.

Berichten zufolge hat Signa alleine für das KaDeWe 500 Millionen Euro bezahlt. Nähere Angaben machte das Unternehmen dazu nicht. Verkäufer ist das Vermieter-Konsortium Highstreet. Betreiber des KaDeWe bleibt auch künftig Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen. Er muss nun mit dem neuen Eigentümer eine neue Miete aushandeln. Highstreet hatte bei der Übernahme von Karstadt durch Berggruen Mietsenkungen für die Warenhäuser vereinbart. Alle Objekte seien jedenfalls „langfristig an Karstadt vermietet“, heißt es von Signa.

Signa: „Weiterer Meilenstein in der Unternehmensgeschichte“

Der frühere Chef des einstigen Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor, Thomas Middelhoff, hatte die Immobilien für einen Milliardenbetrag an Highstreet verkauft, um mit dem Erlös das notleidende Geschäft des Kaufhauskonzerns zu finanzieren. Zum Konsortium Highstreet zählen unter anderem die amerikanische Wall-Street-Bank Goldman Sachs und die Deutsche Bank.

„Der Kauf bedeutet einen weiteren Meilenstein in der Unternehmensgeschichte“, hieß es von Signa. Das Unternehmen ist der größte private Eigentümer von Immobilien in der Wiener Innenstadt. Über den neuesten Erwerb und die weitere mittelfristige europäische Wachstumsstrategie will sich Signa im kommenden Jahr näher äußern.

Mehr zum Thema

Bereits 2011 hatte Signa das Münchner Traditionskaufhaus Oberpollinger sowie weitere Karstadt-Immobilien erworben. Der Tiroler Investor Benko hatte auch für die Metro-Tochter Kaufhof geboten, wie auch Berggruen. Die Metro hatte den ursprünglich geplanten, milliardenschweren Verkauf Anfang dieses Jahres aber auf Eis gelegt. Als Hintergrund wurde die schwierige Lage an den Finanzmärkten genannt.

Quelle: DPA

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Karstadt „An harten Einschnitten führt kein Weg vorbei“

Die angeschlagene Warenhauskette Karstadt hat gerade ihre Hoffnungsträgerin verloren. Handelsexperte Gerd Hessert sagt FAZ.NET, was nun bevorsteht. Mehr

11.07.2014, 14:11 Uhr | Wirtschaft
Medienberichte Berggruen verhandelt über Karstadt-Verkauf

Nicolas Berggruen wollte Karstadt einst sanieren. Das scheint nun endgültig gescheitert. Medienberichten zufolge verhandelt er über einen Verkauf der Warenhauskette an einen Tiroler Unternehmer. Mehr

11.07.2014, 08:42 Uhr | Wirtschaft
Karstadt-Investor René Benko Immobilientycoon auf Bewährung

Der österreichische Milliardär René Benko könnte Karstadt übernehmen – hat aber bisher noch kein Interesse bekundet. Informationen über ihn gibt es nur sparsam dosiert. Mehr

16.07.2014, 18:22 Uhr | Wirtschaft

Wilde Roboterautos

Von Christoph Ruhkamp

Hackern ist es gelungen, den Computer eines Elektroautos fremd zu steuern. Das wird schwerwiegende Folgen haben. Mehr 2 6


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Wirtschaft in Zahlen Israel auf Importe angewiesen

Israels Industrie gilt als hoch entwickelt. Das Land exportiert Medikamente, Software und andere Hochtechnologie. Dennoch überwiegen im Außenhandel noch immer die Importe. Mehr