17.11.2011 · Mal wieder Benetton: Provokante Werbung ohne jeglichen Produktbezug mag die Aufmerksamkeitswerte nach oben treiben - mit den Absatzzahlen gelingt das in den seltensten Fällen.
Von Julia LöhrEinmal für großes Aufsehen sorgen statt monatelang in der allgemeinen Werbeflut untergehen - das denken sich immer mehr Unternehmen, wenn sie ihre Werbestrategie festlegen. Benetton macht es seit den achtziger Jahren vor. Ob blutverschmierte Babys, ölverschmierte Vögel oder jetzt der küssende Papst - Provokation hat bei den Italienern Tradition.
Auch manches deutsche Unternehmen eckt gerne an. Der Autovermieter Sixt nimmt in seinen Anzeigen regelmäßig Politiker aufs Korn. Ganz ohne Prominenz kam der Eichborn Verlag aus, als er auf der Buchmesse Fliegen mit angeklebtem Eichborn-Banner ausschwärmen ließ. Das Kalkül dahinter: Die Kosten der Aktionen sind überschaubar, das mediale Echo umso größer.
Der Erfolg einer Werbekampagne wird zunehmend daran gemessen, wie viele Medien später darüber berichten. Eine zweifelhafte Strategie. Keine Frage, Benetton genießt jetzt Aufmerksamkeit, der Markenname ist in aller Munde.
Doch nicht nur Katholiken dürften das Papst-Motiv und die anderen Bilder aus der Serie befremden. Provokante Werbung ohne jeglichen Produktbezug mag die Aufmerksamkeitswerte nach oben treiben - mit den Absatzzahlen gelingt das in den seltensten Fällen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2465 | −0,19% |
| Rohöl Brent Crude | 106,30 $ | −0,51% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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