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Nun ist es offiziell : Riesen-Übernahme: Bayer will Monsanto

  • Aktualisiert am

Das Bayer-Kreuz in Leverkusen Bild: dpa

Der deutsche Pharmakonzern Bayer will ein großes amerikanisches Unternehmen kaufen. Dessen Führung macht schon mal klar, wie sie das findet.

          Es wäre eine gewaltige Übernahme: Der deutsche Pharmakonzern Bayer will das amerikanische Saatgut-Unternehmen Monsanto kaufen. Seit einigen Tagen schon gibt es entsprechende Spekulationen. Nun haben beide Unternehmen vorläufige Übernahmegespräche offiziell bekannt gegeben.

          Und zumindest Seitens des amerikanischen Unternehmens ist schnell klar, wie die Führung die Übernahmeidee findet: Monsanto sprach von einer unverbindlichen, unerbetenen Offerte, die an bestimmte Bedingungen geknüpft sei. Sie werde nun vom Verwaltungsrat geprüft.

          Bewegung in der Branche

          Details nannte der Konzern nicht. Und vor Abschluss der Prüfung werde sich Monsanto auch nicht näher dazu äußern.

          Der deutsche Bayer-Konzern erklärte: „Vertreter von Bayer haben vor kurzem Mitglieder der Geschäftsführung von Monsanto Company getroffen, um vertraulich über eine einvernehmliche Übernahme von Monsanto zu sprechen.“ Er fügte hinzu: „Ein solcher Zusammenschluss würde Bayer als globales, innovationsgetriebenes Life-Science-Unternehmen mit Spitzenpositionen in seinen Kerngeschäften stärken und ein führendes integriertes Agrargeschäft schaffen.“

          Monsanto wird an der Börse derzeit mit 42 Milliarden Dollar bewertet. Bayer bringt mehr als das Doppelte auf die Waage. Noch am Mittwoch hatte Monsanto-Manager Brett Begemann Medienberichte über eine mögliche Übernahme durch die deutschen Rivalen Bayer oder BASF als „wilde Spekulationen“ zurückgewiesen, „an denen nichts dran ist“.

          Monsanto selbst war im vergangenen Sommer mit seinen Übernahme-Avancen für den Schweizer Pflanzenschutzspezialisten Syngenta abgeblitzt. Die Schweizer werden nun für 43 Milliarden Dollar vom chinesischen Staatskonzern Chemchina geschluckt. Nach Ankündigung der Fusion der amerikanischen Chemiekonzerne Du Pont und Dow Chemical, die das Agrarchemiegeschäft als eigenständiges Unternehmen planen, steht Monsanto unter Druck, sich einen Partner zu suchen.

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