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Baunatal Im VW-Werk haben Opel Hausverbot

 ·  In Amerika heißt es „Buy American“, bei VW verfolgt man die Devise „Buy Volkswagen“. Wer das nicht tut und Autos der Konkurrenz fährt, für den bleibt künftig die Schranke im VW-Werk Baunatal unten. Der jetzige Werksleiter hat ein Hausverbot für Fremdmarken erlassen - das sei doch „ganz normal“.

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Wer keinen Volkswagen fährt, steht beim VW-Werk in Baunatal bei Kassel künftig vor verschlossener Schranke. Ein Unternehmenssprecher bestätigte am Mittwoch eine Meldung der „Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen“, nach der Gästen und Lieferanten mit Fremdmarken künftig die Einfahrt verweigert werde. „Wer einmalig bei uns vorbeikommt, wird nur freundlich darauf hingewiesen. Aber von ständigen Partnern erwarten wir, dass er sich kooperativ zeigt und unsere Autos fährt“, sagte der Sprecher. „Wen wir beschäftigen, der soll auch uns beschäftigen.“

Der Zeitung zufolge hatte ein Handwerker von einem Volkswagen auf einen Opel umsteigen wollen. Der Werksschutz habe ihn darauf aufmerksam gemacht, dass er dann nicht mehr auf das Werksgelände fahren dürfe, selbst wenn er schwere Teile habe. „Das ist bei großen Firmen ganz normal“, sagte der VW-Sprecher. „Viele Zulieferer wie Bosch oder Conti haben unterschiedliche Fahrzeugflotten, mit denen sie die verschiedenen Kunden anfahren.“ Damit werde Nähe aufgebaut und um Aufträge geworben. „Wir sehen darin kein Problem und unsere Partner eigentlich auch nicht.“

Der jetzige Chef ist ganz „konsequent“

Ein Hausverbot für Fremdmarken hätten bislang alle Werksdirektoren gewollt, aber nie richtig durchgesetzt. „Der jetzige Chef Hans-Helmut Becker ist da konsequenter. Es ist doch ganz normal, dass wir mit denen Geschäfte machen wollen, die auch mit uns Geschäfte machen wollen.“ Lieferanten und Handwerker seien Partner, denen man gern helfe, von denen aber auch Hilfe erwartet werde.

Der Betriebsrat des VW-Werkes distanzierte sich hingegen von der Politik des eigenen Hauses: „Wir leben in einem freien Land. Wir halten nichts von einem repressiven Vorgehen, das Menschen zwingt, ein bestimmtes Fahrzeug zu kaufen“, sagte Betriebsratschef Jürgen Stumpf. Der Betriebsrat sei zwar von den Produkten der Konzernfahrzeugflotte überzeugt. „Dabei überzeugen aber unsere Produkte - nicht Zwänge und Restriktionen!“

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