05.02.2009 · In Amerika heißt es „Buy American“, bei VW verfolgt man die Devise „Buy Volkswagen“. Wer das nicht tut und Autos der Konkurrenz fährt, für den bleibt künftig die Schranke im VW-Werk Baunatal unten. Der jetzige Werksleiter hat ein Hausverbot für Fremdmarken erlassen - das sei doch „ganz normal“.
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... vor dem Fall. Mit den ganzen unverkaufbaren VW's können die VWler ja ihr Firmengelände zuparken. Bei Mercedes in Kassel interessiert es keinen, mit welchem Pkw man da auf's Gelände will.
Ich habe gerade so einiges an der Backe, was mir etwas stressiger ist als so ein Thema. Ist es nicht wichtiger, mal nach vorn zu schauen und einfach zu tuen statt zu reden ?
Das sind doch die mit den im Firmenauftrag bestellten Callgirls,oder ?!
Sollen die bald Ex-Leiharbeiter dem Werksleiter seinen Firmenparkplatz doch mit ihren bald nicht mehr benötigten VW-Schrott zuparken. Da kann er sich dann den ganzen Tag drüber freuen. Und von "ganz normal" zu sprechen ist schon der Gipfel des Humbugs.
Das Unwort 2009 steht fest: Mobilitätszensur!
Aber bitte - in aller Konsequenz
VW sollte die überschüssigen Produktionskräfte für die Entwicklung von Gabelstaplern, Sattelschleppern und Zügen einsetzen. Somit wäre gesichert, dass nur VW das Werk verlässt und nur VW im Werk zu sehen ist... Mal ehrlich - was für ein Schwachsinn!
Das Verhalten des Werksleiters ist eher lächerlich, aber vor allemkontraproduktiv. Statt dessen sollte sich das Management bei VW Gedanken machen, warum selbst die eigenen Mitarbeiter Fremdmarken vorziehen (obwohl sie meist Sonderkonditionen für die eigenen Produkte haben und eigentlich doch Vertrauen in die Qualität ...). Wenn eine hohe Zahl Mitarbeiter ein Fremdprodukt benutzt, dann muss wohl was mit dem Produkt nicht stimmen ...
Was machen eigentlich die armen Handwerker, die bei Ferrari, Bugatti oder z. Bsp. Monteverdi vorstellig werden müssen? ;-))))))
Wer VW zu Diensten ist muss also einen VW fahren
Hab ich diese Nacht schlecht geträumt? Muss ich jetzt hinter jedem Fahrer/in, der/die einen VW fährt, einen Geschäftspartner von VW vermuten? Und was macht er/sie für VW? Dieser Brutallo rechts von mir in dem Lamborhini, wieviel Pferdchen arbeiten wohl für ihn? Und da, die auftupierte Blondine im California, wo macht die wohl halt? Millionen von VW Fahrer/innen unter General Verdacht? Bin ich froh wieder wach zu sein.
"Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing...."
....ist doch ein alter deutscher Industrie Spruch. Es wird auch bei Hewlett Packard kaum einen Ingenieur geben (dürfen), der einen Taschenrechner oder Laptop einer Fremdmarke benutzt. Gängige Praxis also. Und seien wir froh, dass wir nicht - wie in China wohl generell üblich - morgens zur Gruppengymnastik mit Gesang müssen, nach Feierabend mit dem Chef Karaoke singen gehen und den Jahresurlaub in von der Firma organisierten Gruppenreisen mit den geliebten Kollegen verbringen dürfen. Arbeit zu haben ist eben nicht gleichbedeutend mit Freiheit. Und als ganz früher - also bis etwa 1988 - die Firmenkulturen noch in Ordnung waren (was mittlerweile Legionen von Erbsenzählern nachhaltig zerstört haben), war man ehrlich Stolz auf die Produkte seines Hauses. Ich finde daran grundsätzlich nichts verwerfliches. Traurig nur, dass diese heutzutage eine Vorschrift sein muss.
In meinen Augen ein Anachronismus PUR! Einer meiner Mitarbeiter, damals Jäger und Fahrer eines Toyota-Landcruiser, durfte als mein Vertreter bei Auto-Rossel in Wiesbaden nicht auf den Hof... Und wenn ich bei VW in Baunatal einmal einen Termin haben sollte, wären meine Bedenken dort anzukommen recht groß, denn mein VW-Touareg ist nicht nicht die Inkarnation von Zuverlässigkeit!
Leiharbeiter und andere Idioten
Was soll den Die ganze Aufregung? Schon vor 10 Jahren bin ich höflich darauf hingewiesen worden bei Mercedes Benz Werk Gaggenau mir bald möglichst ein Auto mit Stern zu besorgen. Diese Anweisungen kamen von ganz oben. Prozente für Mercedes Autos, 13 + 14 Monatsgehalt, Gewinnbeteiligung, Kuren, Schulungen ( wie es Werksangehörige erhalten), haben ich auch nach 10 Jahre nicht erhalten. Das Dankeschön hieß: "Seit froh das ihr bei uns schaffe dürft!" In Sachen Zynismus, Rassismus, Leiharbeiter-Politik, Noetigung, Dummheit, könnte die FAZ in unseren Auto Werke noch einen viel besseren Bericht schreiben. ...Werksangehörige durften natürlich mit einem Fiat zur Arbeit fahren.
Was kann man vom Hersteller des KdF-Wagens sonst schon erwarten? Mit den besten Gruessen W. Kaiser
Interessant, dass man bei VW das Qualitätsprinzip nicht weiterführen möchte. So sollte doch jeder Partner auf die Qualität von VW vertrauen. Wer das nicht mag, dem entgeht da etwas, sollte man meinen. Aber lieber setzt man auf radikale Methoden, die nach außen hin schwach und engstirnig wirken. Zum Wohle der Marke? Am Ende vergibt man Aufträge wohl nach unternehmensfreundlicher Sympathie, nicht nach Qualifikation. Fragt sich nur noch, wann der gemeine Mitarbeiter in seinem Toyota vor geschlossener Schranke den Rückwärtsgang einlegen darf.
Aprilscherz oder freudige Nachricht für Juristen und für Opel ?
Grüße aus Schilda ! Vielleicht hat der Name Volkswagen doch etwas mit dem "gesunden Volksempfinden" zu tun, das bis vor fast 60 Jahren unsere Regeln bestimmte (Steueranpassungsetz). Die Lächerlichkeit der VW-Leute könnte aber 2 Gruppen glücklich machen: a) Da der Marktanteil von VW größer ist als der Opel, sollte per Saldo der Schaden für VW, wenn Opel diese Lächerlichkeit als "VW-Rule" übernimmt und Opel-Fahrzeige verbietet, größer sein als der Schaden von Opel, weil seine Fahrzeuge ausgesperrt werden. b) Spätestens nach dem angestrebten Ausbau des EU-Diskriminierungsverbots sollte sich für unterbeschäftigte Juristen ein interessantes Betätigunsgfeld eröffnen. Selten so gelacht.... Buy hessisch sagte der Dorfälteste !
Das "Wieso" ist ja recht nachvollziehbar. Ändert aber nichts daran das es der falsche Weg ist. Bosch und Conti scheinen ja Geld wie Heu zu haben wenn sie verschiedene Fahrzeugflotten unterhalten!!!???. WTF?(Gut zu wissen. Danke für diese klein wenig interne Information. Wehe wenn die nach unseren Steuergeldern schreien weil sie irgendwann selbst keins mehr haben. ) Was macht der kleine Handwerker oder Lieferant? Soll der sein Fahrzeug etwa auch wechseln? Aber ich weis ja nicht ob der Mittelständler so mit VW zusammenarbeitet das er unter diese "Markenregel" fällt. Letztendlich bringt es der Betriebsratschef auf den Punkt: Der Zwang ist der falsche Weg. Lieber sollte man versuchen die Menschen vom Produkt zu überzeugen. Auch wenn das nie ganz klappen wird. Aber wenigstens wirft es keinen Schatten auf den Konzern
Bietet VW eigentlich auch Einsatzwagen der Feuerwehr, des Notarztes oder der Polzei an? Oder müssen die auch vor dem Tor halten? Die ganze Geschichte klingt derart schräg und nach Sommerloch. Den Werksleiter kennt man wohl bald in ganz Deutschland.
Das Beispiel ist so nicht ganz richtig. Schließlich richtet das VW-Werk ihre Restriktionen nach dem Produkt aus und nicht nach der Hautfarbe der Käufer. Es wäre eher so, als ob der Bäcker nur Handwerker engagieren würde, die auch bei ihm Brötchen kaufen. Zudem verbietet dass VW-Werk keinem, einen VW zu kaufen (Bäcker: Verkaufe nur Brötchen an Weiße), sondern verlangt "nur", dass Menschen, die mit dem VW-Werk Geschäfte machen, auch einen VW kaufen. Also, als ob der Bäcker sagen würde: Damit ich mit euch Geschäfte mache, müsst ihr auch meine Brötchen kaufen!
Ich habe vor Jahrzehnten einmal eine Werksbesichtigung bei Ford-Köln gemacht, mir fiel damals auf, dass auf dem Firmenparkplatz mehr Fremdfabrikate standen als Ford-Fahrzeuge. Ich fragte den public relations Menschen dort, wie das denn möglich sei. Seine Antwort: "Wir sind ein demokratisches Unternehmen, bei uns darf jeder wissen, was ein schlechtes Auto ist." Vielleicht braucht VW etwas mehr Demokratie?
Schwachsinn und markenschädigend für Volkswagen
Ein Werksleiter ist eine Führungskraft der oberen Ebene. Von einer Führungskraft erwartet man auch "nicht über das Ziel mit merkwürdigen Aktionen hinauszuschießen". Ein solcher Umstand liegt leider hier vor. Es ist aber nicht "überzuwerten", sondern sollte einfach nur aufgehoben werden. Punkt & Vergessen. Es passt einfach nicht mehr in die heutige Zeit. Volkwagen benötigt, wie andere Marken auch ... offene Märkte. Das was in Baunatal betrieben wird, ist alles andere als ein Zeichen für offene Märkte. Es ist vollkommen legitim, wenn ein Opelaner sich für einen VW entscheidet und ein VW-Werker für einen Opel ... oder sonst eine Marke. In einem freien Land sind freie Entscheidungen möglich. Volkswagen kann versuchen die eigenen Mitarbeiter zu umwerben als Kunden für die eigenen Produkte. Es kann aber nicht "strafen", wenn ein Mitarbeiter sich nicht für einen Volkswagen entscheidet. Aus Freiheit der Entscheidung erwächst immer etwas Positives --- aus einem Zwang heraus --- nie.
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