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Bankenkrise EZB geht auf Nummer sicher

14.08.2007 ·  Die EZB hat schon wieder einen Schnelltender ausgegeben, um den Banken zu Liquidität zu verhelfen - jetzt schon zum vierten Mal. Doch die Lage habe sich beruhigt. Die Bedingungen auf dem Geldmarkt seien wieder „nahezu normal“, schreibt die Zentralbank.

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Die Europäische Zentralbank (EZB) wird zur weiteren Entspannung des Marktes nochmals die Banken mit einer zusätzlichen Geldspritze unterstützen. Es werde zur zusätzlichen Versorgung des Geldmarktes mit Liquidität abermals ein Schnelltender ausgeschrieben, teilte die EZB in Frankfurt mit. Der Tender habe eine Laufzeit von einem Tag und einen Mindestsatz von 4 Prozent.

Seit vergangenem Donnerstag hatte die EZB aufgrund von Liquiditätsengpässen bislang dreimal am Geldmarkt in Form von Schnelltendern interveniert. Dabei stellte sie insgesamt etwa 203 Milliarden Euro an zusätzlicher Liquidität zur Verfügung.

Geldmarkt „nahezu normal“

Die Schnelltender waren aufgrund des Übergreifens der amerikanischen Hypothekenkrise auf den Euroraum und der damit verbundenen Liquiditätsengpässe am Geldmarkt nötig geworden.

Die Bedingungen auf dem Geldmarkt seien nun „nahezu normal“, schreibt die EZB. Der Schnelltender biete die Möglichkeit, verbleibende Liquiditätsbedürfnisse bis zur Zuteilung des Hauptrefinanzierungsgeschäftes zu decken.

Bank von Japan entzieht dem Geldmarkt 13,6 Milliarden Euro

Die Bank von Japan (BoJ) hat dem Bankensystem am Dienstag umgerechnet rund 13,6 Milliarden Dollar entzogen. Damit nimmt die japanische Zentralbank ihre Finanzspritzen der vorangegangenen Handelstage de facto wieder zurück, da der Geldmarkt in Japan nach Ansicht der Währungshüter ausreichend mit Liquidität versorgt ist.

Die amerikanische Hypothekenkrise hatte Ende vergangener Woche die Zentralbanken in den Vereinigten Staaten und Europa zu starken Finanzspritzen veranlasst und auch die BoJ auf den Plan gerufen. Allerdings war der japanische Geldmarkt nur vergleichsweise gering in Mitleidenschaft gezogen.

Nachdem am Montag weitere Notenbanken Geld ins System geschossen hatten, ließ die Nervosität an den Märkten nach. „Wir hielten es für angemessen, dem Markt Mittel zu entziehen, da die Marktzinsen am Morgen niedrig waren, und damit darauf hinweisen, dass es genug Liquidität im Markt gibt“, sagte ein BoJ-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag.

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Von Heike Göbel

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