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Bankenkrise Citigroup tief in den roten Zahlen

18.04.2008 ·  Die amerikanische Großbank Citigroup hat in den ersten drei Monaten des Jahres über 5 Milliarden Dollar Verlust erwirtschaftet. An der Börse hatte man offenbar Schlimmeres erwartet. Der Kurs der Aktie stieg nach Bekanntgabe.

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Milliardenschwere Abschreibungen in Folge der weltweiten Finanzkrise haben der Citigroup auch zu Jahresbeginn einen massiven Verlust eingebrockt. Die größte US-Bank wies im ersten Quartal wegen Belastungen von insgesamt rund 16 Milliarden Dollar ein Minus von 5,1 Milliarden Dollar aus, wie sie am Freitag mitteilte. Vor Jahresfrist hatte noch ein Gewinn in dieser Höhe in den Büchern gestanden.

Die Anleger reagierte dennoch erleichtert: Der Aktienkurs zog vorbörslich gut vier Prozent an - an der Börse war weitaus Schlimmeres befürchtet worden. Seit Tagen hatten Gerüchte über neue Wertberichtigungen von 22 Milliarden Dollar kursiert.

Stellenabbau in der Diskussion

Der Chef der amerikanischen Bank, die weltweit mit am stärksten von der Finanzmarktkrise betroffen ist, verordnete dem Institut einen strikten Sparkurs. In einem Interview mit der „Financial Times“ deutete Vikram Pandit den Abbau Zehntausender Stellen an. „Es ist eindeutig machbar, 10, 15, 20 Prozent unserer Kosten zu sparen, vor allem bei der Informationstechnologie und in der Verwaltung“, sagte er. Die Bank beschäftigt weltweit fast 300.000 Mitarbeiter. Bislang war bereits der Abbau von über 4000 Stellen angekündigt worden.

Rund sechs Milliarden Dollar der Gesamtbelastung im ersten Quartal resultieren aus Wertberichtigungen auf amerikanische Ramschhypotheken. Hinzu kamen Abschreibungen auf Kredite für Übernahmen und Fusionen sowie auf das Engagement bei amerikanischen Anleiheversicherern. „Das Ergebnis reflektiert die nach wie vor schwierigen Markt- und Kreditbedingungen und deren Auswirkungen auf unsere Risikopositionen“, sagte Pandit.

Analysten sehen Ergebnisse positiv - Fitch stuft Citi herab

Analysten bewerteten die Quartalsergebnisse der Citigroup überwiegend positiv. „Im Vergleich zu dem, was wir erwartet haben, ist das nicht so schlecht“, sagte Justin Urquhart Stewart von 7 Investment Management. „Wir bewegen uns jetzt in eine Phase, in der Banken das Volumen ihrer Verluste besser identifizieren können.“ Arthur Hogan von Jefferies & Co sagte, mit diesem Quartal versuchten die Banken, reinen Tisch zu machen.

Die Ratingagentur Fitch stufte ihre Bewertung für die Citigroup auf „AA-“ von „AA“ herunter. Grund seien nach wie vor hohe Unsicherheiten über das Engagement im Kreditgeschäft. Die Agentur Moody's bestätigte dagegen ihr Rating, setzte ihren Ausblick aber auf „negativ“ herunter.

Hilfe ausländischer Staatsfonds

Im Schlussquartal des vergangenen Jahres hatte die Citigroup erstmals seit der Verschmelzung von Citicorp und Travellers Group 1998 einen Verlust geschrieben - unter dem Strich stand ein Minus von knapp zehn Milliarden Dollar. Um die in Folge der Finanzmarktkrise entstandenen Löcher zu stopfen, sammelte das Geldhaus rund 30 Milliarden Dollar ein und griff dabei auch zu Mitteln ausländischer Staatsfonds.

Weltweit summieren sich die Belastungen aller Banken aus der Kreditkrise mittlerweile auf deutlich mehr als 200 Milliarden Dollar. Insgesamt nahmen aber zuletzt die Hoffnungen der Anleger zu, dass die Bankenbranche bald das Schlimmste überwunden haben könnte. Das amerikanische Geldhaus JP Morgan präsentierte diese Woche weitaus bessere Quartalszahlen als erwartet. Merrill Lynch dagegen enttäuschte mit schwachen Ergebnissen.

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Gute Wirtschaftspolitik

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Der Vorwurf: Deutschland lebt mit seinem parasitären Wirtschaftsmodell auf Kosten anderer Länder. Doch die Taktik der Bundesregierung stiftet Vertrauen für die nächsten Jahre. Mehr 14 45

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