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Bankenkrise Citigroup erwartet starken Gewinneinbruch

01.10.2007 ·  Die Hypothekenkrise in Amerika trifft zunehmend die Großbanken. Jetzt ist die Citigroup dran: Im dritten Quartal erwartet sie einen Gewinneinbruch von 60 Prozent. Am Morgen hatte schon die Schweizer Großbank UBS einen Verlust angekündigt.

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Im Zuge der Hypothekenkrise rechnet die amerikanische Großbank Citigroup im dritten Quartal mit einem massiven Gewinneinbruch. Das Nettoergebnis werde um etwa 60 Prozent unter dem des Vorjahres liegen, teilte das nach Marktwert größte Finanzinstitut der Vereinigten Staaten am Montag mit.

Dies sei auf Verwerfungen im Anleihegeschäft, Abschreibungen auf Kreditzusagen für Großübernahmen und Hypothekendarlehen sowie steigende Kosten bei Privatkrediten zurückzuführen.

„Klare Enttäuschung“

Konzernchef Charles Prince sprach von einer „klaren Enttäuschung“. Im vierten Quartal sei aber mit einer Rückkehr zu einer normalen Gewinnentwicklung zu rechnen. Die Großbank verschob die Vorlage ihrer Quartalsergebnisse für das dritte Quartal vom 15. auf den 19. Oktober.

Für die schlechte Ergebnisentwicklung verantwortlich sind unter anderem Vorsteuerabschreibungen von 1,4 Milliarden Dollar für die Finanzierung von Übernahmen und ein Vorsteuerverlust von 1,3 Milliarden Dollar bei der Bewertung von Bonds mit zweitklassigen Hypothekenkrediten. Die Kosten für das Kreditgeschäft der Privatkundensparte würden um etwa 2,6 Milliarden Dollar steigen, erklärte Citigroup.

Auch die größte Schweizer Bank UBS leidet unter der Hypothekenkrise in den Vereinigten Staaten. Das Finanzinstitut sah sich deswegen zu Abschreibungen von rund vier Milliarden Franken (2,4 Milliarden Euro) gezwungen und kündigte am Montag für das dritte Quartal einen Verlust vor Steuern von 600 bis 800 Millionen Franken an (siehe dazu auch: UBS erwartet wegen Kreditkrise Verlust).

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Von Heike Göbel

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