04.08.2006 · Die Deutsche Bank hat sich im Bieterkampf um die 98 Norisbank-Filialen durchgesetzt und übernimmt für 420 Millionen Euro die Zweigstellen des Nürnberger Ratenkredit-Spezialisten. Mit der Übernahme stärkt Deutschlands größtes Geldhaus sein Privatkundengeschäft.
Die Deutsche Bank hat sich im Bieterkampf um die 98 Norisbank-Filialen der DZ Bank durchgesetzt und übernimmt für 420 Millionen Euro die Zweigstellen des Nürnberger Ratenkredit-Spezialisten. Übernommen werden damit auch die Verbindungen zu 334.000 Kunden, das Kreditvolumen von 1,4 Milliarden Euro und die Einlagen in der Höhe von 1,6 Milliarden Euro sowie die Namensrechte. Das teilte die Deutsche Bank am Freitag in Frankfurt mit.
Der Kauf werde voraussichtlich im vierten Quartal 2006 vollzogen und stehe unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aufsichts- und Kartellbehörden, hieß es weiter. Die rund 550 Mitarbeiter im Filialbetrieb sowie die Infrastruktursysteme der Norisbank blieben bei der DZ Bank Gruppe. Auch die Marke „EasyCredit“, die vor allem für das Geschäft mit Ratenkrediten steht, verbleibt im DZ-Verbund.
Deutsche Bank-Vorstandschef Josef Ackermann sagte zu der Übernahme, mit der Norisbank baue die Deutsche Bank ihre führende Position im Heimatmarkt aus. „Die Transaktion unterstreicht, daß wir bereit sind, auch im hart umkämpften deutschen Markt Akquisitionen durchzuführen, wenn sie in unser strategisches Gesamtkonzept passen.“ Die Deutsche Bank hatte bereits vor kurzem die Berliner Bank für 680 Millionen Euro erworben und so ihr Privatkundengeschäft in Deutschland gestärkt.
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