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Banken HVB soll mit Unicredit-Milliarden Expansion vorantreiben

12.09.2006 ·  Die HVB füllt kräftig ihre Kassen: Sie erhält für den Verkauf ihres Osteuropageschäfts an die italienische Muttergesellschaft Unicredit rund 13,7 Milliarden Euro. Die Münchener Großbank soll die Mittel vor allem für ihre Expansion auf dem heimischen Markt nutzen.

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Die Bayerische Hypo- und Vereinsbank (HVB) füllt mit der Übertragung ihrer Osteuropageschäfte an den Mutterkonzern Unicredit ihre Kassen mit Milliardengewinnen. Die Münchener Großbank soll die Mittel für ihre Expansion insbesondere auf dem heimischen Markt nutzen.

Die HVB erhält für den Verkauf rund 13,7 Milliarden Euro. Der Buchgewinn betrage 6,5 Milliarden Euro, war am Dienstag in der Finanzbranche zu hören. Den Löwenanteil von 12,5 Milliarden Euro und 5,8 Milliarden Euro Buchgewinn trage die Bank Austria-Creditanstalt (BA-CA) bei, an der die HVB mit 77,5 Prozent beteiligt ist.

Das Kapital bleibt wohl bei der HVB

Hinzu kommen Beteiligungen in Rußland, Lettland und in der Ukraine. Analysten hatten Buchgewinne von nur annähernd 5 Milliarden Euro erwartet. Am 25. Oktober sollen die Aktionäre der Hypo-Vereinsbank über den Verkauf der Bank Austria entscheiden. Anfechtungsklagen von Minderheitsaktionären, die rund 6 Prozent der HVB-Aktien besitzen, könnten das Vorhaben verzögern.

Offen ist, wofür die HVB, die im Unicredit-Konzern nur noch für das deutsche Geschäft mit Privat- und Firmenkunden sowie für das Investmentbanking verantwortlich sein wird, die erwarteten Milliarden verwendet. In Finanzkreisen hieß es, das Kapital aus der Transaktion bleibe auf jeden Fall bei der HVB.

An weiteren Akquisitionen in Deutschland interessiert

Unicredit ist nach eigenem Bekunden an weiteren Akquisitionen in Deutschland interessiert, offenbar auch an der Bankgesellschaft Berlin. Die HVB könne für Unicredit auch eine Plattform für eine Ausweitung des bisher kleinen Geschäfts in Skandinavien und den Beneluxländern werden, heißt es in der Branche. Bis auf Spezialaktivitäten in Norwegen und dem Kapitalmarktgeschäft in Luxemburg ist die HVB in diesen Ländern nicht präsent.

Im Rahmen der Transaktion wurde auch vereinbart, daß eine Aufteilung der HVB in rechtlich eigenständige Einheiten - also etwa eine rechtliche Verselbständigung des Investmentbank-Geschäfts - bis 2010 nur mit vier Fünfteln der Stimmen des HVB-Aufsichtsrats und damit nur mit Zustimmung von Arbeitnehmervertretern möglich ist.

Quelle: FAZ.NET mit Material von F.A.Z. und Reuters
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