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Banken Fusionsgespräche zwischen HVB und Unicredito schreiten voran

27.05.2005 ·  Die Spekulationen um einen Zusammenschluß von Hypo-Vereinsbank und Unicredito Italiano erhalten durch Medienberichte neue Nahrung. Ein möglicher Stellenabbau bei der HVB wird vor den Neuwahlen zum Bundestag zum Politikum.

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Die Spekulationen um einen Zusammenschluß von Hypo-Vereinsbank und Unicredito Italiano erhalten Unterstützung von einem Bericht des “Wall Street Journal“.

Die Zeitung schreibt am Freitag, die italienischen Großbank führe fortgeschrittene Verhandlungen zur Übernahme des deutschen Instituts. Auf einen genauen Preis habe man sich nicht geeinigt, zitiert das Blatt mit der Situation vertraute Personen. Wahrscheinlich werde es eine ausschließlich aktienbasierte Transaktion im Volumen von 16 Milliarden Euro.

Möglicherweise größte Fusion der europäischen Bankengeschichte

Käme die Übernahme zustande, wäre es die größte grenzüberschreitende Fusion der europäischen Bankengeschichte. Nach Angaben der Gewährspersonen der Zeitung besteht die Möglichkeit, daß die Verhandlungen noch scheitern. Neben dem Preis seien andere Schlüsselfragen noch offen.

Am Donnerstag war der deutsche Aktienhandel von den italienisch-deutschen Übernahmegerüchten geprägt. Die Hypo-Vereinsbank-Aktie ging am Abend mit einem Aufschlag von 5,1 Prozent auf 20,17 Euro aus dem Handel, während der Titel von Unicredito an der Börse Mailand 1,6 Prozent auf 4,17 Euro verlor.

Möglicher Stellenabbau bei der HVB ein Politikum

Probleme könnte ein Zusammenschluß auch auf politischer Ebene bekommen, schreibt die Zeitung. Insbesondere wäre ein etwaiger Stellenabbau bei der HVB im Vorfeld der vorgezogenen Bundestagswahlen ein sensibles Thema. Eine der Hypo-Vereinsbank nahestehende Person sagte dem “Wall Street Journal“, der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber etwa sei gegen einen Verkaufsabschluß noch vor den Wahlen.

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Von Heike Göbel

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