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Banken Dresdner Bank schließt weiteren Stellenabbau nicht aus

11.08.2006 ·  Die Dresdner Bank hat im ersten Halbjahr zwar die Renditevorgabe der Konzernmutter Allianz übertroffen. Bei den Kosten sieht sich die Bank allerdings noch hinter der Konkurrenz.

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Die Dresdner Bank kann betriebsbedingte Kündigungen im Rahmen der Restrukturierung nicht ausschließen. „Wir versuchen, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Kategorisch kann ich dies zum heutigen Zeitpunkt nicht ausschließen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Herbert Walter im Rahmen der Halbjahrespressekonferenz.

Um die Abläufe und Strukturen noch effizienter zu gestalten, plant die Dresdner Bank ein Bündel von Maßnahmen. Dabei sollen bis Mitte 2008 in der Dresdner Bank Gruppe 2.480 Stellen eingespart werden.

Bereits 17.000 Stellen gestrichen

Die Allianz hatte der Unzufriedenheit mit der Leistung ihrer Tochter Dresdner Bank Taten folgen lassen und Ende Juni dem Institut diesen einen weiteren Stellenabbau verordnet. Seit dem Erwerb der Bank durch die Allianz AG 2001 waren bereits rund 17.000 Stellen weggefallen. Mitte Mai dieses Jahres hatte Allianz-Controlling-Vorstand Helmut Perlet gesagt, die Dresdner müsse Produktivität und/oder die Effizienz steigern, um ihre Ziele erreichen zu können.

Aus der Umstrukturierung insgesamt erwartet die Allianz-Tochter 2008 Synergieeffekte von insgesamt 600 Millionen Euro, davon 350 Millionen aus Erträgen und 250 Millionen Euro aus Kosten. Den zugehörigen Restrukturierungsaufwand bezifferte die Bank auf 400 Millionen Euro. Durch die Veränderungen strebt die Bank einen „nachhaltigen Ergebnisbeitrag“ an, mit dem die Zielrendite von 12 Prozent nach Steuern im Jahr 2008 erreicht werden soll.

Dresdner Bank mit Eigenkapitalrendite und Kostenniveau unzufrieden

Ihr Gewinnziel für das Gesamtjahr 2006 bestätigte die Dresdner Bank. „Wir sind zuversichtlich, ein operatives Ergebnis von mindestens 1,2 Milliarden Euro zu erreichen“, teilte die Tochtergesellschaft der Allianz am Freitag in ihrem Halbjahresbericht mit. Der operative Ergebnisanstieg im ersten Halbjahr bestätige, daß sich die Bank auf dem richtigen Weg befinde.

Dennoch zeige der Vergleich mit den Wettbewerbern, daß sowohl bei der Eigenkapitalrendite als auch bei den Kosten (Cost-Income-Ratio) kein zufriedenstellendes Niveau erreicht worden sei. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern lag in den ersten sechs Monaten bei 16,9 Prozent, die Cost-Income-Ratio bei 77,7 Prozent.

Restrukturierungen wirken erst im zweiten Halbjahr

Zudem können die erreichten Größenordnungen den weiteren Angaben zufolge nur bedingt auf das Gesamtjahr hochgerechnet werden. Dies gelte vor allem für die Risikovorsorge und das Kreditgeschäft. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Gremien würden im zweiten Halbjahr Restrukturierungsaufwendungen aufgrund des im Juni angekündigten Profitabilitäts- und Wachstumsprogramms anfallen. Diese dürften durch die bereits im ersten Halbjahr erzielten Veräußerungsgewinne allerdings ausgeglichen werden. Es werde entscheidend sein, daß das aufgelegte Programm zeitnah umgesetzte werde und die geplanten Synergien von 600 Millionen Euro erreicht würden.

Mit Blick auf die Entwicklung im ersten Halbjahr hat den weiteren Angaben Walters zufolge beim Anstieg der Erträge das deutsche Geschäft ebenso beigetragen wie die internationalen Aktivitäten. Die Erträge mit Privaten Kunden, dem Mittelstand und dem Private Wealth Management seien insgesamt um 8 Prozent gestiegen. Die Erträge aus den Bereichen Global Banking und Capital Markets hätten sich um 57 Prozent erhöht. Die Dresdner Bank verfüge über ein ausgewogenes Geschäftsportfolio: 42 Prozent seien auf Deutschland fokussiert, 58 Prozent international ausgerichtet.

Mehr als 6 Millionen Kunden

Im ersten Halbjahr hat die Dresdner Bank 140.000 Neukunden gewonnen. Damit sei die Marke von 6 Millionen Kunden überschritten worden. Im Vertrieb von Bankprodukten über die Allianz Agenturen sei das Einlagen- und Depotvolumen um über 20 Prozent gesteigert worden.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Dow Jones
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