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Banken Deutsche Bank mit Rekordergebnis

02.02.2006 ·  Die Deutsche Bank hat dank des Investmentbankings den Gewinn wie erwartet deutlich gesteigert. Damit hat das Institut das Ziel von 25 Prozent Eigenkapitalrendite sogar leicht übertroffen.

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Die Deutsche Bank hat im vergangenen Jahr getrieben von einem starken Investmentbanking-Geschäft den Gewinn wie erwartet deutlich gesteigert. Nach 2,5 Milliarden Euro im Vorjahr verbuchte Europas größter Wertapierhändler einen Überschuß von 3,8 Milliarden Euro, wie das Institut am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.

Es war dies der höchste Gewinn des Bankhauses seit dem Jahr 2000. Damit hat Bankchef Josef Ackermann das Institut in den vergangenen Jahren viel profitabler gemacht und sein Ziel von 25 Prozent Eigenkapitalrendite übertroffen. Vor Steuern betrug der Gewinn 6,4 Milliarden Euro und lag damit 58 Prozent höher als vor Jahresfrist. Die um Sondereffekte bereinigte Eigenkapitalrendite vor Steuern stieg von 18 auf 26 Prozent.

Entschädigung beim Immobilienfonds soll ausgeweitet werden

Im Schlußquartal des Jahres 2005 konnte die Bank ihren Gewinn mehr als verdreifachen. Unter dem Strich wurden in diesem Zeitraum 741 Millionen Euro verdient. 16 von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Gewinn von 740 Millionen Euro gerechnet. Ein Jahr zuvor waren wegen hoher Restrukturierungslasten lediglich 195 Millionen Euro verbucht worden. Indes war im Vorquartal ein Gewinn von 991 Millionen Euro verbucht worden.

Die Deutsche Bank will nach der Schließung eines offenen Immobilienfonds entgegen früheren Ankündigungen sämtliche Anleger für entstandene Verluste entschädigen. „Wir haben hierfür im Jahresabschluß 200 Millionen Euro zurückgelegt“, sagte Ackermann. Ursprünglich sollten nur Anleger, die in den zwei Jahren vor der Schließung Anteile erworben hatten, einen Ausgleich erhalten. Die Fonds-Immobilien werden derzeit neu bewertet.

Weiter zweitstelliges Gewinnwachstum angepeilt

Ausblickend hieß es, die Bank wolle weiter wachsen und ihr Renditeniveau halten. Das Ergebnis je Aktie solle zweistellig zulegen. Ein konkreter Zeitraum wurde nicht angegeben. Dabei strebt die Deutsche Bank nach den Worten ihres Vorstandsvorsitzenden Josef Ackermann auch weiterhin eine Eigenkapitalrendite vor Steuern von mindestens 25 Prozent an.

Bereits am Vortag hatte die Bank mitgeteilt, daß die Dividende auf 2,50 Euro je Aktie von zuvor 1,70 Euro je Aktie angehoben werden soll. Zudem hatte der Aufsichtsrat dem Vorstandsvorsitzendem Josef Ackermann demonstrativ den Rücken gestärkt und seinen Vertrag bis 2010 verlängert. Ackermann würde bei einem Rücktritt wegen des Mannesmann-Prozesses keine Zahlungen von der Bank erhalten. „Wenn ich zurücktrete wegen Mannesmann, kriege ich kein Geld“, sagte Ackermann am Donnerstag. Er wolle auch kein Geld haben, wenn es keine Leistung gebe. Das habe er in einem Brief an den Aufsichtsrat deutlich gemacht. Zudem erklärte Ackermann in einem Fernsehinterview, daß er im Falle einer Verurteilung im Mannesmann-Prozeß zurücktreten werde.

Wie ebefalls am Donnerstag bekannt gegeben wurde, hat die Bank im Schlußquartal 2005 rund 13,6 Millionen Aktien zurückgekauft. 40 Millionen Aktien seien eingezogen worden.

Quelle: FAZ.NET mit Material der Agenture
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